Schmierstoffe !?!?!

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Marcopolo03
    Member
    • 20.05.2020
    • 65
    • Rudi
    • Raubling

    #1

    Schmierstoffe !?!?!

    Hallo zusammen.
    Wer verwendet von euch Schmierstoffe bei den Helis. Soll heißen, wer schmiert die Wellen und Getriebe und vor allem mit was?
    Es wurde vor einiger Zeit ein Sogenannter Trockengleitstoff (Dry) für Wellen und ein zweiter für Getriebe (Gear) empfohlen. Ich als Neuling damals natürlich sofort drauf abgefahren. Jetzt auch bei meinen Logos benutzt. Nach einiger Zeit fängt das Heck an zu pendeln. Gesucht und probiert und nicht auf das naheliegendste gekommen. Erst jetzt beim Basteln am Heckrotor festgestellt dass die Welle total verklebt war und dadurch schwergängig. Geputzt und schon flutscht es wieder.

    Also? Schmieren oder nicht. Und wenn ja mit welchem Mittel?

    Danke schon Mal.

    Gruß Rudi
    Logo 500
    Jeti DC 16 II
  • Thomas Geisel
    Member
    • 04.04.2014
    • 870
    • Thomas

    #2
    AW: Schmierstoffe !?!?!

    Eher nicht. Zu Anfang habe ich auch Schmierstoffe probiert. Mit der Zeit habe ich gemerkt daß es auch ohne geht
    Logo 690, Goblin 570 Sport, Goblin BT 700 Sport,Goblin 580 Kraken

    Kommentar

    • phiphi
      Senior Member
      • 01.12.2009
      • 3974
      • Philipp
      • Beromünster ( LU ) CH

      #3
      AW: Schmierstoffe !?!?!

      Hallo

      Pro und Contra Schmieren ist ein Grosses Thema - kommt immer mal wieder die Frage.

      Ich kann da nur für mich reden...

      Ich pers. schmiere meine Helis:

      - Feststoffreies, zähes Fett für die Freiläufe
      - Gear Lube an die Getriebe ( wenig Sauerei am Heli )
      - Nitromotoren bekommen Ballistol Spray ins Kerzenloch. (Konservierung und Rostschutz)
      - Heckschiebehülse und HRW (TS) bekommen minim Ballistol oder Feinmaschinenöl.

      Aber: Wenn man in staubiger Umgebung fliegt, kann sich das öl (Heck und TS) aber mit Sand zu Schleifpaste kombinieren, was dann der Haltbarkeit nicht grad entgegenkommt.
      Hier ist dann Wartung nötig - altes öl wegputen, neues drauf.

      Wenn du bei Kälte ( unter +4°C) fliegen willst, öle die Ganze TS und HRW und das Heck, sonst könnte dir - bei Kondenswasser - der TS Ring oder die Schiebehülse an der Welle festfrieren, kommt immer wieder vor - will man nicht erleben.

      Vorteil ist hier ein Nitro Heli, der schmiert sich im Rückenflug selbst

      Wie gesagt ich kann nur für mich sprechen.

      LG Phi

      Ich wäre lieber am fliegen...

      Kommentar

      • uboot
        Senior Member
        • 16.05.2013
        • 3487
        • Wolfgang
        • Luftraum um FFB

        #4
        AW: Schmierstoffe !?!?!

        Dieses Faß haben vor Dir hier schon mehr Leute aufgemacht.
        Statt hier wieder neu anzufangen, könntest Du, wenn Du Lust hast, auch die anderen threads nachlesen, da das Thema erschöpfend diskutiert wurde.

        Die beiden von Dir genannten Schmierstoffe sind sehr gut aber auch sehr teuer und es gibt Alternativen.
        Meine Meinung ist: wenn trocken, dann damit oder anderen (günstigeren) Trockenschmiermitteln; ganz trocken, also ohne Schmierstoff, halte ich bei Maschinenteilen für nicht fachgerecht.
        Es gibt aber Materielpaarungen wie Stahl/Kunststoff oder auch Stahl/ Messing, die ganz trocken gut laufen; das muß man sich aber von Fall zu Fall ansehen.
        (Schmierstoffe, die gut haften, halten auch Staub gut an den Teilen.)
        Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

        Kommentar

        • thomas1130
          RC-Heli TEAM
          Admin
          • 26.11.2007
          • 25886
          • Thomas
          • Österreich

          #5
          AW: Schmierstoffe !?!?!

          Und unabhängig davon - bitte ein wenig "sparsamer" mit Satzzeichen umgehen - Danke
          Stay hungry. Stay foolish.

          Kommentar

          • Paramedic_LU
            Senior Member
            • 11.07.2007
            • 1511
            • Demian
            • Airfield: MFSV Schallodenbach

            #6
            AW: Schmierstoffe !?!?!

            Ohne Schmierstoffe würd ich an meinem Heli nichts laufen lassen. Denn das würde ja bedeuten dass die verschiedenen Gleitpaarungen direkt miteinander agieren, was meist nicht gut ist. Alles was aufeinander/miteinander agiert unterliegt dem Tribosystem Reibung, Verschleiß und Schmierung. Diese hängen mittelbar oder unmittelbar zusammen wie Zahnräder. Dreh ich an dem einen Rad, ändern sich die anderen Räder.
            Es kann zu Abrasion(Mikrozerspanung) kommen mit Bildung loser Verschleißpartikel durch harte Fremdstoffe bzw. Materialpartikel.
            Eine weitere Folge ist die Adhäsion (Fressen). Bei diesem metallischen Direktkontakt bilden sich adhäsive Haftverbindungen mit nachfolgender Abscherung von Werkstoffpartikeln. Eine weitere Folge kann die Oberflächenzerrüttung sein. Bei diesem Ermüdungsverschleiß kommt es zur Abtrennung von mikroskopischen und makroskopischen Teilchen aus der Werkstoffoberfläche durch Ermüdung und Rißbildung im Oberflächenbereich. Wenn die Werkstoffpaarung nicht harmoniert kann zum Schichtverschleiß (Tribochemische Reaktion) kommen.Das ist eine chemische Reaktion der Werkstoffoberflächen unter Bildung von Reaktionsprodukten oder -schichten.
            Reibung und Verschleiß sind abhängig von der Schmierung, Materialpaarung sowie Einflußfaktoren wie Geschwindigkeit, Temperatur, Druck, Belastung, Bauart , etc.
            Es stehen dem Konstrukteur und Anwender verschiedene Schmierstoffarten zur Verfügung (Feste, Pastöse und Flüssige Schmierstoffe). Hier kann man je nach Anwendung den passenden Stoff wählen.
            Bei schnelldrehenden Wellen sind ßle eher nicht geeignet. Sie werden zu schnell abgeschleudert. Gehen verloren und verschmutzen das Umfeld.
            Da wurde man eher was zähes nehmen was gut hält. Ein gutes Beispiel hierfür sind zum Beispiel die Gestänge bei Dampflokomotiven. Hier ein ßl oder Fett zu nehmen, wäre unpassend. Stattdessen nimmt man hier Zylinderöle. Das sind sehr zähe Schmierstoffe, die der Belastung, Temperatur und dem Heiss-/Nassdampf standhalten. In der Produktion werden die warm in Drums gefüllt. Einfach weil sie bei Raumtemperatur nicht gut "laufen". Modellbauer von Klein- und Gartenbahnen haben hier dann das Problem der Beschaffung, weil es diese Spezialschmierstoffe nur in Drums aus Stahl gibt. In Kunststoffkleingebinde kann man die nicht abfüllen.

            Ein guter Schmierstoff hat also viele Aufgaben zu erfüllen.
            Schmieren (Reduzierung von Reibung, Verschleiß verringern, fressen der Reibpartner verhindern),
            Kühlen (Abführen der Reibungswärme der Gleitpartner),
            Schützen(vor Korrosion schützen),
            Transportieren und Sauberhalten(Additive zuführen, Schmutzpartikel-Verbrennungsrückstände etc. zum Filter transportieren),
            Abdichten(Feinabdichtung an kritischen Stellen),
            Kräfte übertragen (Servolenkung, Hydrauliken, Hydrostößel)...

            Die wichtigste davon ist das Trennen der Reibpartner.

            Man sieht schön, dass es keine Eierlegendewollmilchsau geben kann. Also kein Multischmierstoff.

            Was ist nun ein "gutes" ßl?
            Das Richtige ßl, am Richtigen Ort, zum Richtigen Zeitpunkt !

            Ein Schmierstoff besteht aus einem Grundöl plus Additive und Zuschlagstoffe.

            Korrosionsschutz
            Schutz der metallischen Oberflächen vor Angriffen durch Feuchtigkeit und /oder aggressiven Medien

            Oxidationsschutz
            Schutz des Grundöls vor Zersetzung durch hohe Temperaturen

            Verschleißschutz
            Schutz bei direktem Kontakt vor -Fressern-

            Detergents/ Dispersants
            Schmutztragevermögen - Transport zum Filter

            Neutralisatoren
            Verhinderung saurer Verunreinigungen

            Pourpointerniedriger
            Verbesserung der Fließfähigkeit bei tiefen Temperaturen


            Additiv

            VI-Verbesserer
            optimiertes Viskositäts-Temperatur-Verhalten

            Anti-Schaum-Zusatz
            verbesserte Schaumverhalten - (Verhinderung der Schaumbildung)

            Reibwert-Veränderer
            gezieltes Einstellen der Reibwertcharakteristic

            Haftzusätze
            Verbesserung der Hafteigenschaften an Oberflächen

            Emulgatoren
            Verbesserung der Wasseraufnahme

            Demulgatoren
            verbessertes Wasserabscheidevermögen


            Schmierstoffe werden dann im Betrieb auch gut beansprucht.
            Zum Beispiel durch Verschleiß, Temperatur, Druck/Zug/Scherung, Oxidation, Metalle, Gase, Wasser,...
            Die 3 Parameter beim Abbau sind der Additivabbau, der Grundölabbau und die Verunreinigung.

            Bei Fetten schmiert übrigens nicht das was man als Fett ansieht. Diese Masse.
            Sondern das ßl in dieser Masse. Fette sind eingedickte ßle oder ßle die eingedickt wurden. Wie man es sieht.
            Verdicker sind meist Calcium- oder Lithiumseifen. Grob gesagt kann man sich ein Fett wie ein Tafelschwamm vorstellen. Das was man als Schwamm bezeichnet ist die Verdickerseife, das Traggerüst, und in den Schwammhohlräumen ist das ßl. Hierin findet sich auch der Grund wann ein "Fett" ausgetrocknet" ist. Dann war es das falsche Fett am falschen Ort.
            Ewig hält das Ganze dann natürlich nicht, auch wenn es optimal gewählt ist, weil das System lebt und sich verbraucht, wie oben beschrieben.

            Daher wird man bei einem geschmierten System nicht um Kontrolle, Wartung, Tausch herum kommen.
            Was halt etwas Pflege und Arbeit bedeutet. Wie im "echten" Leben bei Autos, Industrieanlagen etc.

            Bei geschlossenen Getrieben hat man lange Ruhe.
            Bei offenen Getrieben wie zum Beispiel im Heckrotorgehäuse kommt immer mal Staub, Dreck etc rein. Hier Bedarfs es dann auch mal einer Reinigung und Neuaufbringung von Schmierstoff. Da die Belastung hier nicht allzu groß ist nehm ich da bei meinen Helis ein Fett aus der KFZ-Produktion welches für Kunststoff-Kunststoff, Kunststoff-Metall, und Buntmetallen geeignet ist. Zudem ist es ein Haptikfett was einangenehmes Laufgeräusch als Nebeneffekt hat.
            Beim Drucklager im Rotorkopf kommt ein hochdruckfestes und gut haftendes Schmierfett zum Einsatz. Im geschlossenen Getriebe meiner Vario EC135 mit Skyfox-Mechanik kommt ein Getriebefett aus dem Windkraftsektor zum Einsatz.
            Bei der EC135 ist ein Bowdenzug zur Heckanlenkung verbaut. Da wollte ich eigentlich das Haptikfett einsetzen weil das auch für Bowdenzüge, Schiebedächer, Sitzverstellungen geeignet ist. Ein Anwendungstechniker riet mir hier aber zu einem quasi Feststoffschmiermittel. Einem PTFE-Gleitlackspray. Weil das Wartungsfreier ist. Bei diesen PTFE Sprüh Schmierstoffen muss man aber höllisch aufpassen, dass man nicht zuviel aufträgt. Denn zuviel kehrt das Ganze um in Hemmung. Dann muss man das ganze mit Bremsenreiniger abwischen und neu auftragen. Am besten man sprüht es in ein fusselfreies Tuch und reibt die Stange damit ein und macht nur einen dünnen Film drauf.

            Im übrigen sollte man das überall machen, also nie zuviel auftragen. Ausnahme sind da geschlossene Systeme.
            In Lager sollte man keine Fette mit Festschmierstoff (Graphit oder ähnlich) einbringen, es sei denn sie sind aufgrund ihres Aufbaus oder Vorschrift dafür einsetzbar.

            An der Taumelscheibe und Rotorwelle kommt bei mir ein harzfreies Feinmechaniköl zum Einsatz. Leicht und dünn aufgetragen. Ein Nähmaschinenöl passt hier auch gut.

            Zur Konservierung von Metallflächen nehm ich ein Weissöl oder Waffenöl (kein Ballistol) und verteil es dünn mit einen Tuch.

            In Regelmäßigen Abständen wird der Heli dann in Bezug auf Schmierung/Säuberung kontrolliert.
            Ist vielleicht für manche zuviel, aber ich bin in der Schmierstoffwelt zu Hause und setze das halt bei meinem Hobby dann auch um.
            Das war jetzt etwas weit ausgeholt, aber ich wollte mal aufführen warum ich nicht auf Schmierung verzichte und nichts trocken laufen lasse.
            Baubericht: BK-117 B2, DRF D-HTTT

            Kommentar

            • Ulli600
              Senior Member
              • 02.07.2012
              • 4223
              • Ulrich
              • Hamburg

              #7
              AW: Schmierstoffe !?!?!

              ...oder Vaseline für die Kopfdämmung, Kugellagerfett für den Freilauf und einfach fliegen gehen.
              Mindestens haltbar bis: 17.04.2020

              Kommentar

              • sani
                Gelöscht
                • 05.06.2017
                • 135
                • Sandra

                #8
                AW: Schmierstoffe !?!?!

                Zitat von Marcopolo03 Beitrag anzeigen
                Erst jetzt beim Basteln am Heckrotor festgestellt dass die Welle total verklebt war und dadurch schwergängig. Geputzt und schon flutscht es wieder.
                Dann hast Du wohl DryFluid GearLube benutzt!

                LG

                Kommentar

                • sani
                  Gelöscht
                  • 05.06.2017
                  • 135
                  • Sandra

                  #9
                  AW: Schmierstoffe !?!?!

                  Für Wellen wird DryFluid Heli genommen!

                  LG

                  Kommentar

                  • der RC-Hubiflieger
                    Senior Member
                    • 29.01.2016
                    • 1282
                    • Manfred

                    #10
                    AW: Schmierstoffe !?!?!

                    Zitat von uboot Beitrag anzeigen
                    Dieses Faß haben vor Dir hier schon mehr Leute aufgemacht.
                    Statt hier wieder neu anzufangen, könntest Du, wenn Du Lust hast, auch die anderen threads nachlesen, da das Thema erschöpfend diskutiert wurde.
                    Manfred

                    Kommentar

                    • enied
                      Senior Member
                      • 17.06.2017
                      • 3076
                      • Eugen
                      • Tirol

                      #11
                      AW: Schmierstoffe !?!?!

                      Zitat von Marcopolo03 Beitrag anzeigen
                      Hallo zusammen.
                      Wer verwendet von euch Schmierstoffe bei den Helis. Soll heißen, wer schmiert die Wellen und Getriebe und vor allem mit was?
                      Es wurde vor einiger Zeit ein Sogenannter Trockengleitstoff (Dry) für Wellen und ein zweiter für Getriebe (Gear) empfohlen. Ich als Neuling damals natürlich sofort drauf abgefahren. Jetzt auch bei meinen Logos benutzt. Nach einiger Zeit fängt das Heck an zu pendeln. Gesucht und probiert und nicht auf das naheliegendste gekommen. Erst jetzt beim Basteln am Heckrotor festgestellt dass die Welle total verklebt war und dadurch schwergängig. Geputzt und schon flutscht es wieder.

                      Also? Schmieren oder nicht. Und wenn ja mit welchem Mittel?

                      Danke schon Mal.

                      Gruß Rudi
                      Hi,

                      Blattlagerwellen, Axiallager und Freilauf: Säurefreies Lagerfett
                      Hauptrotorwelle: 1 Tropfen Robbe Spezialöl für Metalllager bei Taumelscheibe
                      Heckrotorwelle: 1 Tropfen Robbe Spezialöl für Metalllager bei Heckschieber

                      VG

                      Kommentar

                      • Netzferatu
                        Senior Member
                        • 07.08.2017
                        • 2183
                        • Daniel
                        • Schleswig Holstein, MFG Heist

                        #12
                        AW: Schmierstoffe !?!?!

                        Ich habe mir gerade CLP Waffenöl für meine Wellen bestellt - mal sehen, wie das so ist. War mit einem bekannten Trockenschmierstoff nicht zufrieden. Das Zeug für Ritzel aus gleichem Hause finde ich dagegen sehr gut...
                        Angehängte Dateien

                        Kommentar

                        • phiphi
                          Senior Member
                          • 01.12.2009
                          • 3974
                          • Philipp
                          • Beromünster ( LU ) CH

                          #13
                          AW: Schmierstoffe !?!?!

                          Hallo

                          Coole Abhandlung mit viel KnowHow - Danke dir für die Infos.

                          Zitat von Paramedic_LU Beitrag anzeigen
                          Weissöl oder Waffenöl (kein Ballistol)
                          ßäh - Ballistol ist prakitsch reines Weissöl. Es wird in 100 Jahren nicht verharzen. Dies nur so am Rande. Und Nitroflieger wissen den hohen pH und die Kriechfähigkeit bei der Motorkonservierung zu schätzen.

                          Aber - jeder wie er will.

                          LG Phi

                          Ich wäre lieber am fliegen...

                          Kommentar

                          • Paramedic_LU
                            Senior Member
                            • 11.07.2007
                            • 1511
                            • Demian
                            • Airfield: MFSV Schallodenbach

                            #14
                            AW: Schmierstoffe !?!?!

                            Ballistol hat leider für mich nicht die richtige Viskosität, daher nehm ich ein anderes Weissöl mit einer etwas höheren Viskosität.
                            In Bezug auf Waffenöl ist es aber nur bedingt einsatzfähig. Ich bin selbst seit meinem 11.ten Jahr im Schützenverein. Gerade in den niederen Klassen, LP,LG,KK wird es hauptsächlich zum konservieren genutzt. Das reicht auch für die Zwecke. Richtig reinigen tut es im Vergleich zu einem echten Waffenöl mit namentlichen MIL und NATO Freigaben eher weniger. Auch ist es nicht Druckbeständig. Es ist halt auf Weissölbasis, und die Waffenöle sind ßle auf Esterbasis, was sie teurer macht. Aber sie halten eben auch viel höheren Anforderungen stand. An meine SIG P226 kommt daher kein Weissöl, sondern Waffenöl auf Esterbasis. Sie kriechen auch besser als Weissöle, wobei die Weissöle im Karosseriebereich auch gerne genutzt werden für Hohlräume (Besonders die 15er mit ihren 15,6 mm^2/s ). Hier mit dem teuren Waffenöl zu versiegeln wäre nicht kostendeckend.
                            Noch was zu den 15,6. Im technischen Bereich rechnet man bei der Viskosität immer mit dem Wert bei 40°C.

                            Für den Einsatz am Heli zum Korrosionsschutz ist es natürlich voll ok das Ballistol.Und wie Du schon erwähnt hast harzt es nicht. Meine "Abneigung" zum Ballistol ist der Viskoklasse geschuldet. Bei anderen Produkten gibts da halt mehrere, und nicht die eine Einheitsvisko.
                            Baubericht: BK-117 B2, DRF D-HTTT

                            Kommentar

                            • stern-fan
                              Senior Member
                              • 27.06.2012
                              • 3294
                              • Rolf
                              • Remseck (Kreis Ludwigsburg)

                              #15
                              AW: Schmierstoffe !?!?!

                              Moin Demian,

                              erstmal vielen Dank für Deinen superausführlichen und hochinteressanten Kommentar zu den Schmierstoffen!!!!

                              Meine Helis bekommen am Getriebe Dry Fluid (macht keine Fettsauerei, die abgeschleudert wird). Die Hauptrotorwelle und die Heckwelle bekommen einen kleinen Tropfen Nähmaschinen-ßl.
                              Die Drucklager werden mit zähem Hochdruck Vakuum-Laborfett behandelt.

                              Mit Ballistol wird nur das extrem mattschwarz eloxierte Heckrohr von meines Zenyts eingerieben. Ich mag den üblen Ballistol-Geruch aber überhaupt nicht.

                              Hab auch eine P226 und meine Frau eine 2011er :-)
                              Die bekommen seit Neuestem das XCU Ceraflon ßl, was mir vom BüMa sehr empfohlen wurde.
                              Was hälst Du prinzipiell von ßlen mit Keramikzusätzen?
                              Die Ostermeyer ßle und Fette finde ich auch sehr gut, wenn auch alles andere als kostengünstig.
                              Teflon-Schmierstoffe vermeide ich wegen den Zersetzungsprodukten bei großer Wärme.


                              Viele Grüße
                              Rolf
                              Zuletzt geändert von stern-fan; 24.10.2020, 09:05.
                              [FONT="Impact"][FONT="Arial Black"]Was bist Du? Macher oder Kritiker?[/FONT][/FONT]

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X