Hey Jungs, cool down. Wäre echt schade, wenn zwei Koryphäen wie ihr dieses interessante Thema uns anderen durch PNs vorenthalten würdet, bloss weil ihr immer abwechselnd empfindlich sein müsst.
In einem Disput muss es unterschiedliche Meinungen geben, sonst wärs keiner. Also macht bitte weiter, sachlich!
Ich finde es auch sehr interessant!!
Obwohl ich auch keinen wesentlichen Unterschied mit dem Modellheli auf dem Kopf bemerke, dachte ich bisher trotzdem immer, dass die Lage des SP dabei nachteiliger wäre als in Normalfluglage. Weiter machen, meinetwegen auch fetzen, aber im Sinne eines wissenschaftlichen Disputs.
Schade, dass man im Forum kein Bier miteinander trinken oder Eis miteinander essen kann.
Da wäre die Diskussion sicher schon im Keim "entschärft" worden.
...entspannt Euch, ist nur Hobby und das soll doch eigentlich Spaß machen...
Hab nochmal drüber nachgedacht
und glaube ich weiß jetzt warum ein Heli mit Schlaggelenken kein Rückflug machen kann, einer mit einem starren Rotorkopf allerdings schon (Siehe Bild).
Beim hubi mit Schlagg. bleibt die Rotorebene aufgrund der gyroskopischen kräfte in der Ebene.
Alle weiteren Erläuterungen sind auf der (nicht maßstabsgetreuen) Skizze zu sehen.
Gruß
Marvin
ßbrigens, ein Heli mit starrem Rotorkopf erzeugt die Steuermomente durch ein asymetrische Auftriebsverteilung(s. Bild).
Einer mit SG hingegen, erzeugt sie durch neigen der Rotorebene (vgl. erstes Bild)
Sobald die Rotorebene des Hubis geneigt ist, "rutscht" dieser ja entlang der schiefen Ebene.
Wenn der Höhenverlust mittels Pitch ausgesteuert wird, so beschleunigt der Heli umso schneller zur Seite.
Ich vermute, dass diese Beschleunigung (egal ob Rücken oder nicht) genau so groß ist, dass der Heli sich im Normalflug nicht wieder in die Waage legt bzw. beim Rückenflug nicht umkippt - sondern genau die Neigung so beibehält.
Wenn Du mir das jetzt beweisen kannst, dann will ich ein Kind von Dir
Marvin und ich haben sich ja nie gestritten, warum also ein Bier trinken, wenn ich noch Fliegen gehen will. Ich war gestern 10 Stunden auf Möbelsuche und heute habe ich alles bekommen... wie gesagt, irgendwann werde ich halt auch empfindlich
Aber nun ist ja alles geklärt... ... alles wieder gut.
Ich habe mich während meines Studiums vor 1 1/2 Jahren auch mit Hubschraubern beschäftigt und mir dazu die "Flugmechanik der Hubschrauber" von Walter Bittner gekauft. Ich gebe zu, dass ich es nicht ganz durchgelesen habe, da ich mir für die ganzen DGLs Zeit nehmen wollte. Deswegen bin ich um so aufmerksamer, wenn es mir jemand anderes kurz und knapp erklärt.
In dem Teil den ich gelesen habe, hatte ich es so verstanden, dass die Schlaggelenke bei der Bo 105 als Festkörpergelenke in die Blätter integriert sind. Meiner Meinung nach, sind die Gelenke (Schlag- und Schwenkgelenke) ja so konzipiert, die Bewegungen zu ermöglichen und eben zu dämpfen. Hat die Bo nun einen tatsählich gelenklosen Rotorkopf oder eben Rotorblätter mit Festkörpergelenken?
Dabei schreibt er auch, dass bei Hubschraubern mit gelenkigem Rotorkopf die Phasenverschiebung von 90° auftritt. Bei anderen nicht, da sie keine Schwenkgelenke haben?
So, das ist mein Wissenstand und ich bin immernoch bereit, den zu erweitern... Wenn du mir das kurz erklären könntest, wäre ich nicht nur klüger sondern auch dankbar
Hi,
das Buch hatte ich auch mal kurz ausgeliehen...
Das ist meines Wissen nach alles korrekt. Phasen Versiebung von 90° hat man nur wenn keine Momente über die Blatthalter übertragen werden.
Sobald das nicht der Fall ist (starrer RK) überlagert sich die resultierende Bewegung die eigentlich aufgrund des äußeren Moments enstehen würde mit der die ausreinen gyroskopischen Effekten resultiert. In der Summe hat man dann nicht mehr 90°
Meine Vermuntung bzgl. RC Helis, die ja einen starren RK haben, aber trotzdem mit einer Phasen verschiebung von 90° gesteuert werden, ist, dass aufgrund der hohen Drehzahlen der gyroskopische Effekt überwiegt.
Dies wird dadurch bestätig, das kleine Koax Helis mit wenig Masse im Rotor keine 90° Phasenverschiebung haben.
Bo105:
Echte Helis kommen nicht ganz ohne Schlaggelenke aus, da die GIGANTOMANISCHEN Kräfte am Rotor sonst die Blätter abreißen würden. Die Bo hat also sehr elastische Rotorblätter, die quasi ein Schlaggelenk darstellen. Aber es werden trotzdem noch Biegemomente an den Rotorkopf übtragen, wodurch die Bo ihre Wendigkeit erlangt.
MfG
Marvin
Dabei schreibt er auch, dass bei Hubschraubern mit gelenkigem Rotorkopf die Phasenverschiebung von 90° auftritt. Bei anderen nicht, da sie keine Schwenkgelenke haben?
Schwenkgelenke sind die, die auch ein RC heli hat, die kopensieren bei nem echten Heli den ansteigenden Widerstand bei zyklischen Eingaben, sind aber für die Dynamik des gesamten Systems weniger kritisch als Schlaggelenke, welche eine vertikale Bewegung der RB´s ermöglichen.
Ja, die Bo105 hat keinerlei Gelenke, die zu kompensierenden Kräfte werden durch die Elastizität der GfK-Blätter aufgenommen. Zumal ist die Nabe aus einem Stück gefertigt (Titan). Es gibt noch zusätzlich diese "lustigen" Schwingungsdämpfer auf den Blättern, kurz vor der Blattwurzel. Das ist dann der Grund, warum damit Loopings, ßberschläge, Rollen geflogen werden können: Der Rotor kann mehr Steuermomente auf den Kopf übertragen.
Die max. mögliche negative Blattanstellung reicht auf keinen Fall, ein Durchsacken in inverser Lage zu verhindern. Soweit ich weiß, hat sich MBB damals auch distanzierend zu den ersten "3D" Stunts geäußert. Die Flexibilität der Blätter ist zu hoch für solche Späße. Es gibt sicher noch andere Gründe, die mir nicht bekannt sind.
Hallo
Wenn ich das hier jetzt richtig verstanden hab, wird bei der Bo105 der Rotorkopf
geschwenkt. In dem besagten Film steht die Bo mehrere Sekunden ca 80° (Nase zum
Boden) knapp über Grund ohne sich nennenswert zu bewegen (Abgleiten oder so).
Wie ist denn sowas zu erklären oder liegt das an der Trägheit eines solchen
"Riesenmodells"?
Hallo
Wenn ich das hier jetzt richtig verstanden hab, wird bei der Bo105 der Rotorkopf
geschwenkt.
Ich verstehe nicht was du damit meinst. Die Rotorebene (oder auch Blattspitzenebene) neigt sich bei zyklischen Steuereingaben auch bei der Bo aufgrund der elastischen Blätter, aber nicht so stark wie bei nem Heli mit Schlgg.
In dem besagten Film steht die Bo mehrere Sekunden ca 80° (Nase zum
Boden) knapp über Grund ohne sich nennenswert zu bewegen (Abgleiten oder so).
Wie ist denn sowas zu erklären oder liegt das an der Trägheit eines solchen
"Riesenmodells"?
Das muss ein optischer Effekt sein, da man vielleicht keine Bezugspunkte hat.
Die Erdbeschleunigung wirkt auf alle Körper gleichermaßen (Bsp.:Feder und Stein im Vakuum!).
Wenn ich das hier jetzt richtig verstanden hab, wird bei der Bo105 der Rotorkopf
geschwenkt.
Nein, eben nicht, abgesehen davon, dass, mit oder ohne Schlag- und Schwenkgelenke, stets die Blatthalter zyklisch angelenkt werden.
(Jedenfalls kann ich mir gerade nicht vorstellen, dass nur die Nabe angelenkt wird... ??)
Mit Schlaggelenken kippt quasi die gesamte Rotorebene in Folge. In einem Untersuchungsbericht der BFU zu einem R44-Unfall heisst es an einer Stelle:
Jedes der beiden Hauptrotorblätter ist über ein eigenes
Schlaggelenk (20) (flapping hinge) mit einem Anschlag (24) (droop stop) bei -1°
an der Nabe angeschlossen. Die Nabe ist ihrerseits über ein Wippgelenk (19)
(teeter hinge) mit Puffern (25) (teeter stop) bei +/- 7,4° mit dem Antriebswellenkopf
(23) verbunden. Dies ermöglicht eine zwanglose Ausrichtung der Blätter
durch Auftrieb und Fliehkraft (cone angle) und eine Neigung der Rotorkreisebene
durch Steuereingaben für Manöver innerhalb der genannten Grenzen. Bei
anderer Sichtweise hinge der Rumpf frei von Momenten wie ein Pendel am Rotor.
Das trifft es. Nicht nur die Blätter sind beweglich in ihren Gelenken, mit Anschlägen begrenzt, auch der gesamte Kopf mit Blatthaltern ist es. Die Rotorebene kippt relativ zur Zelle.
Bei der BO105 ist das NICHT so. Wie bei unseren Modellen ist der Winkel zw. Rotorebene und Zelle im Prinzip fix 90 Grad.
Bei unseren Modellen gibt es noch einen gewissen Kippwinkel der Blattlagerwelle in ihren Dämpfungen, der für 3D gerne gegen Null modifiziert wird.
Für unsere Modelle wie für die BO105 und, noch krasser, den Eurocopter Tiger, gilt: Die Momente von der Rotorebene auf die Zelle sind entsprechend hoch, ergo hohe Roll- und Nickraten.
Im Bild der Kopf des Robinson R44. Zugegeben, ein primitiver Leichthubschrauber.
Nein, eben nicht, abgesehen davon, dass, mit oder ohne Schlag- und Schwenkgelenke, stets die Blatthalter zyklisch angelenkt werden.
(Jedenfalls kann ich mir gerade nicht vorstellen, dass nur die Nabe angelenkt wird... ??)
Mit Schlaggelenken kippt quasi die gesamte Rotorebene in Folge. In einem Untersuchungsbericht der BFU zu einem R44-Unfall heisst es an einer Stelle:
Das trifft es. Nicht nur die Blätter sind beweglich in ihren Gelenken, mit Anschlägen begrenzt, auch der gesamte Kopf mit Blatthaltern ist es. Die Rotorebene kippt relativ zur Zelle.
Bei der BO105 ist das NICHT so. Wie bei unseren Modellen ist der Winkel zw. Rotorebene und Zelle im Prinzip fix 90 Grad.
Bei unseren Modellen gibt es noch einen gewissen Kippwinkel der Blattlagerwelle in ihren Dämpfungen, der für 3D gerne gegen Null modifiziert wird.
Für unsere Modelle wie für die BO105 und, noch krasser, den Eurocopter Tiger, gilt: Die Momente von der Rotorebene auf die Zelle sind entsprechend hoch, ergo hohe Roll- und Nickraten.
Im Bild der Kopf des Robinson R44. Zugegeben, ein primitiver Leichthubschrauber.
Tom
Perfekt.... supi Erklärung!
Nu rkann man auf dem Bild nichts erkennen
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