Rotorblätter richtig auswuchten
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Derjenige, der den Sinn und die richtige Anwendung von...Zitat von buell47 Beitrag anzeigen
verstehen und nachvollziehen will.wiegen, markieren, vergleichen, Klebeband dorthin, Blattschwerpunkt beachten,
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Nur, weil jemand etwas scheinbar Alltägliches mit Formeln nachvollziehen will?Zitat von siXtreme Beitrag anzeigenIch würde noch die Quantentheorie in die Berechnung einbeziehen...
Zitat von siXtreme Beitrag anzeigensolange du aber nur statisch wuchtest (und das auch noch falsch), und das dynamische wuchten weglässt, ist der Aufwand umsonst.Ja, Robert, kannst du uns da ein wenig auf die Sprünge helfen? Ich kann mir da auch recht wenig darunter vorstellen.Zitat von Thomas L. Beitrag anzeigenMich, und vielleicht auch andere, würde Interessieren wie Du dynamisch wuchtest ?

KurtZuletzt geändert von DerMitDenZweiLinkenHänden; 02.08.2016, 09:19.Bauberichte und viele Fotos auf meiner Homepage - siehe dazu im Profil
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hallo Zusammen,
hier mal, wie ich finde, ein paar verständliche Erklärungen zum Thema Unwucht:
Theoretische Grundlagen des Auswuchtens - HAIMER
Unwucht statisch oder dynamisch | Hofmann Power Weight
Gruß, IngoGruß, Ingo
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Ok, nun also der Praxistest. Ich habe bei einem Blattpaar mal absichtlich eine gehörige Unwucht eingebaut (ca. 3-4 Gramm pro Blatt):
Die Blattschwerpunkte habe ich mal markiert. Nicht ganz unerwartet ist dieser nun beim oberen Blatt weiter aussen als beim Unteren. Natürlich ist die Gewichtsverteilung nun weder konstant, noch bei beiden Blättern gleich.
Hier noch das Gewicht vom oberen Blatt:
Und vom unteren Blatt:
Danach habe ich mich stur an die Anweisungen aus Post #1 gehalten, dazu ist übrigens weder Taschenrechner noch Quantenphysik nötig...
Beim Auswiegen war schnell klar, dass es sich um Fall II handelt, also erst 1 Gramm Tesa an die Wurzel des leichteren Blatts, danach gleiche Mengen an Tesa an die richtige Position bis die Blätter ausbalanciert waren.
So, nun sind die Blätter gleich schwer und ausbalanciert, was ist denn nun mit den Schwerpunkten?
Schön, die wandern also tatsächlich nicht irgendwo hin, sondern nähern sich beim Auswiegen immer weiter an (sofern natürlich die Gewichte der Blätter gleich bleibt). Theorie und Praxis passen also zueinander
Was ist nun aber der Vorteil, erst das Gewicht der Blätter anzugleichen und die Schwerpunkte mittels Auswiegen anzupassen?
Das Gewicht der Blätter anzupassen ist sehr einfach und doch extrem genau, braucht auch keine Spezialkonstruktionen, eine billige Waage reicht dafür schon. Die Schwerpunkte anzugleichen ist hingegen mit Hausmitteln schwierig und ungenau, dazu noch ein letztes Zitat aus dem Link von OlliW:
Zum Auffinden und Angleichen der Blattschwerpunkte gibt es auch viele verschiedene Vorschläge, von einfach (Rasierklinge, Lineal, über Welle rollen, Laser, usw.) bis kompliziert (Einzelblatt-Waagen, Taxis Waage). Vermutlich kann mit diesen Methoden der Blattschwerpunkt genau bestimmt werden. Aber es kommt ja nicht auf die genaue Bestimmung für ein einzelnes Blatt an, sondern darauf, dass die Schwerpunkte der zwei Blätter genau übereinstimmen! Wie gut wird das wohl gehen? Stellen wir die Frage anders. Da, wenn die Fliehkraft-Bedingung erfüllt is, es im Prinzip egal ist ob die Blattschwerpunkte oder die Massen ausgeglichen werden, können wir uns zunächst ansehen wie gut das für die Massen geht. Ein 450er-Blatt wiegt etwa 20 g, und die Auflösung einer (billigen) Waage ist ca. 0.01 g (es kommt hier auf die Auflösung, nicht die Genauigkeit an!). Mit der im obigen Bild gezeigten Auswuchtwaage kann bei einem 450er-Rotor ein Masseunterschied von kleiner als 0.01 g leicht festgestellt werden, und die Fliehkraft-Bedingung damit besser als auf 0.01 g/20 g = 0.05% erfüllt werden. Insgesamt wird so also eine ßbereinstimmung der Schwerpunkte der beiden Blätter auf, sagen wir, 0.067 % erreicht. Das entspricht einer ßbereinstimmung von 100 um, oder 1/10 mm, oder zwei Haarbreiten! Glaubt jemand das mit den Methoden zum Angleichen der Blattschwerpunkte eine ßbereinstimmung auf 100 um genau erreicht wird?OXY 2, T-Rex 450/470/500x/600, Embla 450e, Protos 500, Alien 500
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
So, nachdem jährlich immer wiederkehrend dieselben Fragen hier in rc-heli auftauchen zum Thema auswuchten, wil ich das hier nun mal Exemplarisch darstellen:
1.Arbeitsschritt:
die Rotorblätter werden einzeln gewogen, Das Gewicht dieser am einfachsten draufgeschrieben.
2.Schwerpunkt ermitteln:
dazu nehme ich immer einen Gegenstand mit einer definierten Kante worauf man das Rotorblatt legt. In meinem Fall eine Holz-Dreikantleiste.
Durch verschieben des Blattes wird nun möglichst exakt der Punkt markiert, wo es in der Waage ist. Beim zweiten Blatt ebenso.
3: Schwerpunkt vergleichen:
Beide Blätter nebeneinander legen, besser aber noch die Blattschraube durchstecken durch das Loch. Nun kann man erkennen wie sauber die Blätter ausgewuchtet, bzw. diese zueinander gepaart wurden.
Ist da kein Unterschied zu sehen, kann gleich zu Punkt 5 übergegangen werden.
4: Dynamisches Wuchten:
Damit durch die in Drehzahl versetzten Blätter keine Unwucht erzeugen durch unterschiedliche Schwerpunkte, wird nun das leichtere Blatt auf den Schwerpunkt des schwereren Blattes gebracht.
Dazu wird entweder am äußeren oder inneren Ende Gewicht angebracht. Je nachdem wo es eben nötig ist. In diesem Beispiel innen.
Am besten eignet sich dazu TESA-Film. Dieser wird um das um das Blatt in Flugrichtung (Drehrichtung) aufgebracht. Soviel, bis es mit dem Schwerpunkt des schwereren Blattes ßbereinstimmt.
Ist dies geschehen, ist darauf zu achten, das die Endkante des TESA-Films durch die Luft nicht abgelöst werden kann.
Das Klebeband muß um die vordere Nasenleiste herumgeklebt sein!.
5. Statisches Wuchten:
beide Blätter werden nun so miteinander verschraubt, wie sie auch am Heli montiert werden.
Keinesfalls dürfen die Nasenleisten in dieselbe Richtung stehen. Ansonsten entstehen Ungenauigkeiten die zu Unwucht und Vibrationen führen.
Mittels einer langen Schraube, oder wie in meinem Fall einer Gewindestange, die an beiden Enden übersteht, kann nun Final gewuchtet werden.
Dies Blätter werden auf einer ebenen Vorrichtung (z.B.: 2 Gläser) gleichmäßig aufgesetzt. Nun kann man beobachten oder es schon passt, oder nicht.
Falls nicht wird solange am leichteren Blatt Gewicht angebracht bis es korrekt ist.
Wichtig!
Ausschließlich muß das Klebeband am Schwerpunkt des Blattes positioniert sein!
Sind die Blätter nun ausbalanciert und zeigen kein eindeutiges Kippverhalten mehr zu einer Seite, sind diese nun Einsatzbereit.
Viele Spaß beim fliegen.
Gruß RobertLuftakrobat.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Danke!
Ich habe mich bezüglich des Begriffes "dynamisches Wuchten" im Netz umgesehen und nur Seiten gefunden, die dynamisches Wuchten mit sich drehenden Wuchtmaschinen durchführen.
Daher bin ich über die Verwendung dieses Begriffes einigermaßen verwirrt - obgleich ich bei meinen Blättern ebenso auswiege wie du
KurtBauberichte und viele Fotos auf meiner Homepage - siehe dazu im Profil
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Das liest man hier immer wieder. Hat das schon mal jemand ausprobiert?Zitat von siXtreme Beitrag anzeigenKeinesfalls dürfen die Nasenleisten in dieselbe Richtung stehen. Ansonsten entstehen Ungenauigkeiten die zu Unwucht und Vibrationen führen.
Ich hab beides versucht und auch waagerecht. Wie du auch immer die Blätter drehst, es ist der Blattwaage in der Praxis total egal. Sie neigt sich immer gleich.
Dynamisch wuchten? Die Rotorebene ist eine Scheibe, die kann man nicht dynamisch wuchten.Mindestens haltbar bis: 17.04.2020
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Zum Thema dynamische Unwucht:
Unwucht statisch oder dynamisch | Hofmann Power Weight
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Das muß man nicht "extra" ausprobieren, das ist ganz normal und geschieht ständig (das ist die Praxis), da die Blätter genau in dieser Anordnung am Kopf montiert sind und auch so geflogen werden.Zitat von Ulli600 Beitrag anzeigenHat das schon mal jemand ausprobiert?
Ergo ist es für mich logisch die Blätter auch in dieser Anordnung auszuwiegen so wie sie am Heli montiert sind.
KlausZuletzt geändert von Klaus O.; 02.08.2016, 12:53.Gruß Klaus
Wer emotional wird hat keine sachlichen Argumente mehr und somit verloren.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Ja, wurde ja bereits oft hier erwähnt, der Rest der Menschheit versteht unter dynamischer Unwucht / dynamisch wuchten etwas ganz anders als Auswucht-Experten im RC-Heli Bereich. Da Robert nun gezeigt hat wie dieses spezielle "RC-Heli dynamische Auswuchten" funktioniert, könnte man dem Ganzen auch einfach einen anderen Namen geben, das würde schon mal helfen, dass nicht jeder Neuling verwirrt ist...Zitat von sepp62 Beitrag anzeigenZum Thema dynamische Unwucht:
@ Robert:
Und warum ist die Auswuchtprozedur in Post #1 nun lediglich "statisch" und dies auch noch falsch? Wie gezeigt, stimmen dabei schlussendlich die Schwerpunkte exakt überein, schlussendlich erreichst du mit "deiner" Prozedur genau das Gleiche, nur etwas weniger genau
OXY 2, T-Rex 450/470/500x/600, Embla 450e, Protos 500, Alien 500
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hallo Osiris,
das vermeintliche Auswuchten mittels Klebestreifen am äüßeren Rand stimmt nur scheinbar bei Stillstand.
Werden die Blätter auf Drehzahl gebracht, zerren die unterschiedlichen Gewichtsverhältnisse durch die Fliehkraft. Ein weiter außenliegender Schwerpunkt erzeugt mehr Zugkraft am Blatthalter und das System vibriert.
Gruß RobertLuftakrobat.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hallo Klaus,Zitat von Klaus Ortner Beitrag anzeigenDas muß man nicht "extra" ausprobieren, das ist ganz normal und geschieht ständig (das ist die Praxis), da die Blätter genau in dieser Anordnung am Kopf montiert sind und auch so geflogen werden.
Ergo ist es für mich logisch die Blätter auch in dieser Anordnung auszuwiegen so wie sie am Heli montiert sind.
Klaus
ich war gestern trotzdem so dreist und habe nach dem Unterschied gesucht.
Ein Blatt ist 0,05g schwerer.
Keine Ahnung, warum es einmal schwere Vibrationen geben soll und einmal nicht. Es ist wirklich egal
(Ich montiere am Heli die Blätter immer waagerecht
Sorry musste sein
)
Angehängte DateienMindestens haltbar bis: 17.04.2020
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hallo Robert,Zitat von siXtreme Beitrag anzeigenHallo Osiris,
das vermeintliche Auswuchten mittels Klebestreifen am äüßeren Rand stimmt nur scheinbar bei Stillstand.
Werden die Blätter auf Drehzahl gebracht, zerren die unterschiedlichen Gewichtsverhältnisse durch die Fliehkraft. Ein weiter außenliegender Schwerpunkt erzeugt mehr Zugkraft am Blatthalter und das System vibriert.
Gruß Robert
In dem Link sagt OlliW auch, dass es ungünstig sei, (zu) viel Zusatzmasse ganz aussen am Blatt anzubringen.
Dies kann umgangen werden, indem das Tesa nicht ganz aussen am Blatt angebracht wird, sondern weiter innen, wenn man möchte, kann man dies auch irgendwo um den Schwerpunkt machen, braucht dann insgesamt natürlich mehr Tesa bis es passt.
Schlussendlich sind die Schwerpunkte aber in jedem Fall identisch, egal wo das Tesa angebracht wurde.
OXY 2, T-Rex 450/470/500x/600, Embla 450e, Protos 500, Alien 500
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Ulrich, Du schlimmer Finger.Zitat von Ulli600 Beitrag anzeigenich war gestern trotzdem so dreist und habe nach dem Unterschied gesucht.
Viele Wege führen nach Rom.
Jeder kann, darf und soll dabei seinen eigenen Weg gehen.
Hauptsache man kommt auch in "Rom" an.
KlausZuletzt geändert von Klaus O.; 02.08.2016, 16:33.Gruß Klaus
Wer emotional wird hat keine sachlichen Argumente mehr und somit verloren.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Vor nunmehr 44 Jahren mussten wir unsere Holz - Rotorblätter schleifen, grundieren und mit Folie bekleben. Dazu gab es von Schlüter, Graupner u. Kavan Anleitungen, die Rotorblätter statisch und dynamisch auszuwuchten. Heute sind die fertigen Rotorblätter fast alle zu 100 % ausgewuchtet.
Die Blätter, die nachgewuchtet werden müssen, können nach gleichem Prinzip behandelt werden.
Ich habe zwei 100 % gewuchtete Blätter als Demonstration benutzt .
Beide Blätter wiegen 230 Gramm. Blatt 2 habe ich um 1 Gramm schwerer gemacht.
Die Blätter werden mit einer 4 mm Gewindestange gegeneinander verschraubt und 1 Gramm exakt an der gleichen Position zum Ausgleich gebracht. Nun sind die Blätter gleich schwer und haben den gleichen Schwerpunkt. ( Sie sind statisch und dynamisch ausgewuchtet . )
Wichtig dabei ist, dass der Gewichtsunterschied an Blatt 1 , ( hier 1 Gramm ) exakt an der gleichen Stelle erfolgt wie an Blatt 2 .
Wird das Ausgleichsgewicht von Blatt 1 nach innen verlegt, senkt sich Blatt 1 .
Wird das Ausgleichsgewicht von Blatt 1 nach außen verlegt, senkt sich Blatt 2.
Beides würde zu Vibrationen führen.
Zusammenfassend :
1.) Gewicht beider Blätter ermitteln
2.) Beide Blätter miteinander verschrauben
3.) Das leichtere Blatt mit dem Ausgleichsgewicht an der Stelle erschweren, bis beide Blätter in Waage sind.
So ausgewuchtet sind keine Vibrationen zu erwarten.
Zur Probe kann man noch den Schwerpunkt beider Blätter ermitteln, er wird aber gleich sein!
Gruß
RolfMC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.
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