ich fliege als FBL Heli bisher nur den MSR-X und bin von der Technik mehr als begeistert. Nun möchte ich gerne in der 500-600er Klasse FBL fliegen und möchte eigentlich nur bestätigt bekommen, dass: Vor dem Starten und nach dem Landen bis auf Pitch keine weitere "Knüppelbewegungen" stattfinden sollten!? Richtig?
Nein, das gilt nur für die initialisierungsphase des MB bzw. 3G Flybarsystemes. Nach ein paar Sekunden kann man auch im Stand alle Knüppel bewegen.
Imhof denke ich, dass alle Anfänger kaum einen Unterschued zw. Mit und ohne Flybarsystemes merken.
Ok, denn ich als gewohnter Paddelflieger habe keine lust auf einen Salto am Boden, nur weil ich dem FBL System eine gewisse Drehrate (z.Bsp. Roll) vorgebe und die Taumelscheibe dahin läuft wo ich eigentlich garnicht mehr hin wollte...
Ich habe immer wenn ich auf einer unebenen Wiese lande, und der Heli nicht gerade aufsetzt/steht, das Bedürfniss (oder besser gesagt die Angewohnheit) den Heli mit Hilfe von Roll und Nick "auszurichten". Könnte das fatale Folgen haben?
Ich habe immer wenn ich auf einer unebenen Wiese lande, und der Heli nicht gerade aufsetzt/steht, das Bedürfniss (oder besser gesagt die Angewohnheit) den Heli mit Hilfe von Roll und Nick "auszurichten". Könnte das fatale Folgen haben?
Hi Gemeinde,
ich bin zwar noch gaaaanz weit weg vom erfahrenen Flieger, habe aber mittlerweile auch einige Hundert Akkus mit unterschiedlichen Helis durch. Ich habe im Moment zwar nur einen FBL-Heli (mCPx), aber mit diesem ganz andere Erfahrungen gemacht. Mein Erstflug dauerte nur 5 Sekunden, dann kam der Einschlag und das Teil war noch nicht mal in der Luft .
Nach Start des Motors wollte ich die nicht gerade stehende TS (im Stillstand beim Preflight-Check war sie gerade!!) mit leichtem Roll gerade stellen, was auch grundsätzlich ging. Dann sachte (zu sachte wie ich heute weiß) Pitch rein und der Heli fängt an , leicht zu werden und zu rutschen. Dank meiner schön glatten Oberfläche (Laminat) und meines vorhergehenden Steuerbefehls rutschte er dann so (ohne Steuerbefehl) in die vorher bestimmte Richtung und erreichte dabei relativ schnell (zumindest schneller als ich damals reagieren konnte), den Türrahmen und das wars dann, Kugel von TS gebrochen und aus mit Fliegen.
Dann hab ich hierzu mal gelesen (im ersten mCPx-Thread) und was gelernt: Ich steuer VOR dem Start des Motors einmal ALLE Achsen voll durch und ich steuere bei laufendem Motor NUR Pitch, bis der Heli komplett in der Luft ist. Dazu hatte ich mir angewöhnt, den mCPx zügig in die Luft zu bringen (auf 80-100cm) und erst dann evtl. Ausgleichbewegungen zu steuern, heute (nach 150-200 Akkus mit dem mCPx) kann ich ihn auch ganz langsam starten und weiß was ich wann ausgleichen muss, die beschriebene Variante ist aber m.E. die sicherste am Anfang.
Bin den 250er mit 3G meines Kumpels mal geflogen, da hab ich es ähnlich gemacht und hatte keine Probleme.
Ich denke, ich könnte das auch physikalisch erklären (Stichwort: das Paddel gleicht die Bewegung der TS wieder in einen Neutralzustand aus, das FBL macht das nicht), aber das würde ein längerer Beitrag.
Da ich einen FBL 450er bauen möchte, habe ich mich auch ein wenig mit dem Thema beschäftigt. Bisher konnte niemand meine Bedenken ausräumen, ich vermute also, dass Bodenkontakt ein echtes Problem für die Systeme darstellt.
Das ist eigentlich auch logisch: Die Aufgabe des Systems ist, die gesteuerte Drehrate zu erreichen. Wird der Heli nun in Knüppelmittelstellung auf einer Achse gedreht steuert das System gegen, und zwar solange bis die ursprüngliche Position wieder erreicht ist. Wird eine Steuerbewegung vorgegeben muss das System solange in die gewünschte Richtung auslenken, bis die vom Piloten gewünschte Drehrate erreicht ist.
Steht der Heli nun am Boden und es wird eine Drehbewegung vom Piloten vorgegeben, wird das System versuchen die Drehrate zu erreichen. Das geht am Boden natürlich nicht. Für eine Regelung, die vom Bodenkontakt nichts weiss heisst das solange mehr Ausschlag auf die entsprechende Achse zu geben, bis die Drehrate erreicht ist. Das bedeutet es würde ein massiver Steuerausschlag des Systems auf die kleinste Steuerbewegung des Piloten erfolgen, die natürlich zum umkippen des Heli führt. Bei einer nicht perfekt neutralen Landung - z.B. wegen Seitenwind - sieht es ähnlich aus. Angenommen es wird bei der Landung keine Steuerbewegung durchgeführt, dann kippt der Heli selbst bei minimal schrägem aufsetzen auf das Landegestell. Für das System ist das eine Drehung, die ausgeglichen werden muss. Die Regelung steuert also den Heli in die alte Position. Da er inzwischen am Boden steht geht das nicht, die Regelung muss also mehr Ausschlag geben und der Heli kippt ebenfalls um.
Da ein solches System gerade bei der Landung nicht beherschbar wäre, müssen die Hersteller in die Systeme eine Krücke eingebaut haben, um das Verhalten zu entschärfen. Für eine Bodenerkennung fehlt die Sensorik und mit drei Drehratensensoren ist eine Bodenerkennung nicht zu machen. Ich frage mich also wie genau die Krücke aussieht?! Anhand des Verhaltens der FBL Piloten (schnell durchstarten, ja nicht am Boden zyklisch steuern, beim Landen sofort Gas weg) nehme ich an, dass diese Krücke bei weitem nicht so gut funktioniert, wie man sich das wünschen würde.
Ich kenne als FBL den MCPX. Wenn man am Boden aufpasst, kann man den schon kontrollieren. Er hat also wohl auch eine Krücke eingebaut. Das es keine Lösung ist merkt man spätesten bei böigem Wind. Dann muss man den Heli selbst beim herunterfahren der Drehzahl zyklisch korrigieren, damit er nicht beim Gas herunterfahren noch umkippt.
Das war jetzt schon ein großer Teil der physikalischen Erklärung. Ich glaube nur nicht, dass in der Elektronik dafür etwas vorgesehen ist. Halt mal den mCPX mit laufendem Motor fest (was bei dem Kleinen ja erst mal geht) und steuer dann mal eine zyklische Bewegung, dann merkst du die Reaktionen in der Hand, aber gut festhalten, die Kraft ist größer, als man denkt.
Ich stelle den Heli vor dem Abheben vorne auf die "Zehen", soweit bis die Haube im Gras ist. Und das mit FBL. Ich weiß nicht, woher die Gerüchte kommen, man dürfe beim Starten keinesfalls steuern.
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