Nö die kann man Einbauen wo man will.
Wo siehst du das Problem eine Maschine mit ßL zu betreiben? Die Langdreher auf der Arbeit laufen alle in ßl. Ist halt Sauerei, aber kein Problem.
Die Titanschrauben würden auch deutlich günstiger, wenn mehr Verbraucht würden.
Aber die meisten hier sind eh auf eine günstige Mechanik aus. Im Premiumsektor wird es dann schnell dünn.
In Deiner Garage? Klar! In der Industrie sieht's anders aus. Das schreibt Dir die Berufsgenossenschaft vor...Abnahme, Kontrolle, Zertifizierung, und Audit!
Wo siehst du das Problem eine Maschine mit ßL zu betreiben?
Kein Problem. Bei meinem Arbeitgeber haben wir auch Fräsen die mit ßl kühlen. Bei Stahl ist das wohl besser - Unsere Fräsen welche Aluteile fräsen laufen mit KSS.
Für die Maschinen mit ßlkühlung schreibt die BG eben eine Löschanlage mit Funkenerkennung vor. CO2 oder Halon. Die muss abgenommen, regelmäßig geprüft werden, (mit allem was das nach sich zieht..) und das will dann der Auditor des Auftraggebers beim Audit einsehen...
Als Instandhalter bekomme ich das nur so am Rande mit. Ob das allgemein so ist, oder nur in der Automobilindustrie, nur für "First Tier Supplier", oder ob es am Standort liegt - entzieht sich meiner Kenntnis. Für die Maschinen mit KSS wird nicht so ein Aufwand betrieben.
Tatsächlich kommen unsere Fräsen von SW GmbH, (alleine in den letzten 2 Jahren waren das 30 Maschinen BAW04 und BAW06) komplett mit KSS System von Knoll - oder mit ßlkühlung. Wenn ßl, dann auch mit Löschanlage.
Soweit meine Erfahrungen.
Die BG empfiehlt geeignete Löschmittel bzw. eine Intertisierung der Maschine. Was am besten ist, legt der Betreiber in einer Gefährdungsbeurteilung fest.
Halone sind übrigens seit 2004 fast alle verboten.
Des Weiteren haben Halone und CO2 den Nachteil (neben Erstickungsgefahr), das nach dem Auslösen die Maschine meist nicht mehr betrieben werden kann, da erst die Löschanlage wieder betriebsbereit sein muss, d.h. genug Ersatzgebinde zur Verfügung stehen müssen.
Deshalb empfiehlt sich eine HDWN Anlage (Hochdruckwassernebel), da Wasser unbegrenzt zur Verfügung steht.
Die Firma in der ich seit gut 10 Jahren arbeite ist einer von den wenigen Betrieben in Deutschland welche komplexe Dreh- und Frästeile aus Mg herstellen in Serie. Würde sagen von den Anteilen her ca. 40% Mg, 40% Alu und 20% Stahl, Edelstahl und ETG. Da ich von der Maschine über AV in techn. Vertrieb und auch jetzt im EK Erfahrungen sammeln konnte weiß ich z.B. das Mg sich super zerspanen lässt - natürlich nur mit ßl und nicht mit KSS - unsere teuren Maschinen z.B. Index G300 als auch CTX 1250 sind dafür mit einer Argon Löschanlage ausgerüstet worden welche sofort beim kleinsten Funken (auch Blitzlicht) auslöst. Wir bearbeiten aber auch auf unseren alten Index GU600/C sehr viel Mg dort steht immer Graugusspäne, Sand und vor allem geeignete Mg Feuerlöscher in Griffnähe. Wir haben auch einen Direktalarm zur Feuerwehr und die Bereiche in den Mg bearbeitet wird müssen natürlich gesondert gekennzeichnet werden und auch vom TßV abgenommen sein um nur mal grob ein paar Vorraussetztungen aufzuzeigen. Richtiges Magnesium so wie wir es zerpanen ist um ein vielfaches teurer als entsprechend stabiles Alu (z.B. EN AW 7075/ 2007) - mal ganz abgesehen von der Lieferzeit und den sehr raren Bezugsquellen. Wir verarbeiten Mg von der Stange als Vollmateriel und Rohr als auch Rohlinge bzw. Mg Schmiederohlinge um die geforderte Festigkeit zu erreichen. Bsp: Kilopreis für ß50 EN AW 2007 kostet zwischen 3- 5€/ kg bei Mg mit gleichen Abmaß liegt man da schon zwischen 20-24€/ kg momentan. Genau wie bei Alu gibt es auch bei Mg hochwertiges oder günstigeres...was sich direkt auf die Eigenschaften und den Preis auswirkt. Der unschlagbare Vorteil von Mg ist natürilich das geringere Gewicht bei etwa gleicher Festigkeit wie Alu. Allerdings kann man Magnesium nicht eloxieren wie z.B. EN AW 7075 (relativ günstig), sondern muss um hier einen echten Schutz vor Korrosion zu bekommen z.B. mit Magoxid ("Grundierung") und anschließend mit Glisscoat versehen werden (kostet richtig Geld) oder alternativ eben PCO beschichten was nur etwas teurer als eloxieren ist. Also für den Vorteil der Gewichtsersparnis muss man einen Menge mehr Geld in die Hand nehmen, aber rein technisch wäre ein Heli aus Mg auf jeden Fall machbar wenn auch nicht wirklich wirtschaftlich.
Brennendes ßl mit Wasser löschen? Nur rein interessehalber.
Was Du meinst ist ein Fettbrand. Solche Nengen liegen hier nicht vor.
Außerdem ist bei einer HDWN Anlage das Wasser fein zerstäubt und geht sofort in die Dampfphase über und entzieht somit dem System Energie.
Das H2O Molekül hat auch zwei Wasserstoffmoleküle. Aber warum sollte ich nun nicht mit Wasser löschen? Zuhause, die brennende Pfanne darf ich nicht mit Wasser löschen, weil dann alles umher spritzt. Aber in diesem Fall?
Scheiss auf de Wöd, wenn Wir eh boild den Mars bewohnen...od irgend oan ondan Planet!
Es ist ein Unterschied, ob Du mit einem Vollwasserstrahl irgendwo draufhälst, oder einen feinen Wassernebel hast, der nicht mal auf die Stelle auftrifft.
....sind dafür mit einer Argon Löschanlage ausgerüstet worden welche sofort beim kleinsten Funken (auch Blitzlicht) auslöst....
So ist's bei den Maschinen bei uns im Betrieb auch.
Was Du meinst ist ein Fettbrand. Solche Nengen liegen hier nicht vor.
Bei den Maschinen bei uns im Betrieb schon. Neben der Spindel treten 4 fingerdicke ßl-Strahlen aus. Das Werkzeug selbst hat noch eine Innenkühlung. Durch das rumspritzen bei der Bearbeitung ist der gesamte Bearbeitungsraum ölig. Und durch die Werkzeugwechsel auch alle Werkzeuge, die Magazinkette, usw...und da die Magazinkette beim Werkzeugwechsel dreht, ist auch der gesamte Magazinraum ölig. Neben der Maschine steht die Späneanlage, und der Behälter für das ßl, Filteranlage, usw. Das sind 6000 Liter ßl - das ist Potential.
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