Rotorblätter richtig auswuchten

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Diablol
    Senior Member
    • 03.11.2011
    • 4430
    • Mathias
    • Aalen & Iffezheim

    #61
    AW: Rotorblätter richtig auswuchten

    Zitat von siXtreme Beitrag anzeigen
    einen Gegenstand mit einer definierten Kante worauf man das Rotorblatt legt. In meinem Fall eine Holz-Dreikantleiste.
    kleiner Tipp, ich würde das mit einer Rasierklinge machen. Eine dicke Holzkante + Edding wäre mir zu ungenau. Zusätzlich kann man mit einer Klinge durch 30° versetztes ausbalancieren und leichtem Druck auch den Schwerpunkt in der Tiefe finden.

    Zitat von siXtreme Beitrag anzeigen
    Keinesfalls dürfen die Nasenleisten in dieselbe Richtung stehen. Ansonsten entstehen Ungenauigkeiten die zu Unwucht und Vibrationen führen.
    Da würde mich interessieren warum? Ich fande das bis jetzt viel einfacher mit gleicher Kante Parallellität festzustellen.
    Zitat von siXtreme Beitrag anzeigen
    4: Dynamisches Wuchten:
    auch wenn jetzt mittlerweile eigtl egal, aber warum jetzt ausgerechnet das dynamisch sein soll ist für mich höchst rätselhaft.
    Dynamische Unwucht ist entweder Unwucht außerhalb der Schwerpunktsebene ODER im Sprachgebrauch der Luftfahrt Zitat:
    In der Luftfahrttechnik hat sich der Begriff -Dynamisches Auswuchten- für einen Vorgang durchgesetzt, welcher das Auswuchten von Baugruppen in Rotation meint. Er soll eine Abgrenzung zum passiven Auspendeln von Rotoren herstellen. Auch das Auswuchten in einer Ebene, also die Beseitigung der statischen Unwucht wird dort als dynamisches Auswuchten bezeichnet, wenn das auszuwuchten de Objekt dazu aktiv in Rotation versetzt wird.
    Zuletzt geändert von Diablol; 02.08.2016, 18:00.
    "Because I was Inverted" - Maverick -

    Kommentar

    • siXtreme
      Senior Member
      • 05.06.2001
      • 3920
      • Robert

      #62
      AW: Rotorblätter richtig auswuchten

      @ Rolf:

      deine Methode ist auch richtig. Allerdings setzt dies eine präzise und genaue Waage voraus.
      Die hat nicht jeder.

      Ich muß immer wieder lachen: alle regen sich auf wenn ich den Ausdruck "Dynamisches Wuchten" verwende.
      Wie es allerdings dann richtig heißt sagt keiner...

      Ich bleibe bei meiner Variante. Diese Vorgehensweise stand damals noch in den alten Vario Katalogen drin.

      Gruß Robert
      Luftakrobat.

      Kommentar

      • Diablol
        Senior Member
        • 03.11.2011
        • 4430
        • Mathias
        • Aalen & Iffezheim

        #63
        Es heißt staaatisch



        du misst und wuchtest statisch, da die Imbalance nur statisch auftritt.
        Dynamische Unwucht, laut Literatur, tritt bei uns doch gar nicht auf. Und selbst wenn könnte man sie über das Auspendeln über eine Welle gar nicht messen. Siehe Wiki. Bei uns spielt sich alles in einer Ebene ab das ist der Punkt.
        "Because I was Inverted" - Maverick -

        Kommentar

        • Thomas L.
          Senior Member
          • 14.02.2013
          • 2890
          • Thomas

          #64
          AW: Rotorblätter richtig auswuchten

          dynamisches Wuchten ?
          Dynamisches Wuchten beginnt, meiner Meinung nach, eigentlich schon beim verhindern, beseitigen oder minimieren von möglichen dynamischen Unwuchten z.B. durch beseitigen von statischen und dynamischen Spurlauffehlern. Es bringt nicht viel, im Flug einen messerscharfen Spurlauf zu haben, aber wenn der Heli mit stehendem Rotor am Boden steht, die Rotorblattenden einen Höhenunterschied von 1-2cm haben, weil z.B. ein Rotorblatt krumm ist, oder ein Blatthalter vom letzten Absturz "minimal" verbogen ist. Auch erzeugt man dynamische Unwuchten, wenn man ein Rotorblatt, zum wuchten, außen, nahe am Randbogen, mit viel Folie umwickelt, dadurch das Profil verändert, das dann bei unterschiedlichen Drehzahlen einen anderen Auftrieb erzeugt als das andere Rotorblatt. (Dann lieber eine kleine Bohrung und entsprechend Harz einspritzen) Auch verschieden harte Blätter erzeugen eine dynamische Unwucht. Ungleich und zu fest angeschraubte Rotorblätter können ebenso eine Unwucht erzeugen usw.
          Nun, so richtig dynamisch wuchten können wir nicht, weil wir ja auch nicht die technischen Mittel dazu besitzen. aber wir sollten auch nicht glauben, ein Rotorsystem das nicht sauber läuft ist nicht besser hin zu bekommen, nur weil man ja beim statischen wuchten schon alles 100%ig gemacht hat. - Wenn bei den ersten Flügen mit statisch gut gewuchteten Rotorblättern trotzdem Vibrationen auftreten, bei verschiedenen Drehzahlen die Heckflosse und oder die Kufen vibrieren, obwohl der Spurlauf OK ist, weich landen und bei 0 Pitch den auslaufenden Heli beobachten. Der wird wahrscheinlich kurz in eine kritische Drehzahl kommen und kurz unruhig werden. Jetzt die Rotorblätter untereinander tauschen und wieder fliegen. Meistens wird man jetzt eine Veränderung feststellen können. Ist diese Veränderung positiv, war der erste Schritt schon mal richtig, ist das Vibrationsverhalten schlechter, dann Rotorblätter wieder zurücktauschen. Kurz fliegen beobachten und landen. Jetzt müsste es wieder besser sein. Nun ein Rotorblatt mit einem nicht zu kleinen Klebestreifen bekleben, fliegen und beobachten. ßndert sich nichts oder wird besser einen zweiten Streifen dazu, wurde es schlechter den Klebestreifen runter und mit einem Streifen am anderen Blatt beginnen. Fliegen, beurteilen, mit mehr oder weniger bekleben, fliegen, beurteilen, Klebestreifen dazu oder weniger, fliegen, beobachten, entscheiden usw. - usw.
          auf diese Weise bekommt man, wenn man Geduld hat, ein sehr vibrationsarmes Rotorsystem.
          Jetzt werden einige lachen und sagen, so ein Quatsch, das ist doch Zufallswuchten, denen sei ihr Lachen gegönnt. Andere werden sagen, so mache ich das, mit guten Erfolgen, schon lange. Auch wird diese Methode für manche zu aufwändig sein, aber die, die sich Zeit nehmen bekommen einen sehr vibrationsarmen Heli. Selbstverständlich lässt sich diese Methode auch am Heckrotor anwenden. So mancher Scale-Liebhaber hat auf diese Weise eine dröhnende Zelle leise bekommen, wenn das Dröhnen nicht vom Getriebe, sondern von den Vibrationen des Heckrotors kam. Die, die ihren Heli so ausgewuchtet haben sollen aber auch nicht glauben der Heli sei jetzt vibrationsfrei, nur weil sie jetzt keine Vibrationen mehr sehen können und der Rotor beim auslaufen keine Unruhe mehr zeigt. Mit einfachsten Mitteln kann man auch schwache Vibrationen sichtbar machen und man könnte dieses "Zufallswuchten" weitertreiben, zwar mit immer besseren Ergebnissen, aber irgend wann muss auch Schluss sein.
          So viel zu meiner Methode "dynamisch" zu wuchten.

          Grüßle Thomas

          Kommentar

          • STOEVERS
            Member
            • 16.06.2013
            • 324
            • Sven

            #65
            AW: Rotorblätter richtig auswuchten

            Hat hier in diesem Zusammenhang schon einer die Vibrationsmessung mit ViRA genutzt? Oder bei entsprechenden FBL-Systemen, die das an Board haben?

            Kommentar

            • vlk
              vlk
              Senior Member
              • 26.09.2009
              • 6996
              • Sigmund
              • Wuppertal

              #66
              AW: Rotorblätter richtig auswuchten

              Ja, ich!

              Ich wuchte meine Blätter indem ich sie auf gleiches Gewicht und gleichen Schwerpunkt bringe.
              Und das gleichzeitig und nicht mit der Methode am Schwerpunkt bekleben.

              Dafür nutze ich eine sehr genaue Waage mit zwei Stellen hinterm Komma, wobei beim wiegen der Blattschwerpunkt mittig auf der Waage ist und mehrfach gewogen wird.

              Und den Schwerpunkt ermittle ich indem ich beide Blätter gleichzeitig und rechtwinklig mit einer einfachen Vorrichtung über einen 2mm Stahldraht schiebe.

              Das leichtere Blatt wird dann entsprechend innen oder außen beklebt bis beide Blätter das gleiche Gewicht haben und gleichzeitig über den Stahldraht kippen.

              Zur Gegenprobe werden die Blätter zusammengeschraubt und sind dann auch in der Magnetwaage waagerecht.

              Dann gehts auf den Heli mit VStabi und Handy an einer Senderhalterung.

              Nach ermitteln und feinwuchten und auch tauschen der Heckblätter noch ohne Hauptblätter wird so der kleinste Wert in der Vibrationsanzeige herbeigeführt.

              Dafür habe ich auch schon mal den Heli auf einer Schaumstoffplatte stehen gehabt, was aber eigentlich keinen Vorteil bringt.

              Danach wird mit Blätter geschwebt.
              Hierbei ist wichtig den Wert dann abzulesen/ ablesen lassen, wenn der Heli bewegungslos ohne Steuereingabe schwebt.

              Auch hier Blätter Tauschen und mit kleinen Stück Tesa probieren wann der niedrigste Wert erreicht wird.

              Meine Helis haben dann Werte unter 100, was auch immer diese Zahl bedeutet.

              Nur mal aus den Kopf heraus.
              Ohne Blätter 30
              Mit Heckblätter 50
              Haupt und Heckblätter Schweben unter 100

              Aber Achtung, je nach Klebepad verändert sich der Wert.
              Ich nutze die neuen Harten mit roter Schutzfolie von Mikado.
              Und auch auf das Modul achten, ich habe es zugentlastet mit Klett am Chassis.

              Dennoch habe ich beim auslaufen des Rotor leichtes wackeln des Heckrohr.
              Gruß
              Siggi

              Kommentar

              • osiris81
                Member
                • 27.08.2013
                • 724
                • Rico

                #67
                AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                Zitat von vlk Beitrag anzeigen
                Zur Gegenprobe werden die Blätter zusammengeschraubt und sind dann auch in der Magnetwaage waagerecht.
                Warum nimmst du nicht gleich die Magnetwaage um die Schwerpunkte anzugleichen?
                OXY 2, T-Rex 450/470/500x/600, Embla 450e, Protos 500, Alien 500

                Kommentar

                • vlk
                  vlk
                  Senior Member
                  • 26.09.2009
                  • 6996
                  • Sigmund
                  • Wuppertal

                  #68
                  AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                  Wie soll das genau und so schnell gehen wie mit dem Draht?
                  Gruß
                  Siggi

                  Kommentar

                  • osiris81
                    Member
                    • 27.08.2013
                    • 724
                    • Rico

                    #69
                    AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                    Zitat von vlk Beitrag anzeigen
                    Wie soll das genau und so schnell gehen wie mit dem Draht?
                    Na so wie im ersten Post beschrieben, sind die Blätter in Waage und gleich schwer, dann stimmen die Schwerpunkte überein.
                    OXY 2, T-Rex 450/470/500x/600, Embla 450e, Protos 500, Alien 500

                    Kommentar

                    • vlk
                      vlk
                      Senior Member
                      • 26.09.2009
                      • 6996
                      • Sigmund
                      • Wuppertal

                      #70
                      AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                      Das ist mir schon klar, aber genauer als beide Blätter gleichzeitig über einen Draht kippen zu lassen geht mit unseren Mitteln nicht.

                      Uns auch klar, das wenn das Gewicht gleich ist und die Blätter ausgependelt sind, das dann der Schwerpunkt auch gleich sein müsste.

                      Schiebe Deine Blätter mal über so eine einfache Vorrichtung mit Draht und schaue ob sie gleichzeitig kippen, ich glaube nicht.
                      Angehängte Dateien
                      Gruß
                      Siggi

                      Kommentar

                      • osiris81
                        Member
                        • 27.08.2013
                        • 724
                        • Rico

                        #71
                        AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                        Zitat von vlk Beitrag anzeigen
                        Uns auch klar, das wenn das Gewicht gleich ist und die Blätter ausgependelt sind, das dann der Schwerpunkt auch gleich sein müsste.
                        Dann sind wir ja schon zwei

                        Zitat von vlk Beitrag anzeigen
                        Schiebe Deine Blätter mal über so eine einfache Vorrichtung mit Draht und schaue ob sie gleichzeitig kippen, ich glaube nicht.
                        Werde ich mal testen
                        OXY 2, T-Rex 450/470/500x/600, Embla 450e, Protos 500, Alien 500

                        Kommentar

                        • vlk
                          vlk
                          Senior Member
                          • 26.09.2009
                          • 6996
                          • Sigmund
                          • Wuppertal

                          #72
                          AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                          Das Ergebnis würde mich interessieren, achte nur beim Bau darauf das Du den Draht, bei mir 2mm oben an das Schiebebrett anlegst und mit etwas Kleber nur an der Grundplatte fixierst, damit die Parallelität gegeben ist.
                          Gruß
                          Siggi

                          Kommentar

                          • Xeno
                            Senior Member
                            • 25.08.2013
                            • 1308
                            • Carsten

                            #73
                            AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                            Die Schwerpunkte bei den hochwertigeren Blättern passten bei mir bisher eigentlich immer und ich musste nur das Gewicht ein bisschen anpassen.
                            Helis, Flächen, Copter, FPV

                            Kommentar

                            • osiris81
                              Member
                              • 27.08.2013
                              • 724
                              • Rico

                              #74
                              AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                              Zitat von vlk Beitrag anzeigen
                              Das Ergebnis würde mich interessieren, achte nur beim Bau darauf das Du den Draht, bei mir 2mm oben an das Schiebebrett anlegst und mit etwas Kleber nur an der Grundplatte fixierst, damit die Parallelität gegeben ist.
                              So, ich habe die Vorrichtung mal nachgebaut



                              Zum Test grad mal die Blätter verwendet, die ich für den Thread hier schon mal gewuchtet habe. Tatsächlich, ein Blatt kippt ein bisschen früher, ich habe die Blätter noch getauscht und auch so kippt dasselbe Blatt früher. ABER, die Blätter habe ich ziemlich "salopp" gewuchtet, ging ja nur darum aufzuzeigen, dass die Schwerpunkte sich annähern. Die Blätter hatten immer noch 0.2 Gramm Gewichtsunterschied. Das schöne an der Methode ist aber, dass man den Vorgang einfach wiederholen kann, mit jedem Mal wird es genauer... Zwei Minuten später hatte ich noch 0.04 Gramm Unterschied (bei meiner Arbeitsgenauigkeit werden wohl 3-4 Durchgänge nötig sein, bis das Limit erreicht ist, aber soooo genau brauche ich es gar nicht ).

                              Nun sieht es gut aus, die Blätter kippen genau gleichzeitig (auch wenn ich die Blätter vertausche). Das geht sogar soweit, dass die Blätter (ganz langsam geschoben) genau gleich "schnell" innerhalb von etwa 5 Sekunden auf die andere Seite kippen...

                              Zum Balancieren verwende ich übrigens nur eine Gewindestange und 2 Gläser, mit der Magnetwaage solltest du (vlk) es eigentlich noch besser hinbekommen

                              Die Methode aus Post #1 ist also absolut richtig und zudem sehr genau
                              OXY 2, T-Rex 450/470/500x/600, Embla 450e, Protos 500, Alien 500

                              Kommentar

                              • osiris81
                                Member
                                • 27.08.2013
                                • 724
                                • Rico

                                #75
                                AW: Rotorblätter richtig auswuchten

                                Das mit dem Bild hat nicht geklappt

                                Angehängte Dateien
                                OXY 2, T-Rex 450/470/500x/600, Embla 450e, Protos 500, Alien 500

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X