Qualität von Testergebnissen

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  • leichtfuss
    Member
    • 07.08.2007
    • 168
    • Jürgen
    • Stade

    #1

    Qualität von Testergebnissen

    Mir ist aufgefallen, daß wenn ein Gerät aus unseren Bereich getsetet wird, daß es immer gut bis sehr gut für das Gerät ausgeht. Lediglich Kleinigkeiten werden bemängelt. Eigentlich super. Leider sieht die Wirklichkeit hinterher für uns oft ganz anders aus. Warum?? Leigt es vielleicht daran das:

    - die Tester das Gerät anschließend behalten dürfen?
    - oder haben sie Angst eventuell verklagt zu werden?
    - sind die Geräte wirklich so gut?
    - oder **

    Wäre es nicht sinnvoll z.B. beim Test eines Ladegerätes von Seiten des Testers auch aufzuzeigen wie oft der Lader diese Art von Laden schon überstanden hat ohne Schaden zu nehmen?

    Für mich steht in Zukunft fest: Glaube keine Statistik , die du nicht selber gefälscht hast! Leider!!

    Für alle unter euch , die sich mehr oder weniger das Geld für Anschaffungen für unser doch leider sehr kostenintensives Hobby vom Munde absparren, wünsche ich daß sie in Zukunft für ihr Geld auch etwas brauchbares bekommen. Für die anderen bei denen es nicht so weh tut natürlich auch.

    weiterhin viel Erfolg, wüncht euch JF.
  • Taumel S.
    Senior Member
    • 31.12.2008
    • 26320
    • Helfried
    • Ã?sterreich

    #2
    AW: Qualität von Testergebnissen

    Natürlich ist Lesen zwischen den Zeilen angesagt. Wenn da steht:
    "Das Gerät ist speziell auch für Anfänger optimal geeignet" heißt das sowas wie "Finger weg, sonst Hand ab". Kein Tester will den Hersteller kritisieren, da ja dann der Geldfluss versiegen könnte.

    Kommentar

    • Markus Fiehn
      heli.academy
      • 13.04.2001
      • 3896
      • Markus
      • Obersülzen

      #3
      AW: Qualität von Testergebnissen

      Hi,

      ich kann jetzt mal für unser Magazin/Autoren sprechen: Wir sehen uns alles neutral an. Wenn etwas schlecht ist oder nicht funktioniert, wird's auch geschrieben.

      Was natürlich leider gar nicht geht, sind "Dauertests" - also z.B. einen Akku oder ein Ladegerät wirklich kontinuierlich in einer gleichbleibenden Umgebung zu nutzen, um so die Ladevorgänge einzeln auszuwerten. Wer möchte da schon seinen Akku opfern, um ein Ladegerät zu testen. Die Produkte werden meist im Alltagseinsatz über mehrere Wochen erprobt, da umgekehrt ja der Leser möglichst schnell über neue Artikel informiert werden will.
      Mir ist es bisher auch nur einmal so gegangen, dass ein paar Wochen nachdem die Vorstellung eines Laders gedruckt war, dieser plötzlich nicht mehr richtig funktionierte. Dann habe ich geschaut, wie so die Erfahrungen am Markt sind und entschieden, dass es offenbar ein Einzelfall war, also keinen Nachtrag wert ist. Würde sich später herausstellen, dass es ein Serienproblem gibt, würde man aber sicherlich einen Nachtrag bringen.

      Ansonsten kann ich nur sagen, dass bei Autoren viele Probleme komischerweise nicht auftreten, über die im Internet heiß diskutiert werden. Woran das liegt, kann ich nur raten. Viele Probleme würden gar nicht auftreten, wenn man nach Anleitung vorgeht. Andere Probleme sind keine oder spiegeln eher persönliche Vorlieben wider (das betrifft meistens eine technische Auslegung, die evtl gerade nicht im Trend ist, aber dennoch prima funktioniert). Und zuletzt gibt es auch immer mal wieder Dinge, die eben nicht bei jedem Auftreten, wo man dann eventuell einfach Glück hat.

      Keine Sorge, wir haben auch keine Angst vor einer Klage, wenn wir etwas schreiben, was nachweislich so stattgefunden hat. Wir schreiben aber nicht aus dem Hörensagen. Das bedeutet, die Erkenntnisse werden selbst gemacht. Und das sollte nat. möglichst unvoreingenommen passieren.

      @Taumel S.: Das mag für andre zutreffen - ich bin da eher für die Wahrheit und hab mir diesbezgl. auch schon manches anhören dürfen. Ich sehe das aber so: Wo Kritik ist, ist ein Lob auch noch was wert.
      Wo alles toll ist, ist irgendwann ein "super" nur noch "naja - geht so" und erst ein "super-ober-affen-mega-geil" heißt "dieses Produkt funktioniert".
      Markus

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      • Askalon
        Askalon

        #4
        AW: Qualität von Testergebnissen

        HI
        also ich würde auch sagen das es meist schöner umschrieben wird,wie es wirklich ist.
        Da muss man wirklich zwischen den Zeilen lesen.
        Aber ich hab auch schon Berichte gelesen wo das Produkt regelrecht in der Luft zerrissen wird.
        Die Kombination aus profisioneler Berichterstattung und und vielen Erfahrungswerte von Usern, gibt einem eigentlich den besten ßberblick.

        gruss

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        • en-te-kranker
          en-te-kranker

          #5
          AW: Qualität von Testergebnissen

          das ist mal ein wirklich interessantes thema hier. ich fliege nun auch schon so nen paar jahre, lese recht viel und traue mittlerweile testberichten nicht mehr viel zu....
          wenn ich ein neues produkt aus "unserer" sparte kaufen möchte, informiere ich mich mitlerweile mehr in foren und speziel dieses forum ist ( wenn man richtig sucht, weil auch hier gibts genug pappnasen,sorry) von mir deutlich bevorzugt. der anteil von wirklich sachlich behandelten themen ist hier noch immer relativ hoch, auch mal ein lob an das rc-heli team, so nebenbei....

          gruß aus'm stau auf der a2 bei hamm mit vollsperrung

          thomas

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          • Stefan Reusch
            Stefan Reusch

            #6
            AW: Qualität von Testergebnissen

            Hi,

            Dann spreche ich mal die Dinge aus meiner Sicht an: Ich schreibe seit 1996 für die FMT/ Heli4fun. Wenn ich der Meinung bin das etwas das ich bespreche nicht funktioniert dann sage ich das auch, habe auch in dieser Hinsicht schon einiges an ßrger gehabt. Ich habe sogar schon in einem Test gesagt das etwas überhaupt nicht zu gebrauchen ist, was glaubst du wie der Hersteller reagiert hat. Das gibt richtig ßrger sowas, aber unser Verlag steht bei solchen Sachen voll hinter uns.
            Was aber fakt ist: Ich beschäftige mich seit 1979 mit Helis und habe in dieser Zeit viel Erfahrung gesammelt. Die technische Seite eines Helis habe ich im Griff, der letzte Absturz durch einen Defekt ist bei mir 7 Jahre her. Und ich betreibe meine Helis im normalen Einsatz und immer innerhalb der Vorgaben des Herstellers. Ich fliege maximal einfaches Wochenend 3D, kein Hardcore. Genau das möchte der Leser nämlich sehen, ihr dürft nicht den Fehler machen und glauben das Forum hier wäre der Nabel der deutschen Heliwelt. Oder glaubt ihr etwa die paar Piloten hier könnten die gesamten Hersteller und Importeure die in D Helis verkaufen am Leben halten? Nein, die Realität sieht anders aus. Ein großer Teil der Helipiloten in D ist nicht hier aktiv. Viele kennen es nicht, nicht wenige wollen aber einfach auch nicht in diesem (oder einem anderen) Forum aktiv sein.
            Fakt ist auch: Ich schätze mindestens 90% der hier besprochenen Macken eines Helis oder einer Elektronik währen durch mehr Erfahrung des Piloten in den Griff zu bekommen, bzw. wären bei einem Einsatz ohne Hardcore 3D mit extremen Drehzahlen und was sonst noch dazu gehört nicht existent. Das soll kein Vorwurf sein, das ergibt sich einfach durch die Tatsache das heute ein junger Bursche am Simulator in kurzer Zeit zum Spitzenpiloten werden kann. Trotzdem ist dieser dann im Bezug auf die Technik dann noch sehr unerfahren und macht dementsprechend auch Fehler. Und bei einem so anspruchsvollen technischen Apparat wie einem 3D Heli sind auch kleinste Fehler oft tödlich oder führen dazu das derjenige einfach nicht zufrieden ist damit.
            Und dazu kommt dann noch die Einstellung vieler hier die einfach glauben alles zu wissen weil sie ein bissel 3D können, aber leider reicht das alleine oftmals nicht aus. Und im Gegensatz zum Forum muss ich alles was ich in der Zeitung schreibe jederzeit belegen können, es kommt immer wieder vor das ich Lesern helfe die Probleme mit den von mir getesteten Teilen haben. Bisher habe ich allen!! Fällen zusammen mit dem Leser das Problem beseitigen können. Was glaubst du wäre die Reaktion eines solchen Lesers wenn sich herausstellen würde das ich einfach aus gefallen zum Hersteller etwas beschönigt hätte? Dann würdest du einen Tag später in allen Foren Lesen können der Reusch schreibt nur Mist usw.
            Von daher kann ich mit ruhigem Gewissen deine Aussage für mich (und für viele andere Tester die ich persönlich kenne und schätze) in Punkt 1 und 2 verneinen.
            Gruß
            Stefan

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            • Dirk Albrecht
              Member
              • 14.06.2001
              • 520
              • Dirk

              #7
              AW: Qualität von Testergebnissen

              Ich finde das manche Produkte oftmals besser abschneiden als sie es sind.
              Mängel und Schwächen werden als Kleinkram und nicht so relevant abgetan. Das ist mir leider auch in der einer der letzten "Rotor" aufgefallen. Berichtet wurde über einen Logo im Vertrieb eines Großen der Branche. Da waren Sachen dabei die ich für mich eindeutig als Mangel einstufen würde, für den Tester waren es "kleine Unzulänglichkeiten". Die letzte Seite der Zeitschrift - ganzseitige Werbeanzeige genau des Großen der Branche.
              Da mach ich mir schon meine Gedanken.

              Gruß
              Dirk

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              • DJBlue
                Senior Member
                • 12.08.2010
                • 3330
                • Thilo
                • Kempten und Umgebung

                #8
                AW: Qualität von Testergebnissen

                Jedes Ergebnis ist beeinflussbar. Selbst wenn der Prüfer neutral entscheiden muss, spielt die persönliche Meinung trotzdem mit.
                DJBlue´s Wix-Page

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                • Uija
                  Senior Member
                  • 15.08.2010
                  • 2667
                  • Jens
                  • Hamburg

                  #9
                  AW: Qualität von Testergebnissen

                  Das ist eine Diskussion, die ist gefühlt so alt, wie es Testberichte und Werbung in Zeitschriften gibt. Fakt ist, dass einige Hersteller, zumindest in anderen Bereichen, massiv Druck auf Autoren bzw. Verlage ausüben können, wenn die Zeitschrift auf Werbeanzeigen angewiesen ist. Gerade im Computer- und noch viel deutlicher im Computerspielebereich kann man, wenn man das langfristig beobachtet, genau feststellen, welche Marken viel und welche wenig Einfluss haben. Das ßußert sich in großen und häufig sogar mehrfach auftretenden Anzeigen in jeder Ausgabe. Wenn solch ein Hersteller abspringt, haben Verlage nunmal ein ordentliches finanzielles Problem. Damit hat der Hersteller ein Druckmittel auf Ergebnisse von Tests und den geschriebenen Text in der Hand, der sicherlich in jeder Branche irgendwie ausgeübt wird. Dann liegt es am Blatt, wie sie damit umgehen.

                  Die Ausreden der Verlage und Autoren sind, wie hier leider auch schon wieder zu lesen, oft die selben. Meist wird es auf die doofen User und damit Leser, also auf die eigenen Kunden geschoben. In meinen Augen sieht man da sehr deutlich, wie da die Prioritäten liegen.

                  Ich denke, dass es Aufgabe der Hersteller ist, etwas zu bauen, was ich nicht nur dann erfolgreich einsetzen kann, wenn ich die Fähigkeit habe, es ggf. selber zu entwerfen und zu bauen. Ich denke auch nicht, dass es meine Aufgabe ist, bei einem Produkt in dem Preissegment, Probleme und Macken in den Griff zu bekommen. Sorry, aber das ist Gutschreiberei.
                  Ich finde nicht, dass es die Aufgabe eines Tests in einem Endverbrauchermagazin ist, Tests in Laborbedingungen, die den Tests der Hersteller gleichen durchzuführen, sondern solche, die der Nutzung der Endverbraucher nahekommen.
                  Stefan schreibt selber: Unmengen der Piloten sind nicht in Foren aktiv. Das seh ich genauso, weil einfach viele lange nicht so Internetaffin sind, wie der Forumuser es glaubt. Tatsache ist aber auch, dass damit unmengen der Piloten nicht auf den Informationspool Internet zugreifen. Wenn der Tester jetzt mit seiner Langjährigen Erfahrung ankommt, die er ggf. auch nur deshalb haben kann, weil er sein Geld dadurch verdient, dass er sich nunmal mit der Materie auskennt, und das als Grundlage für seinen Test nutzt, dann wird er nie im Leben die Probleme haben, die der Endverbraucher hat. Es kann ja nicht sein, dass Vorraussetzung für das Installieren und Einrichten eines FBL System, langjährige Erfahrung mit FBL-System ist. Wenn ich mein erstes System kaufe, dann muss JEDER einzelne Teilaspekt erklärt werden. Wenn der Tester weiss, wie das Laufen muss, dann tut er instinktiv das richtige. Das tut der Endverbraucher aber nicht. Ergebnis ist, dass der Test des System super aussah, dem Endverbraucher beim ersten hochlaufen aber der Heli umkippt. Klar kann man hier Argumentieren, dass das mit mehr Wissen nicht passiert wär. Es kann aber auch gut sein, dass einfach ein kleines Detail in der Anleitung gefehlt hat, was dem Tester durch die Lappen gegangen ist, weil er das bereits wusste. Und ja, ich denke in dem Fall wäre sowohl der Tester als auch das Produkt oder zumindest die Dokumentation schlecht.

                  Edit: Das bezieht sich übrigens nicht auf solches Wissen. Unzählige male hab ich Dinge gelesen wie: Dann hab ich da schnell noch ein Gewinde nachgeschnitten, Da war ein Teil falsch. Kurz zur Fräse, dann war alles super. Natürlich sind wir Modellbauer, aber wenn ich für teilweile über 1000 Euro einen Bausatz kaufe, dann ist es definitiv ein Fehler und ein zu beanstandender Mangel, wenn ich Dinge nachbessern muss. Ich find es schon die Höhe, was teilweise als Seitenteile geliefert wird, die man erst entgraten muss, weil der Hersteller beim regelmässigen Auswechseln der Fräsköpfe spart.
                  Zuletzt geändert von Uija; 02.12.2010, 09:58.
                  LG, Jens
                  Voodoo 700, Voodoo 600, Goblin 380
                  Heli-Club Hamburg

                  Kommentar

                  • NlCO66
                    NlCO66

                    #10
                    AW: Qualität von Testergebnissen

                    Zitat von DJBlue Beitrag anzeigen
                    Jedes Ergebnis ist beeinflussbar. Selbst wenn der Prüfer neutral entscheiden muss, spielt die persönliche Meinung trotzdem mit.

                    Nicht nur das, auch die persönlichen Vorlieben kann man nicht ganz ausblenden, das gebe ich zu.
                    Ich schreibe jetzt ja auch schon eine ganze Weile Berichte, erst für RCLine, nun für unsere Seite und die RC Heli Action.
                    Sicherlich findet man an fast jedem Modell Sachen, die einem nicht so zusagen und versucht das auch rüberzubringen.
                    Als Beispiel führe ich mal die wirklich grottenschlechte Motorlagerung an dem von mir getesteten Compass 3D Plus an.
                    Sicherlich wäre es damit getan gewesen, das nur im Bericht zu schreiben, ich habe es aber vorher beim deutschen Distributor bemängelt und es wurde Abhilfe geschaffen, die auch in die Serie übergegangen ist.
                    Erwähnt habe ich es im Bericht trotzdem und ich denke, es war der richtige Weg.
                    Wie Markus es schon schrieb, Angst vor Klagen oder ähnlichem habe ich mit Sicherheit auch nicht, ich schreibe ja auch nur das, was mir positiv oder negativ aufgefallen ist.
                    Eins noch als Anmerkung, ich teste nicht alles was mir angeboten wird, sondern nur das, was meiner Meinung nach vernünftig fliegbar sein sollte.

                    Gruß
                    Klaus

                    Kommentar

                    • kobalt
                      Member
                      • 30.11.2010
                      • 636
                      • Kai
                      • MA und Umgebung

                      #11
                      AW: Qualität von Testergebnissen

                      Hinzu kommt, dass die Tests der sog. Fachzeitschriften, egal welcher Couleur (Autos, Computer, Motorräder, Kameras,...), oftmals nicht gerade die Belastbarkeit einer wissenschaftlichen Studie aufweisen. Dazu fehlen bei vielen einfach die finanziellen Ressourcen.

                      Herr Fiehn sagt es ja ganz offen:
                      Was natürlich leider gar nicht geht, sind "Dauertests" - also z.B. einen Akku oder ein Ladegerät wirklich kontinuierlich in einer gleichbleibenden Umgebung zu nutzen, um so die Ladevorgänge einzeln auszuwerten. Wer möchte da schon seinen Akku opfern, um ein Ladegerät zu testen.
                      Ich entnehme daraus, es wurden mit einem einzelnen Ladegerät ein paar Ladevorgänge gemacht und diese ausgewertet. Möglicherweise wurde der Redaktion das Ladegerät auch noch zur Verfügung gestellt, könnte also handverlesen sein (könnte, nicht wurde!). Das ist in meinen Augen - bitte nicht böse sein - kein Test, der diese Bezeichnung verdient.

                      Wie ich schon geschrieben habe, ist meistens Geld der springende Punkt. Die Zeitschriften haben eben nicht die gleichen Möglichkeiten wie z.B. Stiftung Warentest, daher geht hier kein Vorwurf an die Redaktionen. Aber wenn's nicht mal dazu langt, einen Akku zu opfern ... ja, dann wird es mit dem Ergebnis schon sehr dünn.

                      Etwas aufwerten könnte man das Ergebnis aber, wenn das Gerät/der Heli/das wasauchimmer in der Redaktion bzw. deren Umfeld verbleibt und die weitere Entwicklung sauber dokumentiert wird. Wenn ich Herrn Fiehn richtig verstanden habe, wird das aber zumindest teilweise auch schon gemacht.

                      Fazit: um ein Testergebnis einordnen zu können, muss man wissen wer getestet hat und wie.

                      Kai

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                      • Uija
                        Senior Member
                        • 15.08.2010
                        • 2667
                        • Jens
                        • Hamburg

                        #12
                        AW: Qualität von Testergebnissen

                        Zitat von kobalt Beitrag anzeigen
                        ...t auch noch zur Verfügung gestellt, könnte also handverlesen sein (könnte, nicht wurde!).
                        Ein guter Punkt. Ein Hersteller, der weiss, dass er Probleme mit Lagern hat, wird in dem Packet für einen Testbericht definitiv die Lager prüfen und ggf. austauschen.

                        Im Grunde müsste man 10 mal das selbe Modell aus 10 unterschiedlichen Quellen hernehmen. Wenn dann etwas 10 mal auftritt ist es etwas anderes, als wenn es 1 mal aufgetreten ist, und direkt vom Hersteller behoben wurde.

                        Aber wer soll das Bezahlen? :-)
                        LG, Jens
                        Voodoo 700, Voodoo 600, Goblin 380
                        Heli-Club Hamburg

                        Kommentar

                        • Stefan Reusch
                          Stefan Reusch

                          #13
                          AW: Qualität von Testergebnissen

                          Zitat von Uija Beitrag anzeigen
                          Das ist eine Diskussion, die ist gefühlt so alt, wie es Testberichte und Werbung in Zeitschriften gibt. Fakt ist, dass einige Hersteller, zumindest in anderen Bereichen, massiv Druck auf Autoren bzw. Verlage ausüben können, wenn die Zeitschrift auf Werbeanzeigen angewiesen ist. Gerade im Computer- und noch viel deutlicher im Computerspielebereich kann man, wenn man das langfristig beobachtet, genau feststellen, welche Marken viel und welche wenig Einfluss haben. Das ßußert sich in großen und häufig sogar mehrfach auftretenden Anzeigen in jeder Ausgabe. Wenn solch ein Hersteller abspringt, haben Verlage nunmal ein ordentliches finanzielles Problem. Damit hat der Hersteller ein Druckmittel auf Ergebnisse von Tests und den geschriebenen Text in der Hand, der sicherlich in jeder Branche irgendwie ausgeübt wird. Dann liegt es am Blatt, wie sie damit umgehen.

                          Die Ausreden der Verlage und Autoren sind, wie hier leider auch schon wieder zu lesen, oft die selben. Meist wird es auf die doofen User und damit Leser, also auf die eigenen Kunden geschoben. In meinen Augen sieht man da sehr deutlich, wie da die Prioritäten liegen.

                          Ich denke, dass es Aufgabe der Hersteller ist, etwas zu bauen, was ich nicht nur dann erfolgreich einsetzen kann, wenn ich die Fähigkeit habe, es ggf. selber zu entwerfen und zu bauen. Ich denke auch nicht, dass es meine Aufgabe ist, bei einem Produkt in dem Preissegment, Probleme und Macken in den Griff zu bekommen. Sorry, aber das ist Gutschreiberei.
                          Ich finde nicht, dass es die Aufgabe eines Tests in einem Endverbrauchermagazin ist, Tests in Laborbedingungen, die den Tests der Hersteller gleichen durchzuführen, sondern solche, die der Nutzung der Endverbraucher nahekommen.
                          Stefan schreibt selber: Unmengen der Piloten sind nicht in Foren aktiv. Das seh ich genauso, weil einfach viele lange nicht so Internetaffin sind, wie der Forumuser es glaubt. Tatsache ist aber auch, dass damit unmengen der Piloten nicht auf den Informationspool Internet zugreifen. Wenn der Tester jetzt mit seiner Langjährigen Erfahrung ankommt, die er ggf. auch nur deshalb haben kann, weil er sein Geld dadurch verdient, dass er sich nunmal mit der Materie auskennt, und das als Grundlage für seinen Test nutzt, dann wird er nie im Leben die Probleme haben, die der Endverbraucher hat. Es kann ja nicht sein, dass Vorraussetzung für das Installieren und Einrichten eines FBL System, langjährige Erfahrung mit FBL-System ist. Wenn ich mein erstes System kaufe, dann muss JEDER einzelne Teilaspekt erklärt werden. Wenn der Tester weiss, wie das Laufen muss, dann tut er instinktiv das richtige. Das tut der Endverbraucher aber nicht. Ergebnis ist, dass der Test des System super aussah, dem Endverbraucher beim ersten hochlaufen aber der Heli umkippt. Klar kann man hier Argumentieren, dass das mit mehr Wissen nicht passiert wär. Es kann aber auch gut sein, dass einfach ein kleines Detail in der Anleitung gefehlt hat, was dem Tester durch die Lappen gegangen ist, weil er das bereits wusste. Und ja, ich denke in dem Fall wäre sowohl der Tester als auch das Produkt oder zumindest die Dokumentation schlecht.

                          Edit: Das bezieht sich übrigens nicht auf solches Wissen. Unzählige male hab ich Dinge gelesen wie: Dann hab ich da schnell noch ein Gewinde nachgeschnitten, Da war ein Teil falsch. Kurz zur Fräse, dann war alles super. Natürlich sind wir Modellbauer, aber wenn ich für teilweile über 1000 Euro einen Bausatz kaufe, dann ist es definitiv ein Fehler und ein zu beanstandender Mangel, wenn ich Dinge nachbessern muss. Ich find es schon die Höhe, was teilweise als Seitenteile geliefert wird, die man erst entgraten muss, weil der Hersteller beim regelmässigen Auswechseln der Fräsköpfe spart.
                          Hi,
                          Ja und nein! Erstens läuft der Hase umgekehrt, wenn ein Hersteller wegen eines schlechten Testberichts die Werbung kündigt schneidet er sich ins eigene Fleisch! Schliesslich lebt er vom Verkauf seiner Produkte und dabei hilft die Werbung in Zeitschriften doch ganz erheblich, sonst würden wohl kaum Anzeigen geschaltet werden. Clever ist er wenn er die Mängel abstellt und anschliessend darüber berichtet wird. Abstellen muss er sie sowieso sonst hat das Produkt kaum Chancen auf dem Markt.

                          Und wenn du glaubst du kannst mit dem Schreiben Geld verdienen bist du auf dem falschen Dampfer. Ich schreibe weil es mir spass macht und ich viele Kontakte die mir wichtig sind schon seit langen Jahren pflege. Für den Stundenlohn den ich für die Berichte bekomme würde ich morgens nicht aufstehn, du wahrscheinlich auch nicht. Ich mache mir sehr viel Arbeit mit dem was ich schreibe. Selbst wenn man alles was man testet behalten könnte (was nicht der Fall ist) würde es sich nicht rechnen. Ein Heli alleine fliegt auch nicht, du brauchst Akkus, Servos, Kreisel usw. Und ich schreibe auch Sachen wie Einsteigerberatungen und Erfahrungsberichte usw ohne irgendetwas zu testen oder so. Und Zeit brauchst du auch noch dafür, manchmal macht es auch keinen Spass bei - 15 Grad fliegen zu gehen weil noch etwas erarbeitet werden muss. Also da bist du auf dem falschem Dampfer, das kannst du vergessen. ßbrigens: Fast alle sind auf der Suche nach Leuten die Schreiben, wenns so lukrativ wäre sollte das nicht der Fall sein.

                          Recht hast du mit deiner Aussage das mir zb. etwas selbstverständlich vorkommt was einen Einsteiger vielleicht vor Probleme stellt. Ich versuche alles aus der Sicht eines Einsteigers zu sehen, immer klappt es nicht. Aber auch ich bin ein ganz normaler Mensch und kann Fehler machen genau wie du auch. Dafür stehe ich dem Leser soweit es geht zur Verfügung, wenn er Probleme hat kann er sich an den Verlag wenden und ich werde so gut es geht helfen.
                          Gruß
                          Stefan

                          Kommentar

                          • Meinrad
                            Senior Member
                            • 07.06.2001
                            • 1974
                            • Meinrad

                            #14
                            AW: Qualität von Testergebnissen

                            Naja,

                            Die Erfahrung zeigt:

                            Der Leser will garkeinen "objektiven" Test, die Situation ist eher so, dass er beim Lesen eines Tests nur "SEINE" ganz persönliche Meinung bestätigt haben will. Einfach ausgedrückt: Wird seine persönliche Meinung bestätigt, ist der Tester gut, wird sie nicht bestätigt, ist er gekauft oder hat ganz plötzlich keine Ahnung.
                            Im Umkehrschluß heißt das aber auch, dass der Leser extrem subjektiv ist, natürlich zu Recht auch sein darf, schließlich zahlt er, aber genau das kann der Tester eben nicht. Der Kunde kann sagen: das Zahnrad gefällt mir nicht, einige andere, die von Materialkunde auch keine Ahnung haben, stimmen zu. Aber genau das kann der Tester nicht. Er kann nur kritisieren, was tatsächlich und NACHWEISBAR nicht in Ordnung ist. Würde er auch dieses Zahnrad aus gleichem Grunde kritisieren, obwohl es ja letztlich funktioniert, würde seinen Job schlecht machen.
                            Quintessenz: Ein Kunde darf selbstverständlich kritisieren und anderer Meinung sein und auch eine Farbe verdammen, der Tester darf dies auf keinen Fall, er MUSS beweisen können, dass etwas so nicht in Ordnung ist.
                            Natürlich haben die meisten Tester viel Erfahrung mit unterschiedlichen Modellen, ein Vorteil, denn sie können vergleichen, was die meisten Leser nicht können, aber das bringt natürlich auch das Problem auf, dass sie auf manche Fallen garnicht reinfallen. Aber wenn er etwas garnicht als Falle erkennt, wie soll er es dann so ansehen können?
                            Dazu dann die Folgeüberlegung: Für wie dumm muß ein Kunde gehalten werden, um seine Probleme erkennen zu können? Soll er einen Schraubenzieher noch halten können oder ist ihm diese Fähigkeit bei einem technischen Hobby nicht zu zumuten?

                            Es wäre für alle Beteiligten viel besser, wenn Hersteller und Zeitschrift eine präzise Reaktion auf einen Bericht bekämen, dann wüsste die Zeitschrift, ob sie ihre Arbeit richtig macht und der Hersteller wüsste, dass die Kritikpunkte richtig sind und die Zeitschrift damit auch ihren Wert hat. Dann hätten alle etwas davon.

                            Ein guter Punkt. Ein Hersteller, der weiss, dass er Probleme mit Lagern hat, wird in dem Packet für einen Testbericht definitiv die Lager prüfen und ggf. austauschen.
                            Na, dann träum mal schön weiter. Das würde den Testern manches Problem ersparen.

                            Auch Auto-Zeitschriften unterscheiden zwischen Vorstellungs-Test und Dauertest, wobei die Autos eine längere Marktpräsenz haben wie ein Ladegerät, das nach 2 Monaten schon einen Nachfolger bekommt. Wie soll da ein aussagekräftiger Dauertest erfolgen?

                            So ein Ansatz von Lebensrealität würde der Diskussion gut tun.


                            Gruß Meinrad

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                            • Jaja
                              Jaja

                              #15
                              AW: Qualität von Testergebnissen

                              Zitat von Dirk Albrecht Beitrag anzeigen
                              Mängel und Schwächen werden als Kleinkram und nicht so relevant abgetan.

                              Gruß
                              Dirk
                              Wichtig ist doch, dass Mängel und Schwächen benannt werden. Wie man sie wertet ist wiederum sehr subjektiv. Für den einen ist das Schleifen der Haube am Gestänge Kleinkram, für andere ein riesen Mangel. Wenn irgendeine Schwäche in einem Testbericht benannt wird, sollte jeder Leser selbst diesen Mangel für sich als Kleinkram oder riesen Ding werten. Für Anfänger ist das vielleicht etwas viel verlangt, aber jeder fortgschrittene Helipilot sollte dies können.

                              LG
                              Jaja

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