Hier seht Ihr ua den Riemenspanner und die Stromverteilung, die es ermöglicht, Akkus mit einer Hand einzustecken. Dies ist notwendig, da die weit vorne liegenden Lipos nur über die Schiebetüren eingesetzt werden können.
Des weiteren sieht man die Spannvorrichtung für den Motorriemen, mir gelang es erst damit, den Riemen feinfühlig zu spannen. Vorher wars entweder zu locker oder zu stramm.
so wie Du die Mechanik befestigt hast, kann man wirklich darüber nachdenken, eine Austauschmechanik zu konstruieren. Du hast ja auch die Elektronik komplett an der Mechanik befestigt. Nur die 2 Verbindungsstangen rausziehen und man hat die Mechanik ausgebaut.
In einem zweiten Heli kann man dann die gleiche Aufhängung nehmen oder bei einem anderen Hubschraubertyp die Aufhängung verändern.
Deine Heckumlenkung hatte ich noch nicht gesehen. Hast Du das Vierkantrohr seitlich befestigt oder unten? In deinen Hubschraubern sieht es immer so wunderbar aufgeräumt aus. Respekt.
Ich hatte Dir ja nur ein paar Teile gegeben und ein paar Anregungen, aber was Du daraus gemacht hast ist bewundernswert. Glückwunsch zu Deiner NH 90.
eine Austauschmechanik wäre keine schlechte Idee, zumindest wenn man zuviele Rümpfe im Keller hat
Allerdings müsste der andere Heli dann ebenfalls einen Vierblattrotor haben und die elektronischen Einstellungen müssten ebenfalls passen.
Auch ist die Rotorwel le bei der NH 90 sehr kurz, das passt dann auch nicht überall.
Das Umlenkgetriebe ist von unten befestigt.
Dazu sind in der Unterseite des Gehäuses zwei Langlöcher angebracht, und zwar nach links versetzt, weil rechts durch den nach vorne laufenden Riemen wenig Platz ist.
Im Rumpf ist eine Aluschiene, diese hat zwei Löcher für die Befestigung.
Von der Rumpfunterseite her werden die Schrauben eingesetzt, das Getriebe von oben eingefädelt und kleine Aluklötze dienen dann zur Verschraubung.
Bei der hinteren Schraube kann man das Klötzchen problemlos mit einer Pinzette in Position bringen.
Die vordere Schraube ist bei eingesetztem Getriebe nicht mehr zugänglich.
Daher geht das vordere Langloch bis zur vorderen Gehäusekante des Getriebes.
Man setzt zuerst die vordere Schraube von unten an, von oben wird das Klötzchen mit Pinzette positioniert und mit zwei Umdrehungen der Schraube fixiert.
Nun fädelt man das Getriebe auf, dabei hält man mit einem Inbusschlüssel Schraube und Klötzchen in Position.
Wenn die hintere Schraube sitzt, kann man die Riemenspannung einstellen.
Da keine Stoppmuttern verwendet werden können, diese würden sich im Gegensatz zu den Klötzchen nicht an der Wandung abstützen, sitzen Zahnscheiben auf den Schrauben und normal lösliches Loctite kommt auch zum Einsatz.
Auf dem Bild kann man an der Vorderkante des Klötzchens das Langloch erahnen.
Der Riemen war auf dem Foto nicht gespannt, das Getriebe wäre dann einige Millimeter weiter hinten.
Die Klappen an der Unterseite sind zu sehen sowie der tropfenförmige Sporn an Rumpfende.
Manchmal sieht man stattdessen auch einen Draht, den gab es meines Wissens nur beim Mock up aber bei keiner Serienversion.
Die seitlichen UKW Antennen stecken in Sockeln aus ABS Rundmaterial mit Messingrohr.
Auf dem Rumpfheck ist noch eine kreuzförmige Antenne deren Zweck ich nicht kenne.
Sie wurde hergestellt aus drei Lagen dünner Kohlefaserstreifen, wobei eine Lage immer aus einer langen und quer dazu zwei kurzen Streifen besteht.
Die Rumpfhaube der NH 90 hat hinten Richtung Wellentunnel eine große ßffnung, beim Graupner Rumpf ist das falsch dargestellt, wie so vieles andere was ich schon geändert habe oder noch ändern muss.
Also hab ich den Ausschnitt entsprechend vergrößert.
Der nun sichtbare Bereich hinter der ßffnung wird dunkel hinterlegt
Heute geht es um die Antenne an der linken Rumpfseite.
Eigentlich sieht sie eher wie ein Handlauf aus
Den Bau dieser Antenne habe ich lange vor mir her geschoben.
Zum einen war es nicht leicht, die Materialstärken und den Abstand zum Rumpf anhand meiner Unterlagen zweifelsfrei zu bestimmen, zum anderen war ich mir lange nicht sicher, ob es sinnvoller ist, eine sehr stabile oder vielleicht besser eine flexiblere Antenne zu bauen.
Zuerst habe ich für die Stützen 0,8mm SpH-Plättchen an die Rumpfinnenseite geklebt, in diese sind Servobefestigungsschrauben eingeklebt, die vorderste Stütze bekam keine Schraube.
Aussen wurde dünnes Lithoblech aufgeklebt.
Dann habe ich die letzten drei Stützen (aus 3,5mm Messingrohr) parallel zu einander ausgerichtet und verharzt.
Hierbei war es hilfreich, dass die Stützen recht wackelig auf den Schrauben steckten, denn da der Rumpf hier sphärisch verwölbt ist, hätten sie sonst in verschiedene Richtungen gezeigt.
Dann habe ich die nächsten beiden Stützen davor genau so angebracht.
Die vorderste Stütze war etwas schwieriger, sie steht sehr schräg und bekommt eine konische Verkleidung.
Diese habe ich sehr aufwändig aus einem 20mm Buchenrundstab hergestellt, das beschreibe ich jetzt nicht näher.
In das Messingrohr wurde eine abgewinkelte 2mm Gewindestange eingelötet, dieses am Rumpf verschraubt und dann der aufgeschobene Konus verklebt.
Damit waren alle Stützen am Rumpf und das schlimmste geschafft, es sah gut aus.
Allerdings fehlte an den anderen fünf Stützen noch die Sockelverkleidung.
Ich hatte schon ein Musterstück angefertigt und davon eine Form abgenommen, allerdings war mir der Zeitaufwand für die Herstellung der fünf Sockel mittels 2K-Harz und den nötigen Trocknungszeiten dann doch zu hoch, zumal ein Probeguss mit 5min Epoxi nicht meinen Erwartungen entsprach.
Ich mit übrigens mittlerweile der Meinung, dass man für viele Rumpfdetails fast nicht um den Einsatz eines 3D-Druckers herum kommt.
Man denkt beim Arbeiten doch häufig daran, wie filigran und sauber so ein Detail aus dem Drucker kommt...
Mal sehen, evtl suche ich mir für mein nächstes Projekt, eine Kaman Seasprite SH-2G Unterstützung.
Schlussendlich hatte ich noch eine 12x12mm Kiefernleiste liegen, verleimt aus vier Leisten 6x6 im Quadrat, aus der der Musterstempel entstanden war.
Am Bandschleifer habe ich dann innerhalb einer knappen Stunde die Sockel geschliffen, gebohrt und am Rumpf verklebt.
Nun ging es an die eigentliche Antenne, zuerst habe ich in die hinteren drei Stützen Augenschrauben eingeharzt.
Ein Versuch mit einer 2mm Messingstange als Antenne zeigte, dass diese schwer in die richtige Form zu bekommen war und zuviel wog.
Also habe ich in eine Bowdenzughülle (Aussendurchmesser ebenfalls nur 2mm!) einen 0,8er Stahldraht eingeschoben.
Daraus liess sich die Antenne problemlos biegen bzw knicken, denn die Antenne hat im vorderen Bereich zwei scharfe Knicke und dann einen sanften Bogen nach oben.
Nach dem Biegen konnte die Antenne in die hinteren drei Stützen eingeschoben werden, danach wurden die vorderen Augenschrauben eingeharzt.
Der Antennendraht ist in den Augenschrauben übrigens nicht verklebt, es war schlichtweg nicht nötig, er sitzt sehr stramm.
Sollte die Antenne mal beschädigt werden, zerschneide ich sie einfach und ziehe die Einzelstücke heraus. Dann kann ich die vorderen Augen mit dem heissen Lötkolben lösen und eine neue Antenne einbauen.
Momentan baue ich noch das Klappscharnier für das Heck. Heute Abend habe ich es hoffentlich fertig.
Nebenbei habe ich die erforderliche Arretierung, die das eingeklappte Heck hält, gebaut.
Basis war ein tropfenförmiges Alurohr, wie ich es schon für das rote ACL am Heck benutzt habe.
Rechts am Heck befindet sich ein kleiner Ausleger mit dem Arretierungsbolzen.
Am SLW, knapp oberhalb der HLW-Stütze sitzt das Gegenstück.
Das Klappscharnier ist wie erhofft heute Abend noch fertig geworden.
Allerdings hab ich es noch nicht am Rumpf verklebt, die Teile werden vorher noch etwas poliert.
Der Scharnierverschluss auf der linken Seite besteht aus Aluminium mit einem Kern aus Holz.
Das Scharnier auf der rechten Seite besteht überwiegend aus ABS.
Die Nieten sind von Vario.
Die ABS Einzelteile sind mit THF verklebt, ein organisches Lösemittel.
Am Heck bin ich nun erstmal fertig, später werden dort noch einige Halterungen für Leitern angebracht.
Ich muss mir dazu aber noch ein Herstellverfahren überlegen.
Bis dahin geht es an den vorderen Rumpfseiten weiter
Auch wenn für meine neuseeländische NH wenig brauchbares dabei ist, ich sammle solche Links, denn irgend ein Detail ist immer zu verwerten.
Ich weiß auch nicht, ob Du den Hintergedanken dabei hattest, ich solle besser bauen.
Dein Zwinkersmilie deutet jedenfalls darauf hin.
Und Du hast Recht.
Ich baue die linke Seite der Scharniere neu, abgerissen hab ich sie schon.
Es hatte mich eigentlich von Anfang an gestört, aber wenn man sich in einen Gedanken verrannt hat, und es nicht merkt, kommt Murks dabei heraus.
In diesem Fall lag der Fehler, bedingt durch nicht ganz eindeutige Bilder darin, dass ich die schräge Abschlussfläche am hinteren Ende der Verriegelung als erhaben deutete, also über den Rumpf überstehend.
Dadurch war ich gezwungen, das eigentlich schon fertige "Schuppenblech", also die vordere Hälfte, mittels einer Holzunterlage höher zu legen.
Mittlerweile habe ich erkannt, dass die schräge Abschlussfläche tatsächlich in den Rumpf abtaucht, somit musste auch die Unterlage wieder weg.
Auch die äussere Dimensionierung der Schuppenbleche stimmte nicht.
Ich hatte die Bleche mit etwas ßbermaß angefertigt, und wollte sie nach dem Anbringen der Nieten am Bandschleifer trimmen.
Hab ich dann in der Eile vergessen.
Man darf auch eines nicht vergessen, es handelt sich lediglich um Fun-Scale.
Es kommt darauf an, eine lebendige Oberfläche auf den Rumpf zu bekommen, mit Details, die im Prinzip dem Original entsprechen, die aber durch die Abnahme der Maße von verzerrten Fotos aus dem Netz nicht unbedingt einem Juror standhalten würden.
Ich bemühe mich natürlich schon und Vorbildtreue,was anderes will ich nicht gesagt haben, aber eben um Vorbildtreue mit vertretbarem Aufwand.
Ich würde nie einen Heli mit Scale-Anspruch bauen, wenn das Original nicht in akzeptabler Entfernung zum Nachmessen stehen würde.
Momentan habe ich vorderen Hälften der Scharnierverriegelung schon wieder fertig, ich hoffe dass die hinteren Hälften nicht all zu viel Arbeit machen, Bilder dann in Kürze!
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