Was wir brauchen ist eine dynamische Wuchtung. Diese ist nur erfüllt, wenn die Blätter den gleichen Schwerpunkt UND das gleiche Gewicht haben.
Die meisten Hersteller wuchten GAR NICHT, sondern sortieren nur paarweise. Wenn Ihr keine Wuchtbohrung auf der Unterseite der Blätter findet, können sie auch nicht gewuchtet sein. Darüber braucht man nicht zu diskutieren!
Diese Sortiererei machen natürlich fernostliche Hilfskräfte. Was kann man also von der Toleranz der Paarungen erwarten................?
Ich wuchte jedes Paar SELBST und trotzdem können auch mir Fehler unterlaufen (kommt hoffentlich nicht häufig vor.......!
Jetzt zu den Toleranzen:
1. der Schwerpunkt in Blattlängsrichtung sollte nicht mehr als 1mm auseinander liegen. Besser weniger.
2. Das Blattgewicht sollte ALLERHßCHSTENS 0,5g differieren. Ich selbst versuche es bei 0,1g bis 0,2g zu belassen. Ist natürlich Arbeit die Zeit/Geld kostet.
Ich kann mir jetzt die Bemerkung nicht verkneifen (bitte nicht böse sein): Man kann die Arbeitszeit in Carbonoptik, Farbstreifen und Glitzerlack investieren, oder in die Wuchtung.
Dann fiel noch das Stichwort Schwerpunkt in Profiltiefenrichtung. Dies ergibt den Vorlauf der Blätter. Nagel in die Wand, beide Blätter draufstecken und an der Blattspitze den Unterschied sehen. 1mm Unterschied bei Blättern mit einer Länge von 600-800mm Länge ist gerade noch OK!
Dann aber nochmal ein Wort Absolutwert des Vorlaufs. Dieser sollte 3mm (besser 2mm) NIEMALS überschreiten. Das wäre mechanischer Unsinn!
WARUM?
Ganz einfach: Stellt Euch ein Blatt vor, das sich durch die Fliehkraft am Blattgriff ausrichtet und dabei die Blätter nach vorne schwenken. Dann verändert ihr den Blattanstellwinkel (egal, ob kollektiv, sprich Pitch, oder zyklisch sprich Nick/Roll). Was macht das Blatt. Es macht eine bogenförmige Schwenkbewegung. Jetzt denkt Euch mal an die Stelle der Gestänge. Unter welch hoher Zug/Druckbelastung diese stehen und damit auch Eure Servos. Durch das Voreilen hat der Profildruckpunkt einen Hebelarm auf den Blattgriff und es treten erhebliche, VßLLIG UNNßTIGE Kräfte auf, denen die Servos gewachsen sein müssen.
Natürlich erreicht man mit dieser Voreilung, das der trägste Bleiheli zum 3D- Wunder wird. Das ich aber aus mechanischer Sicht grober QUATSCH! Und der Geradeauslauf des Helis leidet auch darunter, Aufbäumen und Unterschneiden sind die Folge.
So und warum sind dann 2mm erlaubt?
An den Blättern greifen noch aerodynamische Kräfte an. Der Luftwiderstand. Er drückt das Blatt wieder etwas in aus der Voreilung zurück.
Grüße: Christof


Kommentar