ich habe Gestern Abend den Artikel -Zeitgemäße Immissionsmessung- im Modellflieger gelesen und war wie vom Donner gerührt. Das man in unserem schönen Land durch einen immensen Haufen von teils sehr fragwürdigen Gesetzten und Regelungen eingeschränkt wird ist ja nichts Neues, dennoch sind die neuen Vorschriften zur Geräuschesmission von Flugmodellen mal wieder ein Gipfel. Wesentlich ärgerlicher als die neuen Vorschriften selbst finde ich jedoch den Artikel an sich. Da versucht der DMFV meiner Meinung nach, ich bitte um Entschuldigung für die Ausdrucksweise, uns Scheiße als Gold zu verkaufen. Was bitte soll an diesen Regelungen für den Otto-Normalflieger vereinfachend sein? Wieso haben die beiden Modellfliegerverbände, die sich in diesem Artikel damit brüsten bei diesen Vorschriften mitgewirkt zu haben, es nicht geschafft dem Gesetzgeber klar zu machen das dieses nun festgelegte Prozedere in der Praxis einfach nicht umsetzbar ist? Wie soll das funktionieren? Wenn ich das Verfahren richtig verstanden habe muss jedes Modell eine Art Lärmgutachten erhalten in dem Motor, Schalldämpfer, Luftschraube, Drehzahl usw. aufgeführt sind. Probiere ich mal einen anderen Schalldämpfer o.ä. brauche ich also ein neues Lärmgutachten. Ich denke jeder Modellflieger aus der Praxis weiß, dass ein Durchschnittsmodell selten länger als ein paar Monate mit der gleichen Antriebskonfiguration geflogen wird. Mal eben einen anderen Dämpfer testen weil man neuen Sprit hat, der Kollege fliegt die Luftschraube XY die probiere ich auch mal, usw. Diese -Tüftelei- macht für viele gerade den Reitz an diesem Hobby aus. Aber ganz abgesehen von den ßnderungen am Antrieb würde ein 1:1 Umsetzen dieser Verordnung bedeuten, dass z.B. bei unserem Verein erst wieder im Jahre 2008 geflogen werden dürfte weil bis dahin der Platz für Geräuschmessungen der ganzen Modelle freigehalten werden muss. Kurzes Rechenbeispiel: 180 Mitglieder im Verein. Grob geschätzt 100 die auch wirklich fliegen. Durchschnittlich geschätzte 3 Modelle pro Mitglied. Also rund 300 Lärmgutachten ohne ßnderung der Antriebskonfiguration oder Neuerwerb von Modellen. Bei einer geschätzten Dauer der Erstellung eines Lärmgutachtens von einer Stunde sind also 300 Flugstunden für die Messungen zu reservieren. Bei 8 Stunden möglicher Flugzeit pro Tag würden rund 19 Wochenenden benötigt. Jetzt kommt das Wetter ins Spiel denn nicht jeder mag bei Regen und Schnee fliegen und ob man wirklich eine Messung nach der anderen ohne Zeitverlust durchführen kann ist mehr als fraglich. Meiner Meinung nach ein Fass ohne Boden. Aber anstatt diese in meinen Augen gegebene Undurchführbarkeit zu vermitteln brüsten sich die Modellfliegerverbände mit - zeitgemäßer Immissionsmessung-.
Gruß
Arne

(wie beim Auto
) versichert? Fahren ohne Betriebserlaubnis und riskiert seinen Führerschein?
Das ganze ist ne Sache von einer Minute pro Modell. Hab das aus Spaß mal bei uns gemacht.
). Auch das Thema Turbinengenehmigung ist jetzt (zumindest in einigen Teilen Deutschlands - z.B. hier in RLP) deutlich unkomplizierter. 

es lebe der Lipo
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