Heli bei Overspeed explodiert! Halten Mechaniken diese Belastungen aus?

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Chris Lange
    Senior Member
    • 13.05.2005
    • 5353
    • Christian

    #31
    Zum Thema Freilauf und Schmierung gibt es einen aktuellen Thread:

    https://www.rc-heli.de/forum/technik...3%BCr-den-heli

    Ich habe die letzten Wochen etwas intensiver Overspeed und Auro Figuren geübt. Die dafür eingesetzten Maschinen waren von PSG und Minicopter. Am Freilauf vom Minicopter Diabolo und vom PSG Seven kann ich überhaupt keine Spur von Verschleiss erkennen. Gerade so, dass z.b. beim Diabolo die Oberfläche der Welle ein wenig "poliert" wurde an den Stellen, wo die Freilaufklinken rutschen. Soweit ich das mitbekommen hatte, gab es wohl bei XL Power mal eine Charge wo die Freilaufklinken auf Wellen ohne Einsatzhärtung gelaufen sind. Das brachte beim Specter den ein oder anderen Verschleis. Ansonsten ist mir da eigentlich nix bekannt, dass die Freiläufe groß Ärger machen, selbst wenn die nicht nach Herstellervorgabe geschmiert sind.

    Ich kenne nicht die genauen Materialeigenschaften der Mikado Kunststoffblatthalter. Für mein Kunststoffverständnis können solche Materialen altern und dann wird die Flexibilität herunter gesetzt und das Material wird irgendwann spröde. Vielleicht lag es an einem solchen Alterungsprozess, vielleicht war es aber auch nur eine Überlastung. Meines Erachtens muss nicht jeder Heli immer alles können. Overspeed und Mikado Logo gehört für mich genauso wenig zusammen wie Plöchinger Voodoo und Overspeed. Es gibt Maschinen deren Qualitäten nicht unbedingt bei den größten Belastungen liegen. Beim Voodoo hat es mir, mit Versuch macht kluch Geschichten, den Lagersitz in den Kunststoff- Heckblatthalter zerdrückt.

    Der Minicopter Diabolo erinnert mich dagegen an russsiche LKW Technik. Alles wirkt ausreichend stabil um damit ungestraft Unsinn machen zu können. Mit der Maschine kann man wunderbar Auros und Overspeed Übungen machen. Da ich meine Diabolos mit 205er YGE HVT Regler und 4530iger Motoren betreibe, sind die 12S Setups eher auf der schweren Seite. Das schreit förmlich nach Auro/Overspeed Übungen.
    Moin

    Kommentar

    • Heli87
      Senior Member
      • 12.10.2016
      • 8528
      • Torsten

      #32
      Wer beim Logo 550 im Auslaufen mal etwas negativ Pitch gegeben hat um den Rotor abzubremsen und dann das Knarzen der Blattgriffe hört, der wundert sich sowieso das das überhaupt hält.
      Der lebt von der Drehzahl und der Zugkraft nach Außen. Anders können die gar kein Biegemoment aufnehmen.
      Genau deshalb werden sie hier auch gebrochen sein, nicht wegen der hohen Drehzahl, sondern wegen dem extremen Biegemoment beim Abfangen.

      Sicher kein gutes Gefühl, wenn einem die Blätter entgegen kommen.
      Zuletzt geändert von Heli87; 03.10.2024, 10:52.

      Kommentar

      • _gerhard_
        Member
        • 21.09.2022
        • 171
        • Gerhard
        • AT Südost

        #33
        Zitat von Heli87 Beitrag anzeigen
        Sicher kein gutes Gefühl, wenn einem die Blätter entgegen kommen.
        Auch wenn bei einem Abstand von 5 Metern die Chance von einem Blatt getroffen zu werden bei höchstens 1:50 liegt... je nachdem wie der Rotorkreis grad liegt

        Kommentar

        • Chris Lange
          Senior Member
          • 13.05.2005
          • 5353
          • Christian

          #34
          Zitat von _gerhard_ Beitrag anzeigen

          Auch wenn bei einem Abstand von 5 Metern die Chance von einem Blatt getroffen zu werden bei höchstens 1:50 liegt... je nachdem wie der Rotorkreis grad liegt

          Wie weit fliegen denn eure Rotorblätter? Wenn bei mir bisher etwas in der Richtung passiert ist, kam das Blatt kaum mehr als einen Meter weit. Das dreht sich "in sich" und vernichtet die Energie fast schon auf der Stelle. Eine Art Flugbahn war da nie groß auszumachen. An der Absturzstelle liegen die Teile dann auch meist beinander, ausser man hatte sehr viel Vorwärtsfahrt beim Einschlag, dann kann es den Mechanikkern schon mal weiter tragen wie die Blätter und Haube. Ich hab sowas allerdings auch noch nicht in der Luft geschafft. Meist braucht es mindestens einen Springrasen oder Busch etc, damit ich die Stabilität der Mechanik bzw die Leidensfähigkeit meines Kontos überprüfen konnte.

          Moin

          Kommentar

          • Thomas L.
            Senior Member
            • 14.02.2013
            • 2890
            • Thomas

            #35
            Also, ich habe Rotorblätter schon gesucht und gefunden, die lagen dann im Umkreisradius der Einschlagstelle bis 50 m weit entfernt.
            Grüßle Thomas

            Kommentar

            • uboot
              Senior Member
              • 16.05.2013
              • 3487
              • Wolfgang
              • Luftraum um FFB

              #36
              Zitat von Chris Lange Beitrag anzeigen


              Wie weit fliegen denn eure Rotorblätter? Wenn bei mir bisher etwas in der Richtung passiert ist, kam das Blatt kaum mehr als einen Meter weit. Das dreht sich "in sich" und vernichtet die Energie fast schon auf der Stelle. Eine Art Flugbahn war da nie groß auszumachen. An der Absturzstelle liegen die Teile dann auch meist beinander, ausser man hatte sehr viel Vorwärtsfahrt beim Einschlag, dann kann es den Mechanikkern schon mal weiter tragen wie die Blätter und Haube. Ich hab sowas allerdings auch noch nicht in der Luft geschafft. Meist braucht es mindestens einen Springrasen oder Busch etc, damit ich die Stabilität der Mechanik bzw die Leidensfähigkeit meines Kontos überprüfen konnte.
              Aus Deiner Beschreibung entnehme ich, daß Dein Heli (fast) immer nahezu senkrecht aufgeschlagen hat. Richtig?
              Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

              Kommentar

              • echo.zulu
                Senior Member
                • 03.09.2002
                • 3967
                • Egbert
                • MFG Wipshausen

                #37
                Zitat von Thomas L. Beitrag anzeigen
                Also, ich habe Rotorblätter schon gesucht und gefunden, die lagen dann im Umkreisradius der Einschlagstelle bis 50 m weit entfernt.
                Grüßle Thomas
                Dito. Mir ist mal das Bendix Element bei einem alten Orthofer Kopf gebrochen. Das war noch ein altes ohne Überdrehsicherung und das Element hatte wohl einen Vorschaden. Hatte ich damals gebraucht gekauft. Die Blätter lagen auch ca. 50m vom Heli entfernt. Zu meinem Glück flogen sie seitlich weg. Ich war gerade im Schwebeflug in Augenhöhe als es passiert ist. Es kommt sicherlich auch drauf an wie es passiert. Auf jeden Fall war das keine schöne Erfahrung.
                CU,
                Egbert.

                Kommentar

                • Chris Lange
                  Senior Member
                  • 13.05.2005
                  • 5353
                  • Christian

                  #38
                  Zitat von uboot Beitrag anzeigen

                  Aus Deiner Beschreibung entnehme ich, daß Dein Heli (fast) immer nahezu senkrecht aufgeschlagen hat. Richtig?
                  falsch, die Einschläge haben sich an kein Muster gehalten. Hätten Sie es getan, hätte ich die Fluglage vermieden 😉
                  Moin

                  Kommentar

                  • uboot
                    Senior Member
                    • 16.05.2013
                    • 3487
                    • Wolfgang
                    • Luftraum um FFB

                    #39
                    Na, ja, ist auch nicht so wichtig und berührt das ursprüngliche Thema nur wenig. Ich bin nur über die extrem geringe Flugweite Deiner Blätter gestolpert und konnte mir das nur so erklären, daß die Fluglage dabei mehr oder weniger senkrecht zum Boden gewesen sein muß. Hat mich nur im physikalischen Sinn interessiert.
                    Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

                    Kommentar

                    • Schraubehubbrauber
                      Member
                      • 28.02.2021
                      • 591
                      • Gregor

                      #40
                      Zitat von Schraubehubbrauber Beitrag anzeigen
                      ...Die Frage, die ich mir bisher nicht beantworten konnte ist, was passiert, wenn ein rotorblatt bzw. Die spitze in den Bereich der schallgeschwindigkeit kommt?
                      Leider is der wissensaustausch wiedermal überschaubar, so wie ich's von diesem forum irgendwie kenne...
                      Zumindest wurde ich gerügt und hab ein psychologisches Gutachten erhalten :-) (sorry, musste nochmal sein )

                      Bezüglich meine frage, weil ichs jetzt doch irgendwie wissen wollte, der Wiki artikel hatte recht. Nur gibt's da keine Erklärung, so wie hier



                      Hauptursächlich für den reduzierten auftrieb nahe der schallgrenze sind schockwellen, die durch die hohe luftkomprimierung entstehen.

                      Kommentar

                      • Gast
                        Gast

                        #41
                        Ist doch eigentlich normal. Selbst tägliche Piloten verhalten sich manchmal mit "Hirnloch".
                        Noch unter Obama, als US Soldaten Bin Laden grabschten: Der Heli Crash sah mir wie "Vortex Ring" in Boden-/Hauswand-Nähe aus. Natürlich k.A, ob meinereiner dazu falsch denkt.

                        Kommentar

                        Lädt...
                        X