0,5mm?
Entschuldige bitte, aber das ist doch "Erbsenzählerei
Hallo Robert,
das Beispiel mit den 0,5mm war bei Heckrotorblättern mit einer Länge von 105mm. Umgerechnet auf 700er Rotorblätter ergibt das einen Längenunterschied von 3,3mm. Ich glaube nicht dass man da von "Erbsenzählerei" sprechen kann. Zudem interessiert mich das rein theoretisch und bin immer noch für Antworten offen.
Ich denke, statisch und dynamisch ist der Rotor wie beschrieben gut gewuchtet und erzeugt trotz des Längenunterschieds keinerlei Vibrationen.
Die Blätter erzeugen aber unterschiedlich Auftrieb, von daher -theoretisch- Vibrationen. Praktisch mMn vernachlässigbar.
Heckblätter würde ich immer dynamisch wuchten -> Heli mit Heckblätter, ohne Hauptblätter hochlaufen lassen und dann Tesa auf ein Blatt. wird's besser -> mit länge und Lage variieren, wird's schlechter -> Tesa wieder ab und am anderen Heckblatt anbringen und dann hier mit Länge und Lage variieren. Try n Error halt...
mit der Vibrationsannalyse vom V-Stabi-FBL ist es etwas weniger "try and error".
Das geht sehr gut. Man erkennt sofort wenn es in die falsche Richtung geht und hat auch ein paar Zahlenwerte, an denen man erkennt, wann man aufhören kann.
Möchte auch die Notwendigkeit der Kontrolle und des eventuellen Nachwuchtens unterstreichen.
Neue EDGE 105er Heckblätter hatten in Vibanalyse 1200 Einheiten. Nach dem Wuchten unter 300. Ohne Heckblätter waren es 50 Einheiten, also Welle und Nabe waren in Ordnung.
Bei einem anderen Heli 115er NHP montiert. Keine Unwucht.
zu #124: Das ist keine mathematisch begründete Antwort sondern eine Behauptung!
Jede Abweichung vom idealen Zustand produziert durch die Unwucht Vibrationen. Es ist nur die Frage, ob es noch tolerierbar ist und das FBL dadurch eventuell schon gestört wird.
Wenn die Blätter genau das gleiche Gewicht haben und der Schwerpunkt auch gleich ist, prüfe doch mal durch zusammenschrauben und auspendeln ob sie genau in der Waage sind.
Wenn nicht, stimmt entweder der Schwerpunkt oder das Gewicht nicht.
Ein Heli mit einem Rotorblatt fliegt auch ohne Vibrationen wenn das System Haargenau ausgependelt wird.
Ich mache immer alles drei. Gewicht und Schwerpunkt gleich und zur ßberprüfung auspendeln.
Danach auf dem Heil mit VStabi, Handy und Vibrationsanzeige zuerst ohne Blätter, dann mit Heckblätter und zuletzt mit Hauptblätter schweben und in einem Moment wo der Heli ohne Steuereingabe und Drift ist, den Wert ablesen, nötigenfalls Blätter untereinander tauschen und mit kleinen Tesastücken den Wert weiter runterbringen.
Mein Ziel ist nicht über 100 und dabei die Harten Klebepad von Mikado.
Ah Anmerkung, hier stand doch mal die Frage im Raum ob man ins Blatt bohren und Gewichte einkleben kann. Es funktioniert, hab es an zwei Sätzen Blättern gemacht und beide fliegen problemlos ohne jegliches Wandern
Jonas
OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO
Ah Anmerkung, hier stand doch mal die Frage im Raum ob man ins Blatt bohren und Gewichte einkleben kann. Es funktioniert, hab es an zwei Sätzen Blättern gemacht und beide fliegen problemlos ohne jegliches Wandern
Das sollte aber mMn nur jemand machen der (viel) Ahnung von der Materie hat.
Ich traue es mir nicht zu.
Ah Anmerkung, hier stand doch mal die Frage im Raum ob man ins Blatt bohren und Gewichte einkleben kann. Es funktioniert, hab es an zwei Sätzen Blättern gemacht und beide fliegen problemlos ohne jegliches Wandern
Das war ich, habe aber zur Zeit noch andere Projekte und verschiebe es auf den Winter.
Kannst Du noch etwas mehr dazu sagen?
Welchen Kleber, Gewichte und Vorgehensweise, vielleicht ein Foto?
zu #124: Das ist keine mathematisch begründete Antwort sondern eine Behauptung!
Leute die mit dem (einfachen) mathematischen Beweis etwas anfangen könnten, hätten die Frage vermutlich gar nicht erst gestellt. Daher habe ich nur das Ergebnis genannt.
Jede Abweichung vom idealen Zustand produziert durch die Unwucht Vibrationen.
Aber wir können das ja nachholen. Der Idealzustand besteht ja bekanntlich aus gleichen, sich gegenüber liegenden Fliehkräften. Die Größe der Fliehkraft berechnet sich durch Fz= m x r x w.
mit: m als Gesamtmasse im Massenschwerpunkt, dem (Abstand zur Drehachse) r , w(omega) als "Drehzahl"
D.h. die Fliehkräfte sind gleich wenn das Produkt aus Rotormasse und Schwerpunktsabstand gleich sind.
Wenn also ein 2m langes Rotorblatt 1kg wiegt und seinen Schwerpunkt bei 0,5m von der Wurzel hat und ein ein 1m langes 1Kg Blatt seinen Schwerpunkt auch bei 0,5m hat, dann ist das Produkt gleich. In dem Fall ist ja nicht nur das Produkt gleich sondern sogar auch die Parameter.
Das auch ein Einblatt-Heli Vibrationfrei laufen kann kennt man doch auch oder?
0,5mm?
Entschuldige bitte, aber das ist doch "Erbsenzählerei
Hallo Robert,
das Beispiel mit den 0,5mm war bei Heckrotorblättern mit einer Länge von 105mm. Umgerechnet auf 700er Rotorblätter ergibt das einen Längenunterschied von 3,3mm. Ich glaube nicht dass man da von "Erbsenzählerei" sprechen kann. Zudem interessiert mich das rein theoretisch und bin immer noch für Antworten offen.
Hallo Robert,
bei allem was ich jetzt dazu gelernt habe kann ich sagen, Du hattest Recht, es war "Erbsenzählerei".
Danke Euch allen.
Das war ich, habe aber zur Zeit noch andere Projekte und verschiebe es auf den Winter.
Kannst Du noch etwas mehr dazu sagen?
Welchen Kleber, Gewichte und Vorgehensweise, vielleicht ein Foto?
5min Epoxy aus dem Baumarkt, Blei aus nem kaputten Rotorblatt und ein 6mm Bohrer. Das Blei habe ich in einem kleinen 6mm Röhrchen in Form gegossen, dann von unten direkt hinter dem Spar in das Blatt gebohrt, bis der Bohrer auf der anderen Seite anschlug. Dann eine kleine Menge Epoxy am äußeren Rand der Bohrung ins Blatt gefüllt, Blei rein und mit mehr Epoxy verschlossen
Das Schöne ist dass die Masse, die das Blatt durch die Bohrung verliert, vom Epoxy ziemlich genau wieder dazukommt, heißt man kann einfach mit geschlossenem Blatt sein Blei abwiegen und die Stelle der Bohrung bestimmen. AUF GAR KEINEN FALL DEN SPAR ANBOHREN!
Leider ist die von Dir zitierte Formel nicht richtig.
Das Omega muss quadriert werden:
Das Omega wird gerne Winkelgeschwindigkeit genannt und gibt an, wieviel Winkel pro Sekunde überstrichen wird (der Winkel wird im Bogenmaß angegeben).
Es berechnet sich als Produkt von Zwei mal Pi mal die Frequenz:
Die Krux ist jetzt, dass eine bestehende Unwucht, also ein Ungleichgewicht der Zentripetalkräfte zwischen den beiden Rotorblättern, sich mit zunehmender Drehzahl nicht linear sondern sogar quadratisch erhöht.
Kann man in der Vibanalyse des VStabi gut verfolgen. Die Vibrationspegel erhöhen sich deutlich mit zunehmender Drehzahl.
Ob das jetzt Erbsenzählerei ist, hängt jeweils vom Einzelfall ab.
Wenn ich so etwas nicht aus dem Handgelenk beantworten kann, werfe ich ganz gerne den Taschenrechner an.
Folgende Annahmen: Masse 6 g, Schwerpunkt des einen Blattes bei etwa 40 mm, das andere Blatt bei 40,3 mm (105er Heckblatt), Drehzahl 10 000 1/min.
Wenn ich mich nicht vertan habe, ergibt sich eine Differenzkraft von19,74 N, also etwa die Gewichtskraft von 2 kg. Und diese knapp 20 N zerren jetzt die ganze Zeit Richtung Blatt mit dem größeren Schwerpunktsradius.
Sind das jetzt noch Erbsen? Ja es sind Erbsen, aber 2 kg Erbsen.
Die absolute Kraft am Blatt mit den 40,3 mm Radius beträgt übrigens 283 N. Die armen Axiallager!
Sorry Thomas, dass ich Deine Einsicht in die "Erbsenzählerei" etwas zurecht rücken musste. Du siehst, wenn man etwas tiefer gräbt, findet man nicht nur eine Erbse.
Ob das Ergebnis dieser Modellrechnung jetzt am Heli sichtbare Vibrationen zeigt oder sogar die Sensoren stört, vermag ich leider nicht zu beurteilen.
Das müsste man mal ausprobieren, indem man gut gewuchtete Blätter gezielt mit aufgeklebtem Band bekannter Masse in die Unwucht zieht. Der neue Schwerpunktsradius lässt sich dann berechnen.
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