Hi,
vielleicht möchte ja jemand etwas mehr über Schraubenreibwerte, Anzugsmomente wissen, kann sein das es den Link hier schon gibt, habe ich nicht kontrolliert.
Hier findet man einen tollen Online Rechner Drehmoment und Vorspannkraft berechnen, der auch für M2 Schrauben geht:
Was ich letztens gelernt habe.
12.9er Schrauben darf man nicht verzinken.
An einer Roboter Waschzelle sollte der Roboter mit 12.9 er Schrauben befestigt werden.
Weils da drin so schön nass ist, hat man die Schrauben zum verzinken gebracht.
Das ganze hat im Betrieb wenige Stunden gehalten, dann waren alle Schrauben abgerissen, obwohl sie nur mit 1000 Nm angezogen waren aber 1200 gedurft hätten.
Man konnte hören wie ein Kopf nach dem anderen weg flog.
Vielleicht hätte man sich vorher Gedanken machen sollen, warum es keine 12.9er verzinkte oder vernickelte Schrauben zu kaufen gibt.
Hi,
das ist ein wunderschönes Bespiel was passieren kann. Das Verzinken, wenn es kein Feuerverzinken war, wird sicher nicht das Problem für die Festigkeit des Werkstoffs gewesen sein, sondern die Reibwertveränderung durch die Zinkschicht "µ" unter Kopf und Gewinde wurden drastisch verändert, sicherlich verringert!
Wenn man sich dann mal das, in dem von mir dargestellt Reibwertdiagramm anschaut, dann gibt es bei gleichem Anzugsmoment viel zu hohe Spannungen, ein Wunder, das die Schrauben nicht schon beim Anziehen abgerissen sind. Dazu kam nun die Belastung durch den Roboterarm, was dann zum Versagen geführt hat.
Drehmomentschlüssel sind wie Wünschelruten, wenn man nicht die genauen Reibwertverhältnisse der Verbindung kennt! Allein das Lösen bzw. mehrfache Anziehen einer Schraubverbindung bringt schon starke Veränderungen. Ein Grund dafür, das Schrauben häufig in der Luftfahrt nur 1x verwendet werden dürfen, weil sonst die erforderlichen Vorspannungskräfte nicht passen!
Gruß
Horst
Aaber für eine Wasserstoffversprödung muss doch soweit ich mich erinnere irgendwie Wasserstoff entstehen, der wasserstoff in der Luft reicht nicht aus.
Wenn man die einmal einschraubt, sollte doch eigentlich ruhe sein?
Diese Einmal-Schrauben gibts nicht nur in der Luftfahrt. Diese sind meißt sog. dehnschrauben die mit einem vorgeschriebenen Drehmoment + einer in Grad angegebenen zusätzlichen Drehung angezogen werden. Z.B. 85Nm + 90 Grad. Die Schrauben haben unter dem Tellerkopf einen Dehnbereich und werden ohne Scheiben montiert, einmal angezogen auf den Wert und die Schraube darf nach dem Lösen nicht mehr verwendet werden. Hab ich in meinem Job z.B. bei VW-Motoren Gas und Diesel öfter.
Beim Modellheli allerdings nicht wobei ich da Schrauben für BLW oder Jesusbolt nach einem Crash nicht nochmal verwende auch wenn sie optisch ok sind. Und auch auf Arbeit tu ich mir nix Gutes wenn als Kundendienstmonteur ne nur leicht ausgenuddelte Schraube wiederverwende. Denn mit Sicherheit bin ich dann der mit der Arschkarte ne rundgedrehte Inbusschraube an einer schlecht zugänglichen Stelle.
@Raveman, ob die immer mind. 8.8 sind weis ich net aber hier mal ein kleines rechenbeispiel um den Wolle zu beruhigen.
Die Schraube am Blatthalter vom T-Rex 500 ist ne M3, angenommen die hätte 8.8 dann hätte sie eine Dehngrenze von 640N/mm².
Der Spannungsquerschnitt von ner M3 sind 5,03mm², das mal die 640 N ergibt ne Belastbarkeit von 3219,2 N oder 321 kg ...........
Ich hab mir mal vor einiger Zeit die Fliehkraft ausgerechnet und hab dann Festgestellt dass es auf jeden Fall reicht..........
Wenn du dir nicht sicher bist was du für Schrauben kaufst oder bekommst, dann würd ich sie im Schrauben Fachhandel kaufen und nicht im Baumarkt......da sind sie eh billiger......bei uns in der Gegend zumindest.
Grüße Dino
Hallo Dino,
Deine Rechnung ist zwar im Prinzip richtig, aber Deine Schlußfolgerung nicht.
In Deiner Rechnung hast Du die Schraube auf die Streck-/Dehngrenze dimensioniert ohne Berücksichtigung eines Sicherheitsbeiwertes. Und wenn, wäre der bei Dir 1. Das macht aber kein verantwortungsvoller Konstrukteur. ßblich wären 1,5 bis 2. Im vorliegenden Fall würde ich aufgrund der dynamischen Belastung und der besonderen Gefährdungslage einen Sicherheitsbeiwert von 4 ansetzen. Und dann schaut Deine Rechnung schon ganz anders aus. Die zulässige Belastung der M3 in 8.8 wäre dann nur noch 805N bzw. ca 80Kg. Die erreicht man bei einem Rex-500 bei knapp über 2000U/min (angenommenes Blattgewicht 65g).
Wäre in einem Rex-500 eine M3 in 8.8 verbaut, würde ich mir schon Gedanken machen, vor allem, wenn ich über 2000U/min fliegen möchte.
Man kann die ganze Angelegenheit auch schönrechnen, wenn man mit niedrigen Sicherheitsbeiwerten arbeitet, gefährdet aber sich und die Umwelt.
In meinem Atom-500 sitzt in der Verbindung Blattlagerachse und Blatthalter eine M4 und das ist auch gut so. Die "erträgt" in 8.8 140kg und in 12.9 240kg (bei einem Sicherheitsbeiwert von 4).
Bei einer Kopfdrehzahl von 3000U/min beträgt die Fliehkraft am Rotorblatt eines 500er etwa 1800N bzw. 180kg.
obwohl seit dem Thread von Dino doch schon einige Zeit verstrichen ist, kann ich dir nur in vollem Umfang zustimmen.
Bei diesen ßberlegungen sollte man sich auch noch vergegenwärtigen, dass eine Schraube ein stark gekerbter Querschnitt ist, der auf dynamische Belastungen wesentlich empfindlicher reagiert, als das ideele Berechnungsmodell eines Bolzens mit dem (gleichförmigen) Durchmesser des Spannungsquerschnitts. Die Gefahr eines Dauerbruchs ist ungleich höher, weshalb sich dies auch im Sicherheitsbeiwert niederschlagen muss!
Auch gelten die Rechenwert nur, wenn die Schraube fachgerecht (mit entsprechender Vorspannung) eingedreht wurde. Ist dies nicht der Fall, kann sich die Vorspannung abbauen und die Dauerbruch-Versagenswarscheinlichkeit nochmals hochtreiben. Das andere Extrem (bei M3 sehr wahrscheinlich) ist, dass die Schraube zu fest "angeknallt" wird und deshalb eigentlich schon vorgeschädigt ist. Auch hier gelten dann die Rechenwerte nicht mehr.
ßbrigens: Bei kleinen Schrauben (< M5) ist nicht generell gesagt, dass bei der Kombination Schraube/Mutter kein Abstreifen des Gewindes auftritt. Das muss also ggf. untersucht werden. Dabei sollte man beachten, dass Untersuchungen gezeigt haben, dass nur etwa 3 Gewindegänge "tragen".
@Christian:
Diese Einmal-Schrauben gibts nicht nur in der Luftfahrt.
Deine Erläuterungen gelten auch für die sogenannten "Passschrauben". (Diese haben jedoch üblicherweise auch U-Scheiben, sie sind als komplette "Garnitur", also als Set mit Schraube, Scheibe und Mutter zu haben). Die Befestigung kann im Drehmoment-, Drehimpuls-, Drehwinkelverfahren oder kombiniert erfolgen. Es müssen aber auch die Rahmenbedingungen stimmen, wie z. B. beim Drehmomentverfahren das leichte ßlen der rohen und die Schmierung mit Molybdänsulfid der verzinkten Schraube. Dadurch wird auch sicher gestellt, dass das erforderliche Drehmoment einigermaßen zielgenau aufgebracht werden kann.
Da solche Maßnahmen im Helimodellbau doch etwas über das Ziel hinausgehen, sollte einfach eine "sichere" Dimensionierung der Schrauben erfolgen. Da würde ich auch sagen, es hat sich über mittlerweile "Jahrzehnte" bewährt bei 60er-Mechaniken (600er bis 700er) eine M4 (8.8) für den Blatthalter und für die Blattbefestigung zu wählen. Klar geht kleiner auch, aber da sollte man dann schon wissen was man tut.
Hallo
Ich weis jetzt nicht ob das auch hier her passt.
Ich habe kürzlich Madenschrauben M4 x 4 x 4 oder 5 mm länge gesehen die verchromt ausgeschaut haben , Sind die besser ?? oder dreht da der impuschlüssel nicht so schnell durch ??
gibt es für die M4 auch einen Impuschlüssel der auch greift wenn die normalen impuschlüssel schon durchdrehen ?
gruß
Wir hatten da letztens mal wieder Probleme mit abreisenden Schrauben.
Eingesetzt waren 12.9 M10.
Da meinte ein alter Erfahrener Industriemechaniker, setz mal 8.8er ein. Die reißen nicht ab.
Das war an einem ordinären Rollgang ohne besondere Belastungen.
Der gute Mann hatte recht. Mit den 8.8er Schrauben war Ruhe.
Ob Unwucht in den Rollen den Schrauben zu schaffen machte, keine Ahnung. Manchmal scheint weniger mehr zu sein.
Hallo ich brauche Hilfe bin Anfänger.Habe ein E rix 500 und möchte ihn in ein 500 Airwolfrumpf setzen.Leider passt dieser rumpf nicht ganz und musste die Spanten höher machen. In der Anleitung vom 500er Rumpf steht 4stück M2x20 schrauben(Brauche aber M2x25mm) diese müssen aber jetzt länger sein.Weiß jemand wie die richtige bezeichnung der Schrauben sind? Laut internet habe ich gefunden M2.6x 20 oder M2.5x20 welche sind nun die richtigen.
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