Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

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  • Aufsteiger
    Member
    • 30.04.2013
    • 143
    • Raphael
    • Ernsthofen

    #1

    Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

    Hallo liebe Heligemeinde,
    das Drehmoment vom Hauptrotor gleicht ja bekanntlich der Heckrotor aus. Das Heckrotor-Drehmoment wird jedoch nicht ausgeglichen. Ist das so klein das es nicht relevant ist? Oder ist vor mir noch niemand auf diese Idee gekommen (was ich ja eher bezweifle).
    Zuerst dachte ich ja das das Heckrotormoment wiederum vom Hauptrotor aufgehoben wird, da der idealerweise aber genau im SP liegt wirds damit aber nichts da er so ja kein Drehmoment um den SP erzeugen kann.
    Zur Lösung dieses Problems müsste man je nach Heckrotordrehrichtung den SP etwas vor oder zurücksetzten so dass es dann im Flug genau stimmt.
    Die angehängte Skizze habe ich mich aufgrund ihrer Qualität fast nicht reinstellen getraut, sie war eingentlich nur für mich gedacht damit ich mir das ganze etwas besser vorstellen kann. Die schwarzen Pfeile sollen die Drehrichtung der Rotoren darstellen, die roten die Kräfte und Momente.

    Edit: Wobei, wenn man den SP ändert, erzeugt der Hauprotor doch wieder ein Drehmoment. Heija ist das kompliziert, ich glaub ich denk morgen weiter
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Aufsteiger; 11.09.2013, 21:47.
    mfg Raphael

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, höchstens ein Heli.
  • beetlejuice
    Senior Member
    • 18.02.2004
    • 1386
    • Günter
    • Weiz-Graz-Zeltweg

    #2
    AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

    Ich denke, dass das Drehmoment des HeRo in der HeRo-Welle angreift und nicht im Schwerpunkt. Damit wird es über den Hebel vom HptRotor ausgeglichen.

    Dürfte aber eher eine "akademische" Betrachtung sein...ich habe diesbezüglich fliegerisch keine Unterschiede zwischen unterschiedlichen HeRo-Drehrichtungen gespürt

    Günter
    Erwin 5, Birdy DS, Su-35, Mig21
    1:4 Jet Ranger, Heli Baby NT, Agusta A109
    Jeti DS24

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    • DerMitDenZweiLinkenHänden
      RC-Heli TEAM
      • 09.12.2004
      • 12087
      • Kurt
      • Hinterbrühl/Wien

      #3
      AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

      Schön, dass es noch Leute gibt die so zeichnen können wie ich

      Das Drehmoment des Heckrotors entsteht wie oben schon erwähnt in der Achse der Heckrotorwelle. Je nach Drehrichtung Wird also der Heli vorne angehoben oder nach unten gedrückt.
      In beiden Fällen wird das vom Hauptrotor kompensiert.

      Kurt
      Bauberichte und viele Fotos auf meiner Homepage - siehe dazu im Profil

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      • Aufsteiger
        Member
        • 30.04.2013
        • 143
        • Raphael
        • Ernsthofen

        #4
        AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

        Zitat von beetlejuice Beitrag anzeigen
        Ich denke, dass das Drehmoment des HeRo in der HeRo-Welle angreift und nicht im Schwerpunkt. Damit wird es über den Hebel vom HptRotor ausgeglichen.

        Dürfte aber eher eine "akademische" Betrachtung sein...ich habe diesbezüglich fliegerisch keine Unterschiede zwischen unterschiedlichen HeRo-Drehrichtungen gespürt Günter
        Ja, ich denke selbst auch dass das eine rein theoretische Frage ist. Aber ich mag solche Gedankenspielereien eben...

        Heute kommt mir aber irgendwie schon alles durcheinander, ich denk da lieber wirklcih morgen weiter
        mfg Raphael

        Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, höchstens ein Heli.

        Kommentar

        • Heli2Fly
          Heli2Fly

          #5
          AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

          Hallo Raphael,
          ja, du hast recht: auch der Heckrotor erzeugt ein Gegendrehmoment und zwar um die Querachse des Helis. In deinem Beispiel wird also die Helinase nach unten gedrückt.
          Natürlich ist das Drehmoment des Heckrotors deutlich kleiner als das des Hauptrotors.
          Es kann durch geringfügige Nicksteuerung (in diesem Fall Nick ziehen) kompensiert werden. Dies passiert automatisch beim Austrimmen im Schwebeflug und beim Aussteuern beim Rundflug oder 3D und wird daher gar nicht vom Piloten bewusst bemerkt. Auch das seitliche Versetzen des Helis durch die Blasrichtung des Heckrotors wird ja beim AufderStelleSchweben durch Roll in Gegenrichtung (fast unmerklich) kompensiert.

          Ach ja: ein freundliches hallo an alle Forummitglieder und -Leser, da ich mich mit diesem Beitrag nach längerer Abistinenz wieder hier zurückmelde.

          Gruß
          Bernd

          Kommentar

          • Aufsteiger
            Member
            • 30.04.2013
            • 143
            • Raphael
            • Ernsthofen

            #6
            AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

            Zitat von DerMitDenZweiLinkenHänden Beitrag anzeigen
            Das Drehmoment des Heckrotors entsteht wie oben schon erwähnt in der Achse der Heckrotorwelle. Je nach Drehrichtung Wird also der Heli vorne angehoben oder nach unten gedrückt.
            In beiden Fällen wird das vom Hauptrotor kompensiert.
            Tja, scheint so als habe ich mich wirklich "verdacht". Ich hätts eh kaum glauben können dass ich hier auf was draufkomme was wichtig/richtig wäre, sonst hätt ich schonmal davon gehört.

            Zitat von DerMitDenZweiLinkenHänden Beitrag anzeigen
            Schön, dass es noch Leute gibt die so zeichnen können wie ich
            Was willst den damit schon wieder sagen

            Zitat von Heli2Fly Beitrag anzeigen
            Hallo Raphael,
            ja, du hast recht: auch der Heckrotor erzeugt ein Gegendrehmoment und zwar um die Querachse des Helis. In deinem Beispiel wird also die Helinase nach unten gedrückt.
            Natürlich ist das Drehmoment des Heckrotors deutlich kleiner als das des Hauptrotors.
            Es kann durch geringfügige Nicksteuerung (in diesem Fall Nick ziehen) kompensiert werden. Dies passiert automatisch beim Austrimmen im Schwebeflug und beim Aussteuern beim Rundflug oder 3D und wird daher gar nicht vom Piloten bewusst bemerkt. Auch das seitliche Versetzen des Helis durch die Blasrichtung des Heckrotors wird ja beim AufderStelleSchweben durch Roll in Gegenrichtung (fast unmerklich) kompensiert.
            Hat mein Denkansatz also doch noch was wahres an sich?

            Zitat von Aufsteiger Beitrag anzeigen
            Heute kommt mir aber irgendwie schon alles durcheinander, ich denk da lieber wirklcih morgen weiter
            Vielleicht sollte ich meinen eigenen Rat befolgen, war schließlich ein anstrengender Tag heute (der erste richtige Schultag nach den Ferien, da muss ich erst wieder in Schwung kommen(ihr Deutschen habt kürzere Sommerferien, oder?))


            Edit: Wie ich grad seh ist das mein hundertster Beitrag
            Zuletzt geändert von Aufsteiger; 11.09.2013, 22:21.
            mfg Raphael

            Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, höchstens ein Heli.

            Kommentar

            • Heli2Fly
              Heli2Fly

              #7
              AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

              Hallo Raphael,
              dein Denkansatz ist ok, was die Existenz des vom Heckrotor erzeugten Drehmoments angeht. Lediglich dein Schluss, dass der Hauptrotor kein Drehmoment um eine Achse durch den Schwerpunkt ausüben kann ist falsch, denn mittels Nicksteuerung kannst du einen ßberschlag steuern oder durch Rollsteuerung eine Rolle.
              Deine Skizze war übrigens gut und verständlich gezeichnet, was mein Vorredner mMn ebenfalls so gesehen hat.

              Gruß
              Bernd

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              • Diablol
                Senior Member
                • 03.11.2011
                • 4430
                • Mathias
                • Aalen & Iffezheim

                #8
                AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

                Zitat von Heli2Fly Beitrag anzeigen
                ja, du hast recht: auch der Heckrotor erzeugt ein Gegendrehmoment und zwar um die Querachse des Helis. In deinem Beispiel wird also die Helinase nach unten gedrückt.
                Wenn dann um die Achse des Heros.

                Wobei ich mir nicht ganz sicher bin wo das Drehmoment wirklich wirkt. Denn der Riemen oder Welle überträgt ja auch die Kraft. Damit wirken auch Momente auf die Abtriebsräder usw. ..
                Komme aber grad absolut nicht auf eine sinnvolle Lösung, vllt ists auch ganz einfach.

                Sicher ist jedenfalls mein Brain muss erst mal schlafen..
                "Because I was Inverted" - Maverick -

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                • Heli2Fly
                  Heli2Fly

                  #9
                  AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

                  Hallo Diablol, stimmt, um die Achse des Heckrotors, die parallel zur Querachse des Heli verläuft. Somit muss ich mich korrigieren: man benötigt ein wenig positive Pitch (statt Nick) zum Ausgleich des Drehmoments.

                  Gruß

                  Kommentar

                  • Husi
                    Member
                    • 11.01.2007
                    • 117
                    • Mirko
                    • Darmstadt

                    #10
                    AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

                    Moin moin,

                    ihr dürft Drehmomente nicht mit Kräften bzw. Hebelarmen in einen Topf werfen.
                    Es wird durch den Heckrotor ein Drehmoment geweckt, das ausgeglichen werden sollte, sonst dreht sich der Heli um die Querachse (wo auch immer diese, bei jenem sein mag -> Stichwort Systemschwerpunkt UND Gemeinheiten aus den rotierenden Massen - genannt Rotorblättern).

                    ßber eine Biegung im Heckrohr wird dieses Drehmoment im / am kompletten Heli "spürbar" bzw. kann durch ein entgegengerichtetes Drehmoment kompensiert werden. Das nötige Gegendrehmoment könnte durch einen gleichartigen entgegengesetzt laufenden zweiten "Heck-" Rotor erzeugt werden. Oder wahlweise durch eine von außerhalb erzeugte Kraft mit einem Hebelarm um die resultierende Heli Querachse. z.B. könnte das ein Nickausschlag sein. Ein Pitchausschlag nur dann, wenn die resultierende "Pitch-" Kraft einen Hebelarm zur Heli Querachse hat und in der Multiplikation (mit dem Hebelarm) das notwendige Heckrotordrehmoment aufbringen kann.

                    Ich glaube, ich sollte auch erst einmal schlafen gehen, bevor die Sätze noch Bandwurmartiger werden.

                    Viele Grüße
                    Mirko

                    Kommentar

                    • king kong
                      king kong

                      #11
                      AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

                      Und wenn die Längsachse des Heckrotors nicht genau in der Längsachse des (restlichen) Helis liegt, gibts dadurch auch noch ein Drehmoment um die Längsachse.

                      Kommentar

                      • Heli2Fly
                        Heli2Fly

                        #12
                        AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

                        Hallo Husil,
                        nun geraten wir in eine recht akademische Diskussion über Technische Mechanik.
                        Ich fürchte aber, dass dies die anderen Leser recht schnell langweilen könnte, daher ein einfacher Vergleich mit dem Hauptrotor.
                        Dieser erzeugt ein gleichgroßes Gegendrehmoment, welches auf den Helirumpf wirkt. Die Drehmomentachse ist die Hauptrotorachse. Das sieht jeder leicht ein.
                        Analog verhält es sich am Heckrotor. Dieser erzeugt ein gleichgroßes Gegendrehmoment auf den Rumpf (Heckausleger) um die Heckrotorachse. Zur Kompensation muss nun eine Kraft in Richtung der Hochachse des Helis (also z. B der Hauptrotorachse) angreifen. Diese Kraft mal ihrem Hebelarm (also senkrechter Abstand zwischen Krafteinleitungspunkt und Heckrotorachse) bildet ein Drehmoment, welches genauso groß aber entgegengesetzt gerichtet sein muss, um das Heckrotordrehmoment aufheben zu können.
                        Idealerweise (weil der einfach vorstellbare Fall) ist dies eine Kraft, die der Hauptrotor über Pitch erzeugt, weil nur diese Kraft genau senkrecht zum Hebelarm (Heckausleger) wirkt. Eine durch Nicksteuerung erzeugte Kraft geht natürlich auch, denn auch diese erzeugt ein Drehmoment um die Heckrotorachse. Ebenso ist eine Kombination von beiden Steuergrößen (Pitch und Nick) denkbar. Die sind halt nicht senkrecht zum Heckrohr, können aber in eine senkrechte und parallele Komponente zum Heckrohr aufgespalten werden.
                        Ich hoffe, dass ich das einigermaßen verständlich erklärt habe, jedenfalls habe ich´s versucht.

                        Gruß

                        Kommentar

                        • Thomas L.
                          Senior Member
                          • 14.02.2013
                          • 2890
                          • Thomas

                          #13
                          AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

                          Hallo zusammen,
                          vielleicht auch so: Das Drehmoment des Heckrotors will den Hauptrotor (Kreisel) um die Querachse nach vorne kippen, doch der Hauptrotor wehrt sich dagegen und kippt beim Rechtsdreher nach rechts und beim Linksdreher nach links, allerdings nur ganz minimal, dem Drehmoment des Heckrotors entsprechend.?

                          Güßle Thomas

                          Kommentar

                          • kloÃ?
                            Member
                            • 15.05.2012
                            • 683
                            • Horst
                            • Fliegerklub Flugzeugwerft Dresden e.V.

                            #14
                            AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

                            Moin,

                            Mirko hat eigentlich schon alles Nötige zur Wirkung des Drehmoments gesagt. An welchem Punkt eines Körpers ein Drehmoment angreift ist für das Gesamtsystem (die äußeren Kräfte) völlig belanglos. Das Heckrotordrehmoment wirkt genau so in der Heckrotorachse wie in der Spitze der Haube oder von mir aus auch dem Ende des rechten Kufenbügels (natürlich immer um die Querachse des Modells).

                            Ausgeglichen werden muss dieses Drehmoment auch, sonst fängt der Heli an leicht zu driften. Eine Schwerpunktverschiebung (wie eingangs angedacht) wäre aber der denkbar schlechteste Weg das zu tun. Bei einem rechtsdrehenden Hauptrotor sitzt der Heckrotor normalerweise auf der rechten Seite des Helis und dreht sich (bei Draufsicht auf die rechte Seite des Helis) gegen den Uhrzeigersinn, dreht das Modell also auf "Nick nach vorn" (im Uhrzeigersinn). Das müsste man jetzt durch einen nach hinten verlagerten Schwerpunkt ausgleichen. Sobald man jetzt aber in den Rückenflug übergeht, wirkt der verschobene Schwerpunkt genau in die falsche Richtung, weil die Gravitation die Masse immer noch nach unten zieht, das Drehmoment des Heckrotors aber immer noch in die gleiche Richtung zeigt. Im "helifesten" Koordinatensystem hat das Drehmoment durch die Schwerpunktverschiebung also die Richtung gewechselt, das Heckrotordrehmoment hingegen nicht. Der langen Rede kurzer Sinn: Im Rückenflug würden sich beide Effekte addieren und der Heli dreht noch mehr raus. Eine sinnvolle Korrektur des Heckrotordrehmoments ist also nur duch ein anderes Drehmoment möglich, welches lageunabhängig am Heli angreift und da kommt eigentlich nur die Nicksteuerung infrage. Am einfachsten geht das durch eine minimale Schiefstellung der Taumelscheibe nach hinten --> keine TS-Lehre verwenden sondern nach Augenmaß einstellen und den Rest erfliegen.

                            Grüße, Hagen
                            Der Modellflug ist der Amboss, auf dem die Speerspitze der Evolution geschmiedet wird

                            Kommentar

                            • Heli2Fly
                              Heli2Fly

                              #15
                              AW: Heckrotordrehmoment in Schwerpunkt miteinrechnen?

                              Hallo zusammen,
                              ich muss ehrlich zugeben, dass ich bisher das Hero-Drehmoment noch nie bei der Heli-Einstellung berücksichtigt habe. Negative Auswirkungen beim Fliegen habe ich nicht bemerkt - wahrscheinlich weil der Einfluss relativ gering ist und weil man ihn automatisch aussteuert.
                              Auch steht in keiner mir bekannten Heli-Anleitung, dass man dieses Moment berücksichtigen soll.
                              Außerdem ist das Hero-Drehmoment ja nicht konstant, sondern von der Hero-Pitch abhängig.
                              Daher meine Fragen:
                              1. Macht es daher überhaupt Sinn, es durch Nick zu berücksichtigen?
                              2. Wie macht sich eine Nichtberücksichtigung im Flug bemerkbar?

                              Gruß

                              Kommentar

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