Ja, die Lötspitzen nach dem letzten Lötvorgang am besten schön verzinnen und dann ohne Abwischen ausschalten. Das schützt die Lötspitze vor Oxidation. Meine Weller-Magnet Spitzen sind jetzt 38 Jahre alt!!!
Wichtig ist auch, die Lötspitze nach dem Einschalten (sobald heiß) abzuwischen, einen großen Zinn-Bobbel dranzumachen und diesen etwas einwirken lassen, damit die Spitze wieder schön benetzbar ist.
Perlt das Zinn an der Spitze ab, stimmt etwas nicht und man kann nicht löten.
Grüße
Rolf
[FONT="Impact"][FONT="Arial Black"]Was bist Du? Macher oder Kritiker?[/FONT][/FONT]
Hallo,
Ich ich hatte zwei 80W Lötstationen vom C. Bei beiden ist mir das Heizelement nach einiger Zeit durchgebrannt. Hatte bei großen Leiterquerschnitten immer das Problem, trotz breiter Lötspitze, die Temperatur zu übertragen. Es brauchte einfach Zeit. Es war auch immer Abhängig was für Litzen verlötet wurden. Cu Litzen gehen meistens etwas besser wie silberlitzen. Bin dann nach dem letzen Heizelemtdesaster auf eine 100W Lötstation umgestiegen und seither restlos zufrieden.
Betrachtet man mal die Löttemperaturen der Legierungen liegen wir bei SnPb Lot zwischen 180 und 190Grad. Bei Bleifrei liegen die Temperaturen bei ca220GradC.
Welche Temperatur? Meist wird SnPb Lot um die 380grd eingestellt. Bei Bleifrei ca 30-40Grad mehr. Das alles zu betrachten ... Was löte ich denn? Dicke Kabel oder Bauteile?
Zu hohe Temperaturen verbrennen u.a. die Silicon Kabel. Aber nicht nur diese. Oft verbrennt auch das Flussmittel viel zu schnell so dass die eigentliche Eigenschaft des FM gar nicht zum tragen kommt.
Ich würde in der heutigen Zeit keinen normalen Lötkolben mehr kaufen. Wie lange wir noch SnPb Lot bekommen ist die Frage. Die großen Vertriebe wie C, Rei..., Mü haben bleihaltiges Lot schon nicht mehr im Programm.
Ich weiß nicht wie viele die Akkustecker in neuer Zeit mal umgelötet haben. Mir ist dabei aufgefallen, dass mit 380 bis 400Grad so gut wie nichts mehr bei z.B. XT90 Steckern geht. Warum? Schaut man auf die Verpackung steht da was drauf. RoHs. Ein kleiner Hinweis auf Bleifrei Lot? Lötet man später den Stecker woanders SnPb Lot hin, kann es zu Schwierigkeiten in der Haftung kommen.
So weit . Gruss
Wenn das bleifreie Lot später schmilzt, wäre es ja was für die Speedfraktion.
Dort gab es ja schon in der Luft abgetötete Stecker.
Oder ist die Theorie falsch?
Ich weiß nicht wie viele die Akkustecker in neuer Zeit mal umgelötet haben. Mir ist dabei aufgefallen, dass mit 380 bis 400Grad so gut wie nichts mehr bei z.B. XT90 Steckern geht. Warum? Schaut man auf die Verpackung steht da was drauf. RoHs. Ein kleiner Hinweis auf Bleifrei Lot?
Das glaube ich eher nicht. RoHS bedeutet, dass keine nach der RoHS-Liste gefährlichen Stoffe bei einem Bauteil bzw. kompleten Baugruppe eingesetzt wurden. Da die Oberfläche der Steckkontakte vergoldet ist, hat das mit dem Löten nichts zu tun. Das Lötzinn, egal ob bleifrei oder bleihaltig, "sieht" nur das Gold.
Tatsache ist, dass sich bleifreies Lötzinn wesentlich schlechter verarbeiten lässt, als bleihaltiges Lötzinn. Vor allem die Elektronikfertigungen haben das schmerzlich gespürt. Es hatte ja einen technischen Grund, warum Blei verwendet wurde.
Wenn Lötstellen an Steckern aufschmelzen, sind die Stecker definitiv unterdimensioniert, d.h. diese werden viel zu warm (oder wurden einfach schlecht gelötet, was ich viel eher vermute)
Zuletzt geändert von stern-fan; 18.09.2020, 20:10.
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der Unterschied zwischen dem "dicken" 140W Lötkolben und der Lötstation ist die gespeicherte Wärmemenge und die Möglichkeit diese schnell in ausreichender Menge nachzuliefern!
Vorausgesetzt der Wärmeübergang beider Kolben ist gleich , haben wir das Problem, das der Kupferleiter die Wärme ableitet und somit die Lötstelle kühlt. Um auf Löttemperatur zu kommen, muss der Lötkolben dann Wärme nachliefern, im Idealfall schneller, als die Wärme abgeleitet wird.
Bei dem großen Lötkolben kein Problem, bei der 80W-Station sieht das anders aus. Die müht sich mehr und wärmt deutlich den Draht mit.
Das sieht man dann bei der weich werdenden Isolierung.
Wenn man mit so einem dicken Lötkolben an die Lötstelle geht ist der Lötvorgang fix erledigt und der Leiter wird nicht annähernd so warm wir mit der kleinen.
Die Ersa RDS 80 hat kurzzeitig eine Heizleistung von bis zu 290W.
Von daher hinkt der Vergleich zum schnöden Lötkolben ein wenig, welcher mit der Zeit auch deutlich zu heiß wird.
Bei Bleifrei liegen die Temperaturen bei ca220GradC.
Welche Temperatur? Meist wird SnPb Lot um die 380grd eingestellt. Bei Bleifrei ca 30-40Grad mehr. Das alles zu betrachten ...
Was? Warum soviel Grad? Da verkocht dir ja alles und deine zuverlötenden Bauteile werden thermisch unnötig überbelastet. Wenn soviel Temperatur brauchst, dann machst irgendwas falsch.
Ich löte seit Jahren alles mit 350Grad, von dem Klingeldraht bis hin zu 6qmm-Kabel, und das mit ner Ersa Lötstation mit 80W.
Also ich seh das auch so, habe eine 100W Lötstation von Toolcraft und die Leistung reicht locker für 8mm2 Kabel und auch größer!
Für die Station gibts auch verschiedene Spitzen meine hat 2,4mm und mit der Löte ich alles außer extrem feine Sachen!
Du solltest wirklich vorm Löten also vom ansetzten am Kabel schon Zinn Auf der spitze haben und dann anfangen langsam noch welches hinzuzugeben und dann saugt sich das Zinn von selbst ins Kabel. Den Stecker wärme ich selbst gar nicht nur übers kabel, das diese sonst recht schnell schmelzen.
Hi, ist schon ein interessantes Thema, eventuell kann ja mal einer ein Video einstellen wie so eine gute Lötung aussieht, bzw. welcher Lötkolben verwendet wurde.
Ich hab einen (alten) Steinel GL1000 Gaslötkolben. Der kann rechnerisch bis zu 1000W bereitstellen. Natürlich gibts unterschiedliche Lötspitzen, und für XT90 nehme ich die 8mm breite Meißelform-Spitze. Der Lötvorgang an sich dauert da kaum 3 Sekunden.
Wie bereits geschrieben, braucht es eine entsprechende Masse, (breite Lötspitze), ausreichend Leistung, und gute Wärmeleitung. Mit dem Steinel ist mir das (schlechte) Lötzinn auch egal...und auch sonst gehts mit dieser Leistung im Hintergrund recht problemlos. Aber ein Gaslötkolben birgt andere Tücken, man muss den Umgang gewohnt sein. Mit der Lötstation löte ich sehr selten....der Steinel ist immer dabei. Schade dass es die nicht mehr gibt.
Die Dinger werden viel zu heiß. 450 Grad sind da kein Problem.
Zudem treten an einer Stelle heiße Gase aus, wo man sich schnell was mit Angekokelt hat und wenn man diese Abluft in die Augen bekommt ist es auch sehr Unangenehm.
Dremel verkauft noch sowas.
Das ist aber das genaue Gegenteil einer geregelten Lötstation.
Ist mehr so Löten mit dem Bunsenbrenner. Irgendwo liegt auch noch meiner rum, seit Jahren nicht mehr genutzt.
Zudem treten an einer Stelle heiße Gase aus, wo man sich schnell was mit Angekokelt hat und wenn man diese Abluft in die Augen bekommt ist es auch sehr Unangenehm.
Womit wir wieder beim Thema wären: Man muß es halt können, daher üben, üben, üben. Mit was auch immer man lötet, ob Lötstation, einfacher Lötkolben oder Gaslötgerät, wer löten kann lötet mit allen Geräten korrekt.
Man muß einen Blick dafür bekommen, wann die Lötstelle heiß genug ist. Stimmen alle Parameter, dann glänzt die Lötstelle nachher wie ein Spiegel.
War es zu heiß, dann ist die Lötstelle meistens matt und das Zinn grau.
Wackelt man beim Draht anlöten, ist die Lötstelle danach mattsilbern mit rauher Oberfläche.
Beim Löten kann man den Vorgang erklären, eine richtige Lötung braucht einfach ßbung.
Mit einem 200Watt-Hammerlötkolben mit 20mm Meißelspitze kann man sowohl Klingeldraht als auch Kupferblech bis 2mm Blechstärke löten. (Wenn man es kann)
Die Dinger werden viel zu heiß. 450 Grad sind da kein Problem.
Zudem treten an einer Stelle heiße Gase aus, wo man sich schnell was mit Angekokelt hat und wenn man diese Abluft in die Augen bekommt ist es auch sehr Unangenehm.
Dremel verkauft noch sowas
Das ist Richtig. Die Temperatur kann man einstellen, über die Gaszufuhr. Erfordert aber ßbung und Können. Der Gasaustritt aus dem Katalysator der Lötspitze zerstört Platinen und kann schwere Verbrennungen an den Fingern verursachen, wenn man den Gaslöter in die falsche Richtung dreht. Auch hier ist ßbung und Sorgfalt erforderlich.
Der Dremel liegt natürlich auch hier - er ist ganz OK, aber es gibt kaum eine Auswahl an Lötspitzen dafür, und er hat kaum die halbe Leistung des Steinel. Ein XT60 ist damit problemlos zu löten, beim XT90 kommt er an seine Grenzen.
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