BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

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  • Nanofan
    Senior Member
    • 11.12.2013
    • 1091
    • Berthold

    #136
    AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

    Das mit den Rampas ist eine von vielen Lösungen - kann ich schon nachvollziehen.
    Kann man sicher gut mit den Rampas machen.

    Was soll der Nachteil sein durch das Trennbrett zu bohren - so kann ich mit Stiften (ich nehme kleine Stücke von 6mm PVC Röhrchen) die Muffen und Gewindeeinsätze fixieren und dem Trennbrett tut das nicht weh :-).
    Das mit dem Sekundenkleber ist natürlich auch eine Möglichkeit - keine Frage.

    das mit dem 80er Gewebe hat bei meinen kleinen Formen (1:16) für mich einfach Vorteile das einzulegen - und meine Formen müssen aktuell auch keine 100 Entformungen aushalten. Das mit den Matten ist vermutlich für jeden Erfahrungssache - und es kann gut sein dass ich später (mit mehr Erfahrung), um Lagen zu sparen, auch in der ersten Lage dann gleich was Dickeres nehme.

    Dein Einwand mit dem Verdünnen des Formenharzes habe ich aufgenommen - werde ich so ausprobieren und dann auch in die Liste aufnehmen

    Viele Wege führen zur Form - deshalb ist es ja auch super, dass die unterschiedlichen Wege hier aufgezeigt werden. Es wird nicht nur die "eine" Lösung geben (finde ich spannend) - es geht mir hauptsächlich drum das anfängertauglich aufzulisten - mit all den Kniffen, die in den meisten Beschreibungen einfach vorausgesetzt werden - weil diese von Profis erstellt wurden.

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    • Take5
      Senior Member
      • 23.09.2010
      • 4321
      • Christian
      • Wildflieger Mannheim, O-Town

      #137
      AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

      Zitat von Scale-Pitter Beitrag anzeigen
      Ich kann nicht so richtig nachvollziehen, wie Du die "Rampa-Muffen" verwendest. Es liest sich so, als würdest Du diese zuvor ins Trennbrett verschrauben. Wenn das so wäre, dann halte ich das nicht für eine gute Lösung. Ins Trennbrett sollte grundsätzlich nichts eingeschraubt oder eingebohrt werden!
      Wüsste auch nicht warum nicht. Habe es bei meinen Formen genauso gemacht mit den Gewindeeinsätzen. Und die Passbuchsen für die Passstifte habe ich auch mit Löchern + der Passstifte auf dem Brett platziert.

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      • MWi
        MWi
        Member
        • 29.12.2015
        • 665
        • Martin
        • Aero Model AMC Belgien und Markgräflerland e.V.

        #138
        AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

        Für mich als Mitleser, extrem infomativer Thread hier, soviel geballtes Wissen von Euch Laminierexperten und Praktiker ist schon wirklich einzigartig. Ich habe auch so ein Prokekt vor mir, RC-Heli ist einfach unbezahlbar dafür

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        • Scale-Pitter
          Member
          • 13.02.2013
          • 128
          • Peter

          #139
          AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

          Okay, wenn das so einige praktizieren, dann soll das so sein. Die Methode, die ich anwende sieht so was nicht vor. Ehrlich gesagt, kenne ich auch nicht bzw. wurde mir das so auch nicht beigebracht. Man(n) lernt immer noch dazu!!!

          Der Nachteil könnte aus meiner Sicht folgender sein: Ich möchte durch das Trennbrett eine glatte Oberfläche haben, die ebenfalls auf das Gegenstück plant aufliegt. Wenn man nicht sorgfältig bei der "Abdichtung" der Rampen-Muffen vorgeht, hätte ich immer die Befürchtung, dass Harz (wie auch immer) in den Bohrungen eindringen könnte. Somit hätte ich in meiner "Trennebene" Unebenheiten, die dazu führen könnten, dass beide Formhälften nicht mehr schön verschließen. Ist nur meine ganz persönliche Einschätzung!!!

          Ach so, was mir noch einfällt! Ich hoffe, dass Du eine "ßffnung" mit einplanst, damit Du (wenn Du soweit bist) die beiden Formhälften von Innen laminieren kannst. Stichwort "ßberlappung"! Denn bei zwei geschlossenen Formhälften funktioniert das dann mit der inneren ßberlappung nicht!

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          • Nanofan
            Senior Member
            • 11.12.2013
            • 1091
            • Berthold

            #140
            AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

            Sind bei mir ja 2 Hälften die ich getrennt laminieren kann - dann wird auf einer Seite jeder Hälfte ein Rand stehen gelassen der als Klebenaht verwendet wird.
            und ja Vorne zum Rumpfanschluss ist der Tailboom offen da komme ich (so leidlich) mit einem ab gekröpften Pinselchen zum Verstreichen rein

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            • Nanofan
              Senior Member
              • 11.12.2013
              • 1091
              • Berthold

              #141
              AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

              ich habe das Trennbrett für die Seitenflosse (nach meinem gescheiterten ersten Formharz Versuch) nochmals neu gemacht und jetzt gleich wie mehrfach empfohlen wurde - gleich mit einen beschichteten Spanplatte - damit das Wachs ganze Arbeit leisten kann und nicht die Hälfte im Holz verschwindet.
              Auch werde ich (wie empfohlen) ohne seitliche Rahmen arbeiten

              - Trennbrett 5-6 mal wachsen - 24 Std liegen lassen
              - Buchsen für Dübel und Schrauben setzen
              - alles mit Knete verschließen
              - Formenharz drauf
              - angelieren lassen
              - die 4 Mattenlagen drauf
              - 24 Std warten dann Trennbrett entfernen und 2. Seite herstellen

              Aber das wisst ihr ja alles schon!
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              • echo.zulu
                Senior Member
                • 03.09.2002
                • 3897
                • Egbert
                • MFG Wipshausen

                #142
                AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                Weil es ja vielleicht falsch rüber gekommen ist hier noch mal meine Methode mit den Rampa-Muffen:

                Man nehme:

                1 Rampa-Muffe mit M4 innen = 3,2 mm Durchgangsloch
                1 Rampa-Muffe mit M3 innen = 2,5 mm Durchgangsloch
                1 Schraube M4 etwas kürzer wie beide Muffen hintereinander

                von diesen Verschraubungen braucht man so viele, dass man rund um die Form ca. 5 cm Abstand zur nächsten Schraube hat.

                Ins Trennbrett kommt an jeder Verschraubungsposition eine 3 Bohrung. Von unten steckt man die Schraube durch und dreht von oben die M3 Rampa-Muffe auf. So liegt die Muffe fest auf dem Trennbrett auf und wenn man keine geschlitzte Rampamuffe gekauft hat, muss man zum Trennbrett auch nichts extra abdichten. Das Formenharz ist ja recht dickflüssig und fließt durch das enthaltene Trixotropiermittel auch nicht weiter. Oben auf die Rampamuffe kommt dann die Knetkugel. In der Regel reichen 2-4 Passdübel aus. Auf keinen Fall kann man dafür die Schrauben verwenden, sondern braucht auf jeden Fall gute und genaue Passdübel. Die 3-teiligen Passdübel von R&G aus zwei Buchsen und einem losen Passstift haben den Vorteil, dass man eine ebene Form bekommt, falls man die Formhälften im Unterdrucksack mit einem Stützkern laminieren will. Bei normalen Formen tun es auch die einfachen zweiteiligen Passdübel. Bei der ersten Formhälfte bohre ich an den Dübelpositionen auch noch ein Loch, denn hier werden die "Männchen" zuerst einlaminiert. Bei der zweiten Formhälfte kommen dann die "Weibchen" dran.

                Nun wird die erste Formenhälfte laminiert. Nach der Schicht Formenharz die Kupplungsschicht mit Glasfaserschnipseln oder Baumwollflocken. Danach würde ich noch Mumpe (= Laminierharz mit Baumwollflocken, Microballons oder Glasschipseln) an die Stellen bringen, wo das Gewebe sonst hochkommen würde. Erst dann kommt die erste Lage Gewebe. Ich würde das Deckschichtharz jedenfalls nicht für die Füllung von Kehlen verwenden, denn es ist nicht so fest wie ein gefülltes Laminierharz.

                Beim Gewebeaufbau würde ich von 80er Gewebe abraten, denn dieses gibt es fast ausschließlich nur in Leinwandbindung. So ein Gewebe lässt sich nur schlecht auf sphärisch geformte Oberflächen drapieren. Da ist die Köper-Bindung, die es gängig ab 160g/m² gibt, viel besser zu verarbeiten. Dann kommen schon 3-4 Lagen eines dickeren Gewebes. Ich habe bei größeren Formen dann zu Roving-Gewebe mit 400-580g/m² gegriffen. Du solltest schon auf eine Formendicke von 3-4 mm kommen, damit sie stabil genug ist. Um die Verschraubungen herum sollte der Laminataufbau noch ein bisschen dicker sein. Man kann z.B. ein paar Glasgewebe-Patches über Kreuz einschneiden und so über die Verschraubungen stülpen. Außen, wie beschrieben, dann noch eine Lage 160er als Abschluss.

                Ist das alles nun wirklich ausgehärtet, so wird nur das Trennbrett entfernt. Das Urmodell sollte in der Form bleiben. Nun wieder die Trennmittelaktion. Danach kann man die M4 Rampa-Muffen auf die M3 Schrauben auffädeln und in die fertige Formenhälfte eindrehen. Auch hier muss man die M4 Rampamuffen nicht noch extra befestigen. Oben auf den Schraubenkopf kommt wieder ein Hut aus Knete. Dann wird die zweite Formenhälfte laminiert.

                Nach deren Aushärtung kannst Du die Verschraubungen der ersten Formenhälfte auf der Rückseite ebenfalls freilegen. Nun drehst Du die M3 Schrauben von der Rückseite der Form ein und kannst auf der anderen Seite eine M4 Schraube eindrehen. So steht Schraube gegen Schraube und Du kannst damit die beiden Hälften hoffentlich zerstörungsfrei auseinander drücken.

                So nun ist der Text doch noch länger geworden als ursprünglich gedacht. Vielleicht hilft es ja die eine oder andere Klippe zu umschiffen.

                Abschließend noch ein Tipp zur Temperatur. Achte darauf, dass im Raum wenigstens 20 Grad sind. Dann härtet das Harz am besten aus. Weiterhin kann man zwar mit Tempern der Form und auch des späteren Rumpfs die Festigkeit erheblich steigern, aber das setzt auch hitzebeständige Trennmittel und ein Urmodell voraus, dass sich nicht ausdehnen kann. Die häufig im Urmodellbau verwendeten Hartschäume machen da schnell mal einen Strich durch die gut gedachte Rechnung.

                So und nun viel Erfolg. Ich bin gespannt auf Deine Ergebnisse.
                CU,
                Egbert.

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                • Scale-Pitter
                  Member
                  • 13.02.2013
                  • 128
                  • Peter

                  #143
                  AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                  Ich würde noch 4 weitere Buchsen für Schrauben setzen, damit man später alles rundherum mit dem gleichen Druck verschrauben kann. In der Mitte jeweils einen gegenüber und an den "Köpfen" jeweils eine gegenüber.

                  Da es sich um ein relativ schmales (von der Dicke) Bauteil handelt, kann man da wenig innen mit ßberlappungen arbeiten. Dazu könnte ich Dir später noch was sagen, wenn Du das Teil laminierst.

                  Kommentar

                  • Scale-Pitter
                    Member
                    • 13.02.2013
                    • 128
                    • Peter

                    #144
                    AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                    Noch ein Tipp! Du kannst auch die Schrauben und das Gewinde der Muffen dick mit Trennwachs einschmieren und dann einschrauben. So, dass es gut rausquillt. Anschließend lassen sich die Schrauben auch ganz leicht rausdrehen!

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                    • Scale-Pitter
                      Member
                      • 13.02.2013
                      • 128
                      • Peter

                      #145
                      AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                      Jetzt schreibe ich aber häppchenweise!!!

                      Zum Tempern kann man auch ganz einfach und mit relativ wenig Geld eine Temperbox bauen. Deine Teile sind ja nicht sooo groß!
                      Besorge Dir Styrodurplatten in ca. 4cm Stärke. Baue Dir daraus eine "Box"/"Kiste", wie auch immer. Als "Dübel" kannst Du Zahnstocher verwenden, damit das Ganze nicht auseinander fällt (Boden/Seitenwände). Am Kopfende schneidest oder lässt Du eine ßffnung, damit Du mit einem Heizlüfter warme Luft reinblasen kannst. Oben den Deckel legst Du nur drauf und achtest, dass ringsherum alles einigermaßen dicht ist. In den Deckel oder an der Seite kannst Du ein "Backthermometer" durchstechen. So kannst Du die Innentemperatur messen. Sollte es innen zu warm werden, kannst Du den Deckel etwas öffen. So kannst Du die Innentemperatur ein wenig regulieren.

                      Styrodur schmilzt bei ca. 240°C. Nur zur Info. Soll aber nicht heißen, dass Du mit einer Temperatur von 240°C tempern sollst. So um die 70°C verkürzt die Aushärtezeit schon enorm.
                      Aber auch hier würde ich das in einem gut belüfteten Raum machen! Dämpfe könnten immer entstehen. Sicher ist sicher!!!

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                      • Nanofan
                        Senior Member
                        • 11.12.2013
                        • 1091
                        • Berthold

                        #146
                        AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                        Herzlichen Dank für die Tipps von denen ich ja direkt welche umsetzen kann
                        Heute wieder 2 Formenhälften mit Formenharz erstellt.
                        Eventuell mach ich noch eine Weitere - die Nacht ist ja noch lang :-)
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                        • echo.zulu
                          Senior Member
                          • 03.09.2002
                          • 3897
                          • Egbert
                          • MFG Wipshausen

                          #147
                          AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                          Für ne Temperbox eignet sich ein Heizlüfter meiner Meinung nach nicht so gut, weil der Stromverbrauch recht hoch ist und die Gefahr besteht zu hoch in der Temperatur zu kommen. Viel einfacher ist es die Abwärme von alten Glühlampen zu nutzen. Dann kann die Temperbox rund rum geschlossen sein und zur Temperaturkontrolle reincht ein einfacher Thermostat. Vielleicht noch ein kleiner Lüfter, der die Luft innerhalb der Box zirkulieren lässt.

                          Aber es führen ja viele Wege zum Ziel.
                          CU,
                          Egbert.

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                          • Nanofan
                            Senior Member
                            • 11.12.2013
                            • 1091
                            • Berthold

                            #148
                            AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                            Ich habe schon Aufwand genug - eine Temperbox (bei allem Respekt) tue ich mir nicht auch noch an. Das Zeug muss ohne Hilfsmittel hart werden - meine Werkstatt ist temperiert.
                            Und wenn´s nicht hart wird - dann fang ich das Briefmarken sammeln an :-)

                            Kommentar

                            • Scale-Pitter
                              Member
                              • 13.02.2013
                              • 128
                              • Peter

                              #149
                              AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                              Zitat von Nanofan Beitrag anzeigen
                              Ich habe schon Aufwand genug - eine Temperbox (bei allem Respekt) tue ich mir nicht auch noch an. Das Zeug muss ohne Hilfsmittel hart werden - meine Werkstatt ist temperiert.
                              Und wenn´s nicht hart wird - dann fang ich das Briefmarken sammeln an :-)
                              Nein, nein...um Himmels Willen, das muss nicht sein!

                              Natürlich reicht "normales" aushärten. Ich wollte nur ein wenig auf das Thema eingehen, was echo.zulu angeschnitten hat. Um zu zeigen, wie man relativ einfach eine Temperbox bauen kann.

                              Mach ganz entspannt weiter!!!

                              Kommentar

                              • Nanofan
                                Senior Member
                                • 11.12.2013
                                • 1091
                                • Berthold

                                #150
                                AW: BO-105 in 1:16 - vom Plan zur Form

                                war ja nicht untätig und habe mir die erste Rumpfhälfte vorgenommen.
                                Formenharz - Kupplungsschicht und nach 4 Stunden ging es weiter.

                                Wo ich noch Probleme habe, sind die Verschraubungen - die sind zu nahe an der Form? - da kriege ich die Lagen nicht vernünftig gelegt das gibt Lufteinschlüsse ohne Ende, auch mit Einschneiden.

                                Die Verschraubungen weiter weg setzen also das Trennbrett größer machen? - wird es dann auch nicht bringen weil man braucht die Verschraubung ja nahe an der Formenkante - oder?

                                Die Knete habe ich immer mit einem kleine Hügel auf die Verschraubungen gesetzt - einfach eben mit der Verschraubung? wäre das eine Möglichkeit die einen schneller mit dem Aufbau über die Schrauben kommen lässt.

                                Und ja ihr habt recht - man braucht die dicken Matten - selbst mit meinen 200er Lagen komme ich ewig nicht auf eine vernünftige Schichtdicke - da laminiere ich an einer Form 2 Stunden und muss 2-3 mal Harz anmachen weil nach 55 Minuten ist die Topfzeit zu Ende.

                                - Verschraubungen - wie kriegt man die Lagen besser rein?
                                - Für entsprechende Schichtdicke dickere Gewebelagen verwenden

                                Gibt es Optimierungs-Tipps von den Formenexperten?

                                Kommentar

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