ßbrigens ist es etwas anderes, ob sich die Wälzkörper gegenseitig im Betrieb berühren und reiben, oder ob sie sich am Korb reiben, der aus einem anderen und weicheren Material besteht; das ist eine unkritische Materielpaarung und der Korb ist ein Abstandshalter für die Wälzkörper und wenn man den schon demontiert und mit Kugeln auffüllt, soll man beobachten, ob das funktioniert.
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AW: Drucklager optimieren?
So halte ich das auch für richtig. Die Lager sollen sich richtig setzen, aber dann ohne axiale Spannung eingestellt werden; minimales Spiel, das man gerade noch fühlen kann, ist in Ordnung.Zitat von thexo Beitrag anzeigen
ßbrigens ist es etwas anderes, ob sich die Wälzkörper gegenseitig im Betrieb berühren und reiben, oder ob sie sich am Korb reiben, der aus einem anderen und weicheren Material besteht; das ist eine unkritische Materielpaarung und der Korb ist ein Abstandshalter für die Wälzkörper und wenn man den schon demontiert und mit Kugeln auffüllt, soll man beobachten, ob das funktioniert.Zuletzt geändert von uboot; 27.12.2021, 17:43.Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.
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Die meisten Köpfe von Trainer-Helis sind Zweiblatt mit durchgehender, nicht mittig fixierter Blattlager-Welle. Da müssen die Blatthalter mit einer gewissen Spannung, spielfrei montiert werden, sonst entsteht nahezu zwangsläufig eine Unwucht.
Solange aber nur die üblichen Gummiringe einige wenige Zehntel Millimeter gepresst werden, mache ich mir keinerlei Sorgen um die Axiallager. Anders ist es bei harten Führungsringen, z.B aus Delrin.
Spiel darf da trotzdem keines sein, sonst geht unweigerlich eine Seite auf Anschlag und die andere öffnet sich, der Rotor läuft um das Spiel außermittig.
LG
Philipp
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AW: Drucklager optimieren?
Du stellst also tatsächlich "Null Spiel" ein und das funktioniert auf Dauer?Zitat von <<Philipp>> Beitrag anzeigenDie meisten Köpfe von Trainer-Helis sind Zweiblatt mit durchgehender, nicht mittig fixierter Blattlager-Welle. Da müssen die Blatthalter mit einer gewissen Spannung, spielfrei montiert werden, sonst entsteht nahezu zwangsläufig eine Unwucht.
Solange aber nur die üblichen Gummiringe einige wenige Zehntel Millimeter gepresst werden, mache ich mir keinerlei Sorgen um die Axiallager. Anders ist es bei harten Führungsringen, z.B aus Delrin.
Spiel darf da trotzdem keines sein, sonst geht unweigerlich eine Seite auf Anschlag und die andere öffnet sich, der Rotor läuft um das Spiel außermittig.
LG
PhilippEs ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.
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Moin Gery.
Das dürfte aber nur bei Rotorköpfen der Fall sein, wo die Blattlagerwelle axial festgesetzt ist. Also z.B. bei einer Mittenlagerung oder bei Mehrblattköpfen mit einzelnen Blattlagerwellen pro Blatthalter. Bei den einfachen 3D-Köpfen ist die Blattlagerwelle durchgehend im Zentralstück ohne eine axiale Befestigung. Hier würde sich eine ziemliche Unwucht ergeben, wenn die Blattgriffe axiales Spiel hätten.
Ich hatte allerdings auch schon den Fall, dass die Axiallager bei einem neu zusammengebauten Kopf rauh liefen. Zieht man dann aber die Blattgriffe nach außen, wie es eben im Normalbetrieb passiert und die Lager laufen dann weich, würde ich sie jedenfalls nicht ersetzen.CU,
Egbert.
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Exakt "Null" ist sowieso kein Problem, weil da entsteht noch keine Kraft. Jede Pressung, die zusammen mit der dynamischen Last die Tragfähigkeit des Lagers nicht überschreitet, richtet ebenfalls keinen Schaden an. Innerhalb dieser Grenzen muss man bleiben, bei starren Köpfen.Zitat von uboot Beitrag anzeigenDu stellst also tatsächlich "Null Spiel" ein und das funktioniert auf Dauer?
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man es schafft, mit zwischengelegten Gummiringen Lagerkugeln plastisch verformend in ihre Laufbahnen zu pressen ...
Also ja, defekte Axiallager kenne ich praktisch ausschließlich als Crash-Folge.
LG
Philipp
PS.: Stehe ich schon auf so vielen Ignorierlisten, oder greift es irgenwie um sich, dass Beiträge verfasst werden, ohne einigermaßen auf zuvor Geschriebenes zu achten?
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Entschuldige, daß ich nachgefragt habe - wird nicht mehr vorkommen.Zitat von <<Philipp>> Beitrag anzeigenExakt "Null" ist sowieso kein Problem, weil da entsteht noch keine Kraft. Jede Pressung, die zusammen mit der dynamischen Last die Tragfähigkeit des Lagers nicht überschreitet, richtet ebenfalls keinen Schaden an. Innerhalb dieser Grenzen muss man bleiben, bei starren Köpfen.
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man es schafft, mit zwischengelegten Gummiringen Lagerkugeln plastisch verformend in ihre Laufbahnen zu pressen ...
Also ja, defekte Axiallager kenne ich praktisch ausschließlich als Crash-Folge.
LG
Philipp
PS.: Stehe ich schon auf so vielen Ignorierlisten, oder greift es irgenwie um sich, dass Beiträge verfasst werden, ohne einigermaßen auf zuvor Geschriebenes zu achten?
Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.
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Du warst mit dem PS. nicht gemeint!Zitat von uboot Beitrag anzeigenEntschuldige, daß ich nachgefragt habe - wird nicht mehr vorkommen.
LG
Philipp
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AW: Drucklager optimieren?
Hallo,
Welche Auflagefläche bietet sich beim Einsatz eines Drucklagers?
Es sind doch im oberen und unteren Lagerring kreisring Torussegmentflächen in der die Kugeln laufen. Und die Flächen minimalstflächen der Kugeln.
Welche Kugeln nehmen denn die Eigentlichen Kräfte auf? ßber den Kreisring gesehen liegen/bilden die größten Kugeln die Planparallele Fläche die Kugelauflagen.
Prinzip: nehme ich zwei theoretisch genaue Planparallele Flächen und lege dazwischen 10Kugeln. Drücke ich die zwei Flächen zusammen und kippe sie zur Seite. Was passiert? Theoretisch fallen die sieben kleinsten Kugeln aus dem System.
ßhnlich verhält es sich bei der Kreisringfläche. Allerdings verteilt sich das Verhältnis der größten Kugeldurchmesser auf den kompletten Kreisring.
Was will ich damit sagen?
Im Fall des Drucklagers kann es sein , dass eine vierte Kugel mit eingreift.
Ohne zu wissen wie sich aus zwei unterschiedlichen Lagerbatches die Durchmesser zueinander verhalten, würde ich kein Lager anpassen bzw umkonfigurieren. Und wenn dann die vier größten Kugeln in die Quadranten bestmöglich verteilen.
Wenn Kräfte eine Rolle spielen sollten, dann immer auf einen größeren Durchmesser gehen.
Bilden sich Rattermarken oder dällen in den Lagerschalen mal auf die Montage und die Qualität achten.
GrussTDF,TDR1,TDR2,2xLogo400CFK,ME262,Edge540,TRex600N, Ergo50,CH53Ec.s.,H500,VBC+Touch..
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Mit harter Kopfdämpfung und keinem Gefühl, absolut kein Problem ...Zitat von <<Philipp>> Beitrag anzeigenIch kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man es schafft, mit zwischengelegten Gummiringen Lagerkugeln plastisch verformend in ihre Laufbahnen zu pressen
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Siehe "Brinellierung" oder "Brinell-Schaden" oder "False Brinelling".
Da wird´s wieder einmal ein bisserl komplexer ...
LG
Philipp
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AW: Drucklager optimieren?
Danke für Deine Klarstellung - ich hatte mich gewundert . . .Zitat von <<Philipp>> Beitrag anzeigenDu warst mit dem PS. nicht gemeint!
LG
Philipp
Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.
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AW: Drucklager optimieren?
Ist es aber nicht so, daß der Anwendungsfall bei den Wettbewerbspiloten sich ganz schön von dem des Durchschnittspiloten unterscheidet? Vielleicht interessiert es da nicht, ob sich die Kugeln langsam abarbeiten, sondern vielmehr, daß das Drucklager für ein paar Flüge spielfrei oder wenigstens -arm bleibt?Zitat von Meinrad Beitrag anzeigenBei hochrangigen Wettbewerbspiloten war es früher Usus, die Drucklager mit zusätzlichen Kugeln aufzufüllen.
Aber die hatten ja keine Ahnung....
Meinrad
Weiß man auch, wie schnell die Profs die Lager dann komplett tauschen? Die sinnvolle ßbertragbarkeit zweifle ich daher an.
Die Analogie ist der Rennsport, wo hochbelastete Teile nur für ein oder 2 Rennen halten müssen. Sowas würde man auch nicht in der Serie verbauen. Weißt Du, was ich meine?
(Ich möchte nicht klugscheißern; die Sache interessiert mich aber technisch.)Zuletzt geändert von uboot; 28.12.2021, 11:05.Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.
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AW: Drucklager optimieren?
Das ist ein Argument!Zitat von uboot Beitrag anzeigenIst es aber nicht so, daß der Anwendungsfall bei den Wettbewerbspiloten sich ganz schön von dem des Durchschnittspiloten unterscheidet? Vielleicht interessiert es da nicht, ob sich die Kugeln langsam abarbeiten, sondern vielmehr, daß das Drucklager für ein paar Flüge spielfrei oder wenigstens -arm bleibt?
Weiß man auch, wie schnell die Profs die Lager dann komplett tauschen? Die sinnvolle ßbertragbarkeit zweifle ich daher an.
Die Analogie ist der Rennsport, wo hochbelastete Teile nur für ein oder 2 Rennen halten müssen. Sowas würde man auch nicht in der Serie verbauen. Weißt Du, was ich meine?
(Ich möchte nicht klugscheißern; die Sache interessiert mich aber technisch.)
Dass die Kugeln sich abreiben kann ich mir aber nicht vorstellen, zumindest nicht im blatthalter!
Was ebenfalls ein guter Hinweis war (einige Seiten zuvor), dass die kugeln unterschiedlicher Lager (gleicher Bauart) minimal abweichen können. Is im nachhinein logisch, hatte ich aber nicht direkt auf m Schirm.
Bis jetzt is alles montiert und fühlt sich gut an!
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Wie gesagt, das ist komplex, für ein Forum wohl zu umfangreich.Zitat von uboot Beitrag anzeigenIch möchte nicht klugscheißern; die Sache interessiert mich aber technisch.
Kurzfassung:
Es gibt genügend Anwendungen käfigloser Lager, wo die Wälzkörper einander berühren können, und das funktioniert ohne Probleme. Ich sehe keinen Grund, warum das gerade in diesem Einsatzgebiet hier nicht so sein sollte.
Gedanklicher Ansatzpunkt zu Wälzlagern generell:
Wälzkörper haben primär bestenfalls Linienberührungen zu ihren Wälzflächen, bei Kugeln sind sie in der Regel punktförmig. Eine Kugel kann nur zu einer exakt durchmessergleichen Hohlkugel Flächenberührung haben.
Punkte und Linien haben definitionsgemäß unendlich kleine Flächen, jede wirkende Kraft muss hier also unendlich hohen Druck (= Kraft / Fläche) verursachen. Kein reales Material kann solch einer Belastung standhalten.
Also muss zwangsläufig jede einwirkende Kraft in einem Wälzlager zu Verformungen führen, und mit diesen (periodisch wechselnden) Verformungen muss das Material zurecht kommen.
Und jetzt höre ich auf, weil sonst wird´s wirklich lang ...
LG
Philipp
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