Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

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  • hubibastler
    Member
    • 28.01.2009
    • 238
    • Wilhelm
    • Wildflieger-Plätze in München

    #1

    Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

    Hallo,

    hab gerade am Logo 400 den Heckantrieb montiert (noch nicht ins Chassis eingesetzt), den Heckriemen gefühlvoll gespannt - das ganze kommt mir doch ziemlich schwergängig vor (im Vergleich zu meinem Rex 500 (der allerdings einen deutlich dünneren und schmaleren Riemen hat).
    Um gleich mit Zahlen um mich zu schmeißen, hab ich am waagrechten HR-Blatthalter kleine Gewichte angebunden, bis zu 15 g werden locker gehalten, bei 20 g marschiert er nach unten ab.
    So hat der Antrieb ein Bremsmoment von 15g x 3,2cm = 48 g cm = 0,47 N cm minimal und entsprechend gerechnet 0,63 N cm maximal.
    Könnte mir vorstellen, daß das ganz schön Motorleistung abzwackt .
    Oder hab' ich da einen Baufehler gemacht ?

    Gruß, Wilhelm
    Meine Helis + Blade mQX
  • Sebastian Zajonz
    Gast
    • 27.06.2002
    • 1550
    • Sebastian
    • Ã?hringen - Stuttgart

    #2
    AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

    Du hast da ganz schöne Denkfehler drin. Du brauchst die Trägheitsmomente von allen Teilen die in Bewegung sind, Reibung des Riemens, in den Kugellagern und das ganze abhängig von der Spannung des Riemens, unzählige Abmessungen...

    Das ist nicht mal eben so in eine simple Formel gepackt - tut mir leid, dass ich dir das sagen muss, aber deine Versuche waren leider ziemlich sinnlos, wenn auch gut gemeint.

    Wie schwer das System aus dem Stand heraus dreht ist übrigens unerheblich. Auch wenns viele nicht wahrhaben wollen, aber ein Riemen hat eigentlich immer einen besseren Wirkungsgrad als ein Zahnradgetriebe. Speziell Kegelräder, wie sie bei Starrantrieben verwendet werden, haben einen eher schlechten Wirkungsgrad.

    Das ganze ist ein höchst dynamisches System, welchem sicherlich nicht mit simplen Hebelgesetzen und irgendwelchen angehängten Gewichten näher zu kommen ist.

    Mit besten Grüßen
    Sebastian Zajonz

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    • Sebastian Zajonz
      Gast
      • 27.06.2002
      • 1550
      • Sebastian
      • Ã?hringen - Stuttgart

      #3
      AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

      PS.: Hier mal eine Rechnung die eigentlich ganz falsch ist!!! 0.63 N/cm wären gerade einmal 0.0063 N/m. Bei 15 000 Umd./min (250 Umdrehungen/s), wären hierzu lediglich (Leistung = Drehzahl * Drehmoment = 0.0063N/m * 250 Umd./s) = 1,575 Watt notwendig... lächerlich wenig aber das Ergebniss ist sowieso komplett falsch.

      Ich behaupte einmal, dass man einen realistischen Ergebniss am ehesten durch Messungen näher kommen könnte...

      Kommentar

      • hubibastler
        Member
        • 28.01.2009
        • 238
        • Wilhelm
        • Wildflieger-Plätze in München

        #4
        AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

        Hallo Sebastian,

        jetzt sei halt nicht so streng mit mir, meine Messungen als solche sind ja nicht falsch, natürlich betreffen sie nur die statischen Zustände. Und wenn ein Transmissionsantrieb schon im Stand schwergängig ist, dann vermute ich halt mal, daß er auch in Bewegung vergleichsweise mehr Energie schluckt.

        Um beim "vergleichsweise" zu bleiben, hab ich mein Experiment jetzt auch am T-Rex 500 gemacht (wo übrigens der Abstand Nabe - Blattlager ebenfalls 3,2 cm ist, so daß sich die Gewichtskräfte direkt vergleichen lassen).
        Da bleibt das Blattlager nur bis 4 g waagrecht, bei 5 g bewegt es sich nach unten.

        So beträgt das statische Bremsmoment beim Rex nur ca. 1/4 von dem des Logo. Und wenn ich das Abtriebszahnrad mit dem Finger anschnippe, dreht die Hecknabe vom Schwung noch mehrere Umdrehungen nach, beim Logo gar nicht.
        Auf der anderen Seite könnte deine "komplette Falschrechnung" 1,575 Watt jedoch zeigen, daß sich mein Problem im marginalen Bereich bewegt und genau deshalb vernachlässigbar ist.

        Meine Auffassung war und ist halt, daß am Heli alles so weit wie möglich leichtgängig sein soll. Und ich fänd's schon mal interessant, wenn ein anderer Logorianer mal z.B. eine kleine Schere (ca.15 g) an ein Heckrotor-Blattlager bindet und schreibt, ob sie oben bleibt oder nach unten saust...

        Gruß, Wilhelm
        Meine Helis + Blade mQX

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        • DaChris
          Member
          • 10.09.2008
          • 427
          • Christian
          • Amberg/ Vilstal

          #5
          AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

          Hallo Wilhelm,

          wie fest hast du denn den Riemen gespannt? Da der Logo einen vergleichsweiße breiten Riemen mit entsprechend großen Noppen hat, braucht der weit nicht die Spannung wie z.B. ein ganz kleiner Riemen mit entsprechend kleinen Noppen.

          Ich kenne jetzt nur den Vergleich von meinen Eco 8 Riemen zum Logo 500 - da liegen schon Welten dazwischen.... Der Eco 8 ist schon gut gespannt, der Logo nur ein wenig gefühlvoll - "wieviel" kann man schlecht in Worte fassen

          Ich finde jetzt nicht, dass mein Logo-Riemen schwergängig wäre...

          Grüße,
          Christian.

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          • maxx2504
            maxx2504

            #6
            AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

            Zitat von Sebastian Zajonz Beitrag anzeigen
            Auch wenns viele nicht wahrhaben wollen, aber ein Riemen hat eigentlich immer einen besseren Wirkungsgrad als ein Zahnradgetriebe. Speziell Kegelräder, wie sie bei Starrantrieben verwendet werden, haben einen eher schlechten Wirkungsgrad.
            Hi !

            Das heisst also mein Rex 600 Super Pro hat einen schlechteren Wirkungsgrad als ein normaler 600 Nitro mit Riemen oder wie jetzt ? Ich hab zwar nicht die Ahnung wie du oder andere aber ich kann mir nicht vorstellen das ein Riemen mehr Wirkungsgrad haben soll da dieser sich doch erheblich dehnen kann. Bei den Kegelrädern ist doch nur minimales Spiel...

            Vielleicht haste noch ein Beispiel damit ich das auch verstehe


            Gruss Micha

            Kommentar

            • hubibastler
              Member
              • 28.01.2009
              • 238
              • Wilhelm
              • Wildflieger-Plätze in München

              #7
              AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

              Zitat von DaChris Beitrag anzeigen
              Da der Logo einen vergleichsweiße breiten Riemen mit entsprechend großen Noppen hat
              Vielleicht ist das der Grund für meine Irritationen. Als ich (nur Dünnriemen gewohnter Rex-Flieger ) den Logo-Riemen auspackte, dachte ich schon, das wär der Nockenwellenantrieb für einen Kleinwagen . Wenn der grobe Riemen dann auch noch so kleine Zahnräder umschlingen muß, gibt es sicherlich ziemlichen Widerstand durch Biegekräfte / Walkarbeit.

              Zu stark gespannt hab ich den Logo-Riemen nicht, wenn ich was nachlasse, würde er an den Rohrkanten scheuern.

              Gruß, Wilhelm
              Meine Helis + Blade mQX

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              • chaosman
                chaosman

                #8
                AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

                Für den Betrieb ist die Haftreibung nicht relevant.
                Der beschriebene Messaufbau misst aber leider nur die Haftreibung und nicht die mechanischen Verluste nach überwinden der Haftreibung.



                Kai

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                • smertullos
                  smertullos

                  #9
                  AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

                  Tach

                  Mach dir keine Sorgen wegen der Heckschwergängigkeit....
                  Ich hatte auch nach dem ich das Heck zusammenmontierte die Angst etwas Verkehrt gemacht zu haben weils gar so Schwergängig ist.

                  Eigentlich könnte man sagen es ist das schwer gängigste das ich je zusammengebaut habe.

                  Habe dann alles 1000 mal kontrolliert , zerlegt , neu zusammengebaut , geschmiert usw...
                  Besser wurds nicht mehr..

                  Heli fliegt trotzdem 1a...

                  also einfach die Montage , Riemenspannung und das Zahnflanken spiel des Hecks nochmal kontrollieren und das wars.

                  Dann fliegen und Glücklich sein

                  mfg Georg

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                  • Sebastian Zajonz
                    Gast
                    • 27.06.2002
                    • 1550
                    • Sebastian
                    • Ã?hringen - Stuttgart

                    #10
                    AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

                    Hallo Micha,

                    es ist tatsächlich so, dass der T-Rex 600 mit Riemen effizienter als der mit Starrantriebs arbeitet. Die Verluste die unter Last durch das ineinander kämen der Zähne und die Reibung der Flanken etc. bei einen Zahngetriebe entstehen sind schlicht um einige Prozent größer als die bei einen Riemen bei selber Drehzahl, übertragener Leistung etc..

                    Der Wiederstand, welchen man bei einen sehr langsamen Drehen spührt ist unwichtig, denn ab ordentlich Drehzahl und/oder mit ordentlich Belatung sieht das ganze wieder ganz anders aus.

                    Wirkungsgrade im Idealfall!
                    Wirkungsgrad Zahnriemen: etwa 97-99%
                    Wirkungsgrad Kegelradgetriebe: etwa 90-97%

                    Grüße
                    Sebastian
                    Zuletzt geändert von Sebastian Zajonz; 11.02.2009, 23:09.

                    Kommentar

                    • Mathelikos
                      Member
                      • 01.12.2007
                      • 869
                      • Matthias
                      • Schweiz

                      #11
                      AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

                      Hallo Sebastian,

                      da Du Dich offenbar sehr gut auskennst, wollte ich Dich gleich mal fragen, ob ein zu weich gespannter Riemen dazu führen kann, dass das Heck nicht mehr so präzise einrastet? Habe bei meinem LOGO 500 eigentlich eine okay'e Riemenspannung eingestellt (gefühlsmäßig). Jedenfalls ist das bei mir hier zu Hause bei 25°C so. Oder ob sich bei 0°C draußen solch Veränderungen auftun können, dass sich die Riemenspannung nennenswert ändert?

                      Vielen Dank und Gruß vom
                      Matthias

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                      • Sebastian Zajonz
                        Gast
                        • 27.06.2002
                        • 1550
                        • Sebastian
                        • Ã?hringen - Stuttgart

                        #12
                        AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

                        Hmm ich würde mal prüfen ob auch bei niedrigen Temperaturen alles sehr leichtgängig geht. Ich befürchte da liegt der Wurm drin. Zu lockere Riemenspannung führt da eher zu einen hörbaren ßberspringen.

                        Grüße
                        Sebastian

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                        • Mathelikos
                          Member
                          • 01.12.2007
                          • 869
                          • Matthias
                          • Schweiz

                          #13
                          AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

                          Zu leichtgängig? Hmm.... also ein hörbares ßberspringen hatte ich bisher sicherlich nicht. Aber wenn sich eine etwas zu weiche Riemenspannung nicht auf das Einrastverhalten auswirken würde, dann wäre ich ja schon erstmal beruhigt.

                          Gruß,
                          Matthias

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                          • Aexxl
                            Aexxl

                            #14
                            AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

                            Zitat von Sebastian Zajonz Beitrag anzeigen
                            Die Verluste die unter Last durch das ineinander kämen der Zähne und die Reibung der Flanken etc. bei einen Zahngetriebe entstehen sind schlicht um einige Prozent größer als die bei einen Riemen bei selber Drehzahl, übertragener Leistung etc..
                            Hi,

                            nicht böse sein, aber das halte ich für Quatsch. Die Zähne reiben nicht aufeinander, sie rollen ab!
                            Falls sie reiben sollten, ist die Qualität sch.... oder das Zahnradspiel ist falsch eingestellt.

                            Ich komme zufällig aus der Branche und wir bauen Maschinen zum Zahnradschleifen von 5 mm bis 8 Meter.
                            Glaub mir, das ist eine Wissenschaft für sich, und ein Riemen kommt niemals an den Wirkungsgrad von nem Zahnrad dran.
                            Ein Riemen ist einfacher in der Umsetzung und den damit verbundenen Kosten, leichter und das Geräusch im Vergleich zu nem (günstigem) Zahnrad Getriebe ist leiser, aber das war´s dann auch schon.

                            LG, Axel

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                            • Mathelikos
                              Member
                              • 01.12.2007
                              • 869
                              • Matthias
                              • Schweiz

                              #15
                              AW: Heckantrieb, wie leicht- / schwergängig?

                              Aber wenn man sich mal die Motorrad-Branche ansieht, dann hat doch nach wie vor noch die Kette den besseren Wirkungsgrad als der Kardan. So wurde es jedenfalls damals in aller Munde diskutiert. So denk ich mir das eigentlich auch bei Riemen vs. Kegelrad.
                              Aber okay, ich bin da kein Profi.

                              Gruß, Matthias

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