Rotorblätter richtig auswuchten
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Welcher Umstand regt Deines Wissens nach in "einem Resonanzbereich von 1300 - 1500 rpm" eine Resonanz an? Das Wobbeln ist die sichtbare Wirkung, also die Folge der Resonanz.Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigenEs ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Jeder Körper der schwingbar ist, hat eine Eigenschwingung. Auch CFK Platten können schwingen = sich biegen und da hilft auch kein Wuchten der Chassisplatten
Und jeder dieser Körper kann angeregt werden und dann wiederum einen anderen Körper anregen usw. Im Extremfall führt dies zur Resonanzkatastrophe. Sprich selbst eine nicht spielfreie Akkurutsche oder eine spielfreie Akkurutsche mit einem schwereren/leichteren Akku kann zu einem Wobbeln führen.
Energie wird in den Rotorkreis gesteckt, der wiederum schwingbar über die Blattlagerwelle gelagert ist. Zudem können Rotorblätter auf und ab schwingen.
Auch in einem perfekt gewuchteten System, kann es zu Schwingungen kommen, der wiederum den PID "Kreis" des FBL anregen kann usw. . .
Sobald sich was dreht, steckt Energie drin, sobald Energie drinsteckt, kann es Schwingen.
Selbst die Temperatur kann "Schwingungsfenster" verschieben, da die Körper bei unterschiedlicher Temperatur, unterschiedlich schwingen möchten.
Hier ist vieles schön erklärt:
Schwingende Körper (Schwinger, Oszillatoren) können durch Energiezufuhr von außen zu erzwungenen Schwingungen angeregt werden. Ist die Erregerfrequenz gleich der Eigenfrequenz des Schwingers, so erreicht die Amplitude der Schwingung ein Maximum. Das wird als Resonanz bezeichnet. Die Resonanzbedingung lautet: f E = f 0 f E Erregerfrequenz f 0 Eigenfrequenz des Schwingers
Und sehr faszinierend ist das Spaghettirätsel der Physik, was erst neulich gelöst wurde. Kann ich jedem als Lektüre empfehlen
Grüße,
Daniel
PS: Rotorblätter Wuchten kann wichtig sein, löst aber eben nicht alle Probleme
[FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hi, ich habe jetzt die letzten Seiten nicht mehr gelesen, wollte aber auch mal meinen Senf dazu geben...
Ich habe meine Lehre in einer Motorrad + Autowerkstatt gemacht...
Wir haben Motorradräder statisch gewuchtet
Autoräder (Felgen + Reifen) dynamisch...
Der Unterschied hierbei ist, beim statischen wuchten wird ein eher dünnes Rad,
wie eine Scheibe behandelt und links und rechts der Speichen Gewicht auf die Felge,
auf einer Seite des Drehpunktes geklebt, bis diese sich nicht mehr selbständig auf einer Welle gedreht hat.
Beim dynamischen wuchten hat man eine Autofelge,
am besten nehmen wir ein Hinterrad von einem Lamborghini, mit einem sehr breiten Reifen...
hier ist nicht nur wichtig dass das Rad auf der Welle stehen bleiben würde,
sondern dass das Radinnere zum Radäußeren ausgeglichen wird...
so kann es sein, dass man zB. 30Gramm links vom Drehpunkt und 30Gramm rechts vom Drehpunkt aufklebt,
aber eben einmal am Felgeninneren- und einmal am Felgenäußeren Rand...
Das Rad wäre also statisch gewuchtet gewesen, nicht aber dynamisch!
Ich hoffe ich konnte mich nachvollziehbar ausdrücken...
und ich denke anhand dieses Beispiels wird klar, dass sicher 99% hier nur statisch wuchten auch wenn sie den Längsschwerpunkt beachten...
zum dynamischen wuchten müsste man aber noch den Querschnittsschwerpunkt mit einbeziehen!
Und naja bei einem Blade Nano halte ich das für ausgeschlossen...
Einen 700er besitze ich nicht, aber auch bei meinem 450er mit ca 3-4mm Blattstärke halte ich das für eher ausgeschlossen
viele Grüße Fabi
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Aber ein perfekt gewuchteter Riemen, kann niemals angeregt werden! ^^[FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
leider hat noch niemand konkret auf meine Frage geantwortet.Zitat von rainerX Beitrag anzeigenkonkrete Frage:
ab welcher Gewichtsdifferenz würdet ihr nachbessern. bzw optimieren. Würde mir in der Zukunft weiterhelfen.
(betrifft 550,600,700er Blätter)Zuletzt geändert von rainerX; 15.12.2020, 10:02.3x XLPower550/ 5x TT E550FBL/ E550S-Paddel/ Beam(Hatz)SE/ MSH Mini-Protos/ #Graupner#
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hallo Rainer,
persönlich montiere ich immer die Rotorblätter ungewuchtet und schaue erst einmal, ob ich eine Vibration habe. Habe ich keine, dann ist alles gut. Werden mir vom Heck oder Kopf Vibrationen angezeigt, fange ich mit dem Wuchten an.
Ohne Vbar Control wird es da schwer. Kann Dir da die Frage daher nicht beantworten, da ich seit über zehn Jahren Vstabi verwende und seit jeher mit Hilfe der Vibrationsanalyse alles mache.
Grüße,
Daniel[FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Eine interessante Ansicht . . .Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigenAber ein perfekt gewuchteter Riemen, kann niemals angeregt werden! ^^Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Ich hoffe Du hast den ironischen Seitenhieb von mir mit Humor genommenZitat von uboot Beitrag anzeigenEine interessante Ansicht . . .
[FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Und noch was kann (!) eine Rolle spielen...
Ich flieg nur Oldies, weiß daher nicht genau wie eure "Köpfe" im Detail aufgebaut sind. Aber wenn wie zb bei Heim/Vario/Schlüter 2-Blatt Köpfen die Blattlagerwelle durchgehend ist, so kann sich, selbst wenn mit Passcheiben spielfrei, sich bei beginnenden Fliehkräften die ganze Sache nen Hauch verschieben, da die Gummielagerung ja etwas nachgeben kann.
Daher nützen hier (!) selbst die perfektest gewuchteten Blätter manchmal (!) nichts. Da muß man dann eben im Falle am Heli manuell nachbessern und per Folie aufkleben schauen wann Vibrationen besser werden.
Zum nachmachen völlig ungeeignet, aber ich fasse einmal (!) testweise den Heli am Heck an, wenn er am Boden steht und Drehzahl hat. So spüre ich im Falle die Frequenz und Stärke der Vibrationen. Grade die Hochfrequentigen sieht man gerne nicht recht. Aber lasst das besser, dafür gibts ja geeigneteres, elektronisches...
[FONT="Comic Sans MS"][/FONT]
Schlüter Champion - mehr als nur ein Heli
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Sowohl die 550er als auch die 600er Blätter hab ich (wie auch die "kleinen" 210 und 350mm Blätter) auf der Feinwaage bis 0,01g genau gewuchtet. Auch beim/nach dem Lackieren. Aber 0,05 würde ich schon durchgehen lassen, bei 600er Blättern.leider hat noch niemand konkret auf meine Frage geantwortet.
(betrifft 550,600,700er Blätter)
Hersteller wie Spinblades setzen ebenfalls diese Genauigkeit (0,05g) an. Wird also vernünftig sein.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hallo zusammen,
ich habe ein Satz Rotorblätter auf meinem 450er, mit einer Differenz von 0,8Gramm zueinander, ab Werk. Die fliegen sich Top weil das leichtere Blatt seinen Schwerpunkt weiter außen hat. Wenn ich sie hintereinander an einen Nagel hänge, ist der Vorlauf gleich.
Man kann also schwer sagen ab wann nachwuchten und wann nicht.
Die Differenz der Schwerpunkte in der Blattlänge macht sich auch eher bei Helis bemerkbar, deren Rotorkreis nicht ganz flach ist z.B. Oldies, die eine andere Kopfgeometrie haben.
Gruß Chris
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Wau, was ihr hier einen Aufwand betreibt, Respekt.
Bei mir kommen die Blätter auf den Heli und dann wird geflogen.
Habe Blätter noch nie gewuchtet, außer Heckblätter die ein bisschen Bodenkontakt hatten. Meine Vibrationsanalyse ist mein Brain. Rettung gerade, alles OK. Rettung schief, Ursachenforschung nach der Vibration. Letztes mal vor 2 Monaten. Ursache, eingelaufene Heckrotorwelle mit dahergehendemSpiel und Vibrationen.
Bin halt Minimalist und beschäftige mich gerne mehr mit dem Fliegen als die letzten 5% aus der Mechanik herauszuholen.
Funktioniert seit über 5 Jahren für mich zur Zufriedenheit.
Beim Neuaufbau oder Reparatur mache ich eine kurze Vibanalyse mit dem Brain ohne Hauptrotorblätter.Zuletzt geändert von Aviatoer69; 15.12.2020, 12:45.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Klar, es gibt viele Wege. Und natürlich unterschiedliche "Anwendungen". Eine Vibrations-Analyse hab ich nicht, und eine eingelaufene Welle kann ich mir am Scale-Modell nicht leisten. Darum wuchte ich lieber vorher so genau ich eben kann. Verglichen mit dem Bau des Modells, oder einer eventuellen Reparatur, sei es auch nur der Austausch einer Welle, ist das vom Aufwand her nicht der Rede wert. Beim Trainer ist das natürlich anders.
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