Ich würde ja gerne die Preispolitik ändern, aber wenn ich die Preise, welche die Hersteller mir anbieten sehe und dazu die Betriebskosten wie Pacht für den Laden, Strom, Lohn und Lohnnebenkosten usw. rechne geht das nicht günstiger und wenn die Kunden dann denken ich könne die Differenz aus eigener Tasche hinlegen finde ich das ganz schön anmaßend. Wie schon gesagt, der kleine wird zur Schlachtbank gezerrt. Wo soll das denn noch hinführen *
Ich betreibe den Handel halt nur nebenberuflich und werde dafür zweimal vom Staat abgemolken und glaubt mir, es ist nicht so einfach, nach 8 Stunden Maloche auf dem Bau auch noch für ca. 4 Stunden einen Laden zu organisieren plus die Zeit die ich dann spät Abends noch opfere, weil ich bestellen muß und die Buchführung will auch erledigt werden. Da wird so ein Tag von morgens um 6.00 Uhr bis abends 24.00 Uhr ganz schön lang.
Und warum geht das System eigentlich den Bach runter * Ist doch wohl klar, die Kaufkraft (die eh schon schwach ist) geht ins Web und der hier ansäßige Laden geht Pleite. Also gehen Arbeitsplätze verloren und die Kaufkraft schwindet weiter, das ist doch das gleiche wie in der Industrie nur gehen die nicht ins Web sondern ins Ausland und fertigen dort zu Billiglöhnen. Punkt um geht unsere Wirtschaft unter und das im kleinen genau wie im großen, na ich sag nur gute Nacht Deutschland, der letzte macht das Licht aus.
Jeder Kunde, egal was er braucht, sollte sich mal in die Lage des Händlers versetzen und gerade diesen Ansatz vermisse ich bisher gänzlich in diese Disskusion. Es wäre ja auch nicht schlecht wenn sich hier noch andere Händler mit einklinken würden, sind doch genug hier im Forum unterwegs.

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