AW: 80 A123 selektieren - wie ? mit meinen Mitteln ?
Noch zur Ergänzung:
Zunächst habe ich zum Testen solche Akkuhalter (siehe Bild) benutzt, hier sind die ßbergangswiderstände aber viel zu groß, damit kann man keine Vergleichsmessungen machen, das war viel zu ungenau...Ich kann also nur dringend davon abraten solche Halter zu verwenden.
Nach den schlechten Testergebnissen habe ich mir dann sofort oben gezeigte Kontruktion gebaut.
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ja, eigentlich hast du Recht, aber wenn du eine Spannung an einem Kabel misst über das gleichzeitig ein Strom fließt hat man einen unvermeidbaren Messfehler, da auf dem Ladekabel ebenfalls durch den Widerstand des Kabels eine Spannung abfällt nach dem Gesetz U=R*i
Beispiel: Wenn ich einen 3S Lipo lade und dann zum Schluss die 12,6V Ladeschlussspannung erreicht wird, fließt ja anfangs noch der komplette LAdestrom und der wird dann mit der Zeit reduziert. Mein Ladegerät zeigt einmal in der Ausgangsanzeige die Gesamtspannung an, die der Lader an den Hauptkabeln misst und dann kann man sich die einzelnen Zellenspannungen anschauen, die am Balancerstecker gemessen werden.
Gegen Ende des Ladevorgangs müsste die Gesamtspannung an den Hauptkabeln also genau 12,6V betragen und jede einzelne Zelle müsste 4,2V haben, eigentlich.
In der Realität ist die Spannung an den Hauptkabeln aber nicht 12,6V sondern ca. 12,65V, die einzelenen Zellen müssten also eigentlich eine Spannung von 4,216V haben was ja schon zu viel wäre, wenn man aber dann die Balancerspannungen anschaut stellt man auf einmal fest, dass alle Zellen eine Spannung von 4,2 oder nur 4,19V haben, wenn man die einzelnen Balancerspannungen addiert kommt man meist nur auf 12,58V, die Spannung an den Hauptkabeln ist aber 12,65V
Und genau diese Differenz ist die Spannung die am Ladekabel abfällt. Da aber an den Balancerkabeln keine Spannung abfällt, da kein Strom über sie fließt (bei der Innenwiderstandsmessung), sind die Balancerspannungen genauer. Man spricht hier von einer "stromlosen Spannungsmessung".
Nun kommt es auf das Ladegerät an: Wenn es den Innenwiderstand misst und dann den Innenwiderstand jeder einzelnen Zelle anzeigt misst es die dafür notwendigen Spannungen vom Balancerstecker. Bei meinem Ladegerät ist es so: Wenn ich keinen Balancerstecker angeschlossen habe, misst es den Innenwiderstand über die Hauptkabel, wenn ich auch noch Balancerstecker angeschlossen habe, misst es den Innenwiderstand über die Balancerstecker. Das hängt aber immer vom Ladegerät ab, außerdem gibt es keine einheitlichen Messvorschriften für das Messen von Innenwiderständen, man kann also die Innenwiderstände, die mit verschiedenen Ladegeräten gemessen wurden nur bedingt vergleichen.
In der Praxis macht das bei den A123 bei meinem Ladegerät ca. 2 bis 3mOhm aus, wenn ich ohne Balancerkabel arbeite ist der Innenwiderstand bei ca. 11mOhm und mit liegt er bei 8mOhm.
Man kann das ganze als Erbsenzähler betrachten, aber wenn ich die Möglichkeit habe nutze ich auch die Möglickeiten meines Laders.
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Hallo,
Ich bin nun mit dem vermessen endlich fertig!!!!
Das Ergebnis vom Dauerbetrieb meines Ladegerätes ist ein kaputtes Lager vom Lüfter, aber das macht nichts, ist noch Garantie drauf und Graupner ist bei solchen Sachen sehr Kundenfreundlich und vor allem schnell...
Ich habe nun gestern und heute ALLE Zellen verzinnt, das war eine Arbeit, aber Hallo, 150 Lötstellen und bestimmt über 200 Lötvorgänge, ich habe insgesamt bestimmt 10 Stunden gelötet und dabei 2 komplette Rollen (2x100 Gramm) Lötzinn verlötet.
Es dauert etwas bis man raus kriegt wie es am besten geht, aber dann gehts. Der Minus Pol ist sehr einfach zu verzinnen, der Pluspol hingegen sträubt sich jedoch mit allen Mitteln, aber gegen mich hatte er keine Chance :-)
Das wichtigste beim Löten: Einen starken Lötkolben nehmen, ich habe einen ungeregelten Lötkolben mit 80 Watt benutzt, ungeregelt heißt = immer volle 80 Watt, das bruzzelt ganz schön. Unter 80 Watt würde ich nicht nehmen, wenn ich das noch mal machen müsste würde ich mir vielleicht einen noch stärkeren Lötkolben besorgen.
Ebenfalls ganz wichtig: Der Lötvorgang muss so kurz wie möglich sein! Die A123 Zellen sind sehr empfindlich auf zu hohe Temperaturen im Vergleich zu NiCD Zellen, es hat schon so manch einer A123 Zellen kaputt gelötet, weil er zu lange auf den Zellen rumgebraten hat, also nie länger als 2 Sekunden Löten! Wenns dann nicht geklappt hat die Zelle erst bei Seite legen und wieder komplett abkühlen lassen und dann noch mal versuchen.
Nun muss ich noch meine Messergebnisse auswerten, nur weiß ich noch nicht so genau wie ich das machen werde...Ich will ja einen 4S15P Pack machen, das heißt, ich brauche vier 15er Packs die alle die gleiche Kapazität haben, gibt es da irgendeine Funktion in Excel oder sonst wo, wo mir dann die optimale Zusammensetzung ausgespuckt wird?
Programmieren ist nicht so mein Ding...
Gruß,
Piotre
Eine Pizza mit dem Radius z und der Dicke a hat das Volumen Pi*z*z*a
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Am besten geht es mit der Hammerspitze vom http://batt-mann.de/divZubehoer.htm zu löten. Die Leistung des Lötkolbens ist eigentlich Sekundär. Man muss viel Energie in der Lötspitze gespeichert haben. Umso dicker die Löstspitze, desto einfacher geht es.
Ich benutze einen ERSA 150W mit Dauer Meisel Lötspitze und einen 120W Weller mit Inline Lötspitze. Mit dem Weller geht das Löten fast 3 mal so schnell, aufgrund der dicken Lötspitze. In 2-3 Sekunden ist damit auch die schwierig zu lötende Anode erledigt.
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Mal eine Frage zum Aufbau: Wie baut Ihr das Pack auf?
10P und davon 4S ?
oder 4S und davon 10P?
Momentan tendiere ich zu letzterem, da man so leichter mit einem Balancer rankommt...
Habt Ihr noch einen Tipp, wie man die Lötfahnen abbekommt? Ich hab sie einfach mit einer Zange abgezogen und teils sind aber noch Reste dran...
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Wenn ich dich richtig verstehe möchtest du also zunächst 4S1P Packs machen und dann 10 Stück davon, richtig?
Und dann möchstest du insgesamt 10 Balancerkabel haben, so dass du jeden einzelnen Pack Balancerien kannst?
Ich werde das anders machen...ich habe meine Zellen ja alle recht detailliert wochenlang vermessen, deshalb werde ich erst jeweils 15 Zellen alle parallel verlöten und dann vier von diesen Packs in Serie, so dass ich dann einen 4S15P habe und zwar insgesamt mit einem Balancerkabel. Da ich die Zellen alle vermessen habe, werde ich die 15er Packs so zusammenstellen, dass alle vier 15er Packs die gleiche Kapazität haben.
Wie willst Du denn rausfinden, welche der 15P Zellen kaputt ist?
Tja, das ist dann in der Tat nicht so ohne weiteres möglich...aber dieses Risiko gehe ich ein. Ich habe mit jeder Zelle 3 komplette Zyklen durchlaufen, mit mehrtägigen Pausen dazwischen uns jeweils Lade/entladewirkungsgrade analysiert, ich hoffe einfach, dass mir dabei eine bald sterbende Zelle aufgefallen wäre.
Nun zum zusammenstellen der 15er Packs:
Ich habe alle 60 Zellen von Excel nach Kapazität sortieren lassen und dann habe ich einfach durchnummeriert, von oben und von unten gleichzeitig zur Mitte:
Die Zahlen 1,2,3,4 stehen für die 15er Packs.
1
2
3
4
1
2
3
4
Mitte
4
3
2
1
4
3
2
1
So ist in Pack 1 z.B. die allerbeste Zelle und die allerschlechteste Zelle, das gleicht sich aus, in Pack 2 ist dann die zweitbeste und die zweitschlechteste usw...
Auf diese Weise hatte ich auf anhieb nur eine Differenz von nur 18mAh (!!!) und ein 15er Pack hat eine Kapazität von ca. 32000mAh !
Dann habe ich noch ein paar manuelle Vertauschungen durchgeführt und nun haben zumindestens in der Theorie meine vier 15er Packs folgende Kapazitäten:
1. 15er Pack: 32382 mAh
2. 15er Pack: 32382 mAh
3. 15er Pack: 32381 mAh
4. 15er Pack: 32382 mAh
Das wären dann nur 0,003% Abweichung :-)
In der Theorie sieht das schon mal toll aus, in der Praxis wird das dann wohl etwas abweichen. Der generelle Messfehler bei meinen ganzen Vermessungen liegt wahrscheinlich in der Größenordnung von mindestens 5%...
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Hallo,
Nun habe ich die vier 15er Packs fertig!
Ein 15er Pack wiegt so wie auf dem Bild zu sehen 1180 Gramm.
Allerdings habe ich zur Sicherheit noch 2 Zellen ausgetauscht, wie sich nun herausgestellt hat eine davon unnötig, aber die andere hat mir Magenschmerzen bereitet:
Beim allerletzten Lötvorgang, wann auch sonst...., hat der Minus Pol etwas gelitten bzw. genauer gesagt die Umgebung des Minus Pols. die graue Plastikschickt ist weggeschmort und darunter kommt etwas metallisches zum Vorschein, ich dachte es gehört zum Minus Pol, aber als ich dann mit dem Multimeter nachgemessen habe stellte sicher heraus dass das metallische der Plus Pol ist !!!!
Das Bild ist sehr sehr stark vergrößert, der Abstand zwischen Minus und Plus Pol ist winzig!
Als es passiert ist, waren dort 3 kleine ßdernchen von der Kupferlitze, die sind sofort weggeschmort...Kurzschluss und zwar ein Kurzschluss von 15 parallel geschalteten Zellen...
Also passt beim Löten genau auf!
Daraufhin habe ich auch noch mal alle anderen sehr genau untersucht, hier ist aber alles in Ordnung.
Die Kupferlitze, mit der ich alles verbunden habe ist übrigens 2,5mm². Auf den Bildern sieht es so aus als wenn es deutlich mehr wäre 8mm² oder so, das täuscht aber.
Nun muss ich diese vier 15er Packs noch in Serie verschalten und dann werde ich wahrscheinlich noch irgendwo KFZ Sicherungen einbauen.
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Elektrisch sind deine Packs ja ok.
Nur wenn dir mal eine Zelle einen Kurzschluss baut, gehen alle fliegen.
Ich habe die Zellenverbinder mit 6mmx0,4mm Kupferblech gemacht und das nur als einfache Parallelschaltung ohne weitere Querverbinder, in der Hoffnung, das bei einem Zellenschaden der Lötverbinder fliegen geht. Auf niedrigen Innenwiderstand kommt es bei dem Versorgungsakku nicht wirklich an.
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6mm*0,4mm sind ja 2,4mm², also praktisch identisch zu meiner Verbindung, nur die Querverbindungen fehlen bei dir...
Aber bei Dauerströmen von 40 Ampere funktioniert ein 2,5mm² Kabel nicht mehr...selbst 4mm² werden da schon gut warm...Die Serienverschaltung hatte ich vor mit 8mm² zu machen, an zwei Punkten mit 4mm², oder mit 2,5mm²...allerdings habe ich nur noch 4mm² Kabel, ich habe bis jetzt ca. 4,50 Meter 2,5mm² Kabel verbraucht und über 300 Gramm Lötzinn...
AW: 80 A123 selektieren - wie ? mit meinen Mitteln ?
2,5 mm² wird bei mir noch nicht mal mit 60A Ladestrom wirklich warm.
Es hat eine große Oberfläche und wird dadurch gut gekühlt.
Die isolierten 6mm² Ladeleitungen werden erheblich wärmer.
Lass es doch warm werden, tut doch nicht weh.
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