Eigenkonstruktion: welche Untersetzungen/Grö�en?
Hi,
ich würde gerne einen eigenen Heli konstruieren. Ich denke mit 600ern wäre der ganz gut bestückt, um mal grob die Größe festzulegen.
Was brauch ich denn da für Untersetzungsverhältnisse? Und wie berechne ich das bei Zahnrädern (Radius oder Umfang, inklusive Zahnlänge oder nicht)?
Was meint ihr soll ich für einen Motor verwenden? Wie lang soll der Heckausleger sein?
AW: Eigenkonstruktion: welche Untersetzungen/Größen?
Hallo Max,
wie Klaus schon schrieb - wenn Du schon nach (einfachen) ßbersetzungen fragst, wieviel Ahnung hast Du dann von Taumelscheiben / Anlenkungsverhältnissen / Drehzahlen und Anstellwinkeln...
...ohne Dir zu Nahe zu treten, aber ein 60-er Eigenbau...da sind schon ganz schöne Kräfte am Werk und wir reden von einem Fluggerät, das richtig gefährlich werden kann...also alles andere als ein Spielzeug !!!
Vielleicht schreibst Du etwas mehr zu Deinem Hintergrund, dann können wir eventuell auch etwas gezielter helfen bzw unterstützen...
- Verbrenner / Elektro *
- Getriebe? --> welche Rotorkopfdrehzahl?
- Flugstil Scale / Kunstflug / 3D *
- dein Equipment: etwas technische Ausbildung / CAD / Maschinenpark vorhanden *
- Taumelscheibenanlenkung 120°, 140°, 90°?
- Autorotationsfreilauf ja/nein?
- rechtsdreher / linksdreher?
- Blattgröße (Tiefe, Blattaufnahme, Bohrung)
- mit Paddel, ohne Paddel usw....
Also mein Tip wäre: Kaufe dir einen gebrauchten Heli in der Bucht und fange an dort umzubauen und zu lernen. Teile nach Zeichnung herzustellen / zu kaufen ist letztendlich auch eine finanzielle Frage. Also wenn Du nicht gerade eine Gelddruckmaschine im Keller hast, kommen auch bei einem Umbau schon ein paar gebrauchte / gesparte Euros auf Dich zu...
Also ich hatte mich bereits im Vorfeld intensiv mit der Konstruktion beschäftigt und habe trotzdem bei meinem 90-er Umbau jede Menge dazugelernt und investiert...überlege einfach Mal ob ein Umbau nicht ein erster Schritt wäre (auch hinsichtlich Ersatz- und Verschleissteile usw..)
Gruß Markus
Bell 230 (wird lackiert) / Bell 407 / Hughes 500E / Joker 3 / AW609 (im Bau)
Was brauch ich denn da für Untersetzungsverhältnisse? Und wie berechne ich das bei Zahnrädern (Radius oder Umfang, inklusive Zahnlänge oder nicht)?
Was meint ihr soll ich für einen Motor verwenden? Wie lang soll der Heckausleger sein?
Ohne Dir zu nahe zu treten. Das sind genau die Fragen, die man am einfachsten beantworten kann, wenn man sich einen existierenden Heli anschaut, analysiert und dann nachbaut...
AW: Eigenkonstruktion: welche Untersetzungen/Größen?
Ok, ich hatte nur gedacht jemand könnte Empfehlungen geben.
Meine Vorstellungen:
-600er Blätter, symmetrisch; darauf hin konstruiere ich den Rotorkopf von den Bohrungen etc her
-Kopfdrehzahl 1800-2200U/min
-Untersetzung 10/11 : 1 : 5,1 oder sowas, k.a. kommt auf den Motor an
-120° Taumelscheibenanlenkung
-klar sehr gute Servos und 2.4 GHz Betrieb
-kompromisslose Rigid-Anlenkung mit AC3X, also paddelos (das ist einfach überholt)
-wahrscheinlich Starrantrieb, nicht Riemen (weiß ich noch nicht)
-auf Top-Speed und hartes 3D ausgelegt
-Autorotation selbstverständlich
AW: Eigenkonstruktion: welche Untersetzungen/Größen?
sorry, aber diese Vorstellungen kommen mir so vor, als ob jemand 8 (nicht sieben oder neun, nein acht!) Magnete daheim liegen hat, damit eine "freie Energiemaschine" bauen möchte, und jetzt fragt ob sich zwei Nordpole abstossen oder anziehen.
Mein Tip: kauf dir ne billige Plastik Mechanik, versuch die in High-Tech nachzubauen, und wenn das funzt bau was eigenes.
AW: Eigenkonstruktion: welche Untersetzungen/Größen?
...nun ja, "k.a. kommt auf den Motor an"... hier solltest Du anfangen - wäre schon WICHTIG!
- Antrieb auswählen (was denn nu - Verbrenner oder Elektro ??)
- bei Leistungsheli / 3D gibts bei Elektro ja doch etwas mehr Leistung !
- ßbersetzung auslegen, je nach Antrieb (V oder E), Zahnrad, Riemen, Freilauf
- Alternative ßbersetzungen einplanen, falls der "erste Wurf" nicht passt
- und dann gehts schon ans Eingemachte - Position Motor (oben/unten E)/ Lüftung (V) / Kupplung (V) / Kupplungsbelag (V) / Drehzahlregler vorsehen ?
- Chassiskonstruktion, Getriebe bis zur Hauptwelle
...und dann den Heckrotorabtrieb...oben liegend / unten liegend ? Starr, Riemen ??
So, und nun ein weißes Papier / leeren Bildschirm nehmen und loslegen...
..viel Spaß und berichte hier mal, wenns losgeht...
Gruß Markus
Bell 230 (wird lackiert) / Bell 407 / Hughes 500E / Joker 3 / AW609 (im Bau)
AW: Eigenkonstruktion: welche Untersetzungen/Größen?
Ok da habe ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt. Ich schaue mir erst einige Motoren aus und konstruiere von da aus das Getriebe und selektiert davon den Rotorkopf. Es soll ein Elektro werden, das vergaß ich zu erwähnen.
Das Ding ist ja das im Prinzip der Motor (welcher wahrscheinlich nach oben gerichtet sein wird) darüber entscheidet, welche Untersetzung und welchen Akku ich verwenden werde. Ich schau mich grade mal bei Kontronik und Jive um, was die so haben.
Ich hab mir einige Konzepte zur Getriebegestaltung gemacht, einige mit Riemen wie beim 4S oder Zahnrad-Konstruktionen, wobei einem das ja weniger Freiheiten lässt. Ich möchte dabei möglichst viele Sachen normieren, damit ich so erhältliche Zahnräder etc verwenden kann, um mögliche Reparaturen einfacher zu gestalten.
Ich muss zugeben das ich mich auch immer mal wieder an den Henseleit Helis ausrichte, weil der ja im Prinzip auch nicht viel mehr als ich zur Verfügung habe. Die hochwertigen CNC-Teile lasse ich z.B. bei einer nahegelegenen Firma fertigen.
Irgenwie finde ich noch die Dimensionierungen am allerschwierigsten. Z.B. muss ich ja für CNC die genauen Größen angeben und ich kann mich ja kaum an was orientieren da ich keinen Heli in der Größe bei mir rumstehen hab.
Naja ich werd mal schauen wie das alles funktioniert. Wird wahrscheinlich erstmal ein paar "Trocken"-Tests brauchen. D.h. ich bau mir Aufbauten aus Holz oder Hartplastik in denen ich die improvisierte Mechanik einspannen und asuprobieren kann. Ich berichte wenn es vorangeht.
AW: Eigenkonstruktion: welche Untersetzungen/Größen?
...für die ersten Chassisteile hatte ich wasserstrahl geschnittene Aluminiumteile. Wenn ein DXF file vorhanden ist, lassen sich die Teile relativ kurzfristig für ca. 30-40,- Euro zukaufen.
Außerdem kann man mit dieser Variante eventuell schon die ersten "Trockenläufe" absolvieren und Antrieb und Getriebe testen.
Wenn Du eine 3D Leistungsmaschine bauen willst bieten sich z.B. der Pyro in Verbindung mit einem Jive Regler an. Eine Riemenübersetzung wäre leiser und lässt auf Grund der verschiedenen Riemenlängen eventuell etwas mehr Spielraum - doch zuerst ßbersetzung ausrechnen und prüfen ob Du mit einer Stufe auskommst.
Je nach Antrieb liegen die Akkudaten fest, z.B. 8s oder 10s - bei der Auswahl auf optimale Betriebspunkte des Motors achten - guter Wirkungsgrad = längere Flugdauer.
Eine gängige Riemengröße wäre z.B. der HTD 3M - hier gibt es auch jede Menge Standardkomponenten (Flender, Maedler usw.) zu kaufen, die nur noch gebohrt werden müssen.
Gruß Markus
Bell 230 (wird lackiert) / Bell 407 / Hughes 500E / Joker 3 / AW609 (im Bau)
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