Rotorblätter selbstgebaut

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • coptery
    coptery

    #16
    AW: Rotorblätter selbstgebaut

    Halleluja, der Herr hatte ein Einsehen

    die Entformung der Form von der Urform (hoffentlich verstehen das alle) hat funktioniert. Anschließend habe ich die Form mit Styrolharz-Spachtelmasse auf ein Brett geklebt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Dicke des so entstandenen Sandwiches überall gleich ist.




    Jetzt hat die Form natürlich noch etwas Nacharbeit mit Schleifen, Polieren und Wachsen bekommen. Schleifen mit Schleifleinen, Polieren mit Polierpaste und Wachsen mit Trennwachs. Ist natürlich nicht soooo toll wie ein gekauftes Blatt, aber eine J52 fliegt auch mit Wellblech.

    Gerade entsteht die zweite Form, morgen wird diese aufs Brett geklebt. Beide Formen passend verstiften und Löcher durchbohren um zusammenzuziehen. Vielleicht habe ich ja auch ein paar Einschlagmuttern. Dann steht der Produktion des ersten Blattes nichts mehr im Wege. Carbongewebe und Carbonrowing ist gekommen. Da ich jetzt eine Einfachform habe, komme ich mit meinem 28Minutenharz auch nicht mehr so in Zeitnot.

    Etwas Probleme macht mir noch der Nachlauf. Den kann ich nur experimentell ermitteln und dann beim nächsen Blattsatz verändern.

    Weiterhin beschäftigt mich die Frage, ob ich bei einem 4mm dicken Blatt überhaupt einen Schaumkern reinmachen soll oder mit Carbonlagen auffüllen und ganz innen einfach Harz.

    Zu den Anmerkungen von Wirbelwind.

    Der Unterschied beim Urmodell ist, dass ich jeweils ein Urmodell der Oberseite und der Unterseite auf einem eigenen Trennbrett aufgebaut haben.

    Das Verstiften ist natürlich bei mir auch noch zu lösen.

    Coptery

    Kommentar

    • Amok
      Senior Member
      • 12.04.2009
      • 7316
      • Thomas
      • EDKA

      #17
      AW: Rotorblätter selbstgebaut

      Toller Bericht, ... ich lese still mit...

      @Klaus: was sind das denn für Blätter

      Welcher Kopf gehört dazu? Der Vario hat doch nur eine Bohrung.
      Oder Machst du ein neues Zentralstück?

      mfg
      Amok
      StabiDB - Projekt: Euro1

      Kommentar

      • wirbelwind
        Member
        • 20.01.2005
        • 386
        • Klaus

        #18
        AW: Rotorblätter selbstgebaut

        Zitat von Amok Beitrag anzeigen
        @Klaus: was sind das denn für Blätter
        Hallo Thomas,

        das müsstest du doch wissen...

        Gruß Klaus.

        Kommentar

        • Amok
          Senior Member
          • 12.04.2009
          • 7316
          • Thomas
          • EDKA

          #19
          AW: Rotorblätter selbstgebaut

          Ich schätze mal StaFlex

          mfg
          Amok
          StabiDB - Projekt: Euro1

          Kommentar

          • nopost123
            Member
            • 14.09.2009
            • 516
            • Norbert
            • Altenberge, FMSC-Steinfurt

            #20
            AW: Rotorblätter selbstgebaut

            Hallo Dieter
            Meine Glückwunsch zu deinem sehr schönen Bericht und dem Entschluss die Rotorblätter selber zu bauen. Den Innenaufbau von Rotorblättern kann man auch anders gestalten. Bei meinen Rotorblättern verwende ich 5,5mm Alurohr als Holm. Das Alurohr geht aber nicht bis zum Blattanschluß durch. Ca. 20 cm davor hört das Rohr auf. Diesen Bereich im Blattanschluß lasse ich biegeweich(Schlaggelenk). Das Rohr erhöht die Torsionsfestigkeit des äußeren Blattbereiches. Die Fliehkräfte (ca, 3500N) stabilisieren den inneren Blattbereich. Hier muß nur die Zugfestigkeit auf der sicheren Seite sein. Der Rotordurchmesser meiner Drei und Vierblattsätze liegt bei 1580mm, entspricht also nach heutiger Definition der 700er Klasse. Wichtig ist das entfetten des Alurohres mit Aceton vor der Verklebung und anrauhen mit einer Feile Hieb 1. (Dazu wird die Feile diagonal auf das Rohr aufgelegt und unter dem Druck der Feile das Rohr gedreht. Dies ist zu wiederholen bis man hinten angekommen ist. Meine Blätter baue ich nach wie vor hohl auf. Dazu verwende ich Glasgewebeband das in der Form gestaffelt überlappt wird. Die Mehrblattsätze haben ca. 44mm Tiefe, Der Zweiblattsatz für die Bell 47 62mm (Rigid). Um die Torsionsfestigkeit zu erhöhen kann man auch einfach ein Glasgewebeband an den Enden anfassen und die Faserrichtung auf 45° ziehen. So legt man das dann in die Form ein. Ich tupfe übrigends die Lagen immer mit einem Borstenpinsel ein. Jeder Abeitsschritt ist protokolliert und der Harzanteil für jede Lage festgelegt. Zur Trimmung gieße ich mir eine "Bleinase" die ungefähr der Profilform entspricht und vorab gewichtsmäßig optimiert wird. Dadurch erreiche ich einen Schwerpunkt der zwischen 0 bis max 2mm Vorlauf liegt. Das Alurohr eignet sich auch sehr gut zum Auswiegen. Wenn du es am Randbogen heraussehen läst kann ggf. im Rohr Gewicht eingeklebt werden. Ein schöner Nebeneffekt dieser Bauweise scheint zu sein das die Blätter bei einem Crash nicht abbrechen. Sie verwinden sich, zerbrechen aber nicht. Die Blätter sind zwar deshalb trotzdem Schrott, aber es fliegt nichts durch die Gegend.

            mfG

            Norbert
            Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

            Kommentar

            • nopost123
              Member
              • 14.09.2009
              • 516
              • Norbert
              • Altenberge, FMSC-Steinfurt

              #21
              AW: Rotorblätter selbstgebaut

              Hallo Dieter
              Als Ergänzung habe ich noch ein paar Schnitte von Bruchmustern und als Beispiel die Laminierpläne eingestellt. Als Deckschicht verwende ich das gleiche Harz, das jedoch mit einer Farbpaste eingefärbt wird. Der 2. Harzansatz mit Thixotropiermittel wird ebenfalls eingefärbt. So kann man mit wenig Aufwand recht ordentliche Ergebnisse erreichen und kommt mit einer Harzsorte aus. Durch die verschiedenen Variationen des Blattaufbaues kann man die Flugeigenschaften eines starren Rotorkopfes sehr gut beeinflussen.

              mfG

              Norbert
              Angehängte Dateien
              Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

              Kommentar

              • Jürgen F.
                Senior Member
                • 26.11.2008
                • 2625
                • Jürgen
                • 59174 Kamen

                #22
                AW: Rotorblätter selbstgebaut

                Danke für die vielen Infos Norbert, ich lese interessiert mit.

                Ich habe schon einige Erfahrungen mit GfK-Verarbeitung, irgendwann baue ich sicher auch mal eigene Blätter.

                Da sind Eure Berichte Gold wert!!

                gruss jürgen
                Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

                Kommentar

                • coptery
                  coptery

                  #23
                  AW: Rotorblätter selbstgebaut

                  Vielen Dank für die Info's, das hilft mir sehr weiter.

                  leider war ich in der vergangenen Woche etwas gebremst durch Renovierungsarbeiten in meinem Haus. Ich konnte nur die Form für die 500mm Blätter fast fertigmachen.

                  Danke Jungs für eure Tips

                  hab auch meine kleine Lama geerdet. Eigentlich ist nur das Landegestell durch einen kontrollierten Absturz geschrottet. Wie kams?

                  Also meine kleinen Spinblade-Kopien (325) aus der Aluform drauf und dann los. Schon beim Schweben habe ich gesehen, dass über Nick und Roll eine Schwingneigung da war. Beim Anregen mit dem Knüppel hats immer gedämpft nachgewippt. Ausserdem hat man entgegen den original Blättern einen wesentlich größeren Konuswinkel gesehen. Also Blätter zu weich? Wußte ich auch schon vorher beim Test über der Schreibtischkante. Als ich diese Blätter gebaut habe hatte ich noch kein Carbon. Ich habe dann immer vorsichtig meine Runden gedreht

                  Dann, ein Akku war noch nicht leer, bin ich etwas zu schnell senkrecht nach unten gegangen . Heli fängt an über NIck und Roll an zu schwabbeln. Weniger Pitch sorgt dafür, dass der Heli schneller fällt, mehr Pitch sorgt dafür dass das Schwabbeln stärker wird. Innerhalb einer Sekunde habe ich alle noch möglichen Tests durchgeführt und Optionen abgewogen. Ok, dann eben kontrollierter Absturz direkt vor meine Füße.

                  Ich werde es mit den Blätter noch mal versuchen und die Regelparameter des 3Digi etwas zurücknehmen.

                  Coptery

                  Kommentar

                  • nopost123
                    Member
                    • 14.09.2009
                    • 516
                    • Norbert
                    • Altenberge, FMSC-Steinfurt

                    #24
                    AW: Rotorblätter selbstgebaut

                    Hallo Dieter
                    Ein größerer Konuswinkel entsteht auch wenn dein Blattschwerpunkt weiter innen liegt. Die Zentrifugalkraft ist dann ja geringer und die Biegebelastung der Blätter nimmt zu. Statt des CFK-Gewebes kann man das Blatt auch sehr gut durch GFK oder CFK-Rovings im Nasenbereich versteifen. Wichtig ist aber immer die passende Bleimasse am Blattende. Schwerpunkt sollte > 50% und der Vorlauf bei möglichst 0 mm sein.

                    mfG

                    Norbert
                    Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

                    Kommentar

                    • michamerlin
                      Member
                      • 24.10.2003
                      • 875
                      • Michael

                      #25
                      AW: Rotorblätter selbstgebaut

                      Zitat von coptery Beitrag anzeigen
                      nach 24 Stunden kommt der Augenblick der Wahrheit. Da das Harz auch in die Gewindegänge der Schrauben eingedringt ist das Fußarbeit mit einem langen Inbusschlüssel.
                      mal ein kleiner tip dazu von mir.
                      ich habe zwar nur eine dreiteilige gefräste aluform um profile in CFK herzustellen, aber der tip funktioniert auch bei rotorblättern.
                      ich fette die gewinde und die schrauben einfach dünn mit handelsüblichem mehrzweckfett ein. dann lösen sich die schrauben ganz leicht wieder.

                      gruß micha

                      Kommentar

                      • coptery
                        coptery

                        #26
                        AW: Rotorblätter selbstgebaut

                        Hallo Leute

                        ich bin darauf gestoßen, dass man die Aussenhülle nicht mit Gelcoat sondern auch mit Acryllack aus der Spraydose einbringen könne. Allerdings muß man dabei mind. 24 Stunden warten bis der Lack komplett ausgehärtet ist. Dannach geht es mit den Laminaten weiter. Hat jemand schon einmal damit Erfahrungen gemacht? Wir der Lack dabei auf das Trennwachs aufgesprüht oder geht das nur mit Trennlack?

                        ßbrigens habe ich jetzt die zweite Formhälfte entformt. Jetzt gehe ich gerade daran, das Bleigewicht herzustellen.

                        Vielleicht werde ich am Wochenende in die Form laminieren.


                        CotperY

                        Kommentar

                        • Jürgen F.
                          Senior Member
                          • 26.11.2008
                          • 2625
                          • Jürgen
                          • 59174 Kamen

                          #27
                          AW: Rotorblätter selbstgebaut

                          Acryllack habe ich in diesem Zusammenhang noch nicht gehört, was ich aber gehört habe, ist, dass 2K-Lack in die Form gespritzt wird und dass vorher in die gewachste Form Trennlack gespritzt wurde.

                          Auf Wachs wird kein Lack vernünftig aufzutragen sein!
                          Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

                          Kommentar

                          • michamerlin
                            Member
                            • 24.10.2003
                            • 875
                            • Michael

                            #28
                            AW: Rotorblätter selbstgebaut

                            Zitat von coptery Beitrag anzeigen
                            . Hat jemand schon einmal damit Erfahrungen gemacht?
                            hier gibt es sowas. die helfen auch sicher bei fragen weiter.
                            ich selbst habe das noch nicht versucht.



                            micha

                            Kommentar

                            • pfeiferl
                              Member
                              • 09.04.2008
                              • 677
                              • Georg
                              • Salzburg

                              #29
                              AW: Rotorblätter selbstgebaut

                              Hallo coptery,

                              Ein paar Infos zum Lakieren in die Form.

                              Hab jahrelang meine F3B Modelle auch in die Formen lakiert.

                              1. Wachs in der Form:
                              wenn es gut poliert ist, gibt es kein Problem mit Augen oder Zusammenlaufen des Lacks.

                              Wenn Du ein Wachs hast, das gut trennt, dann ändere Deine Vorgangsweise nicht!
                              Anderes Auftrage, Trocknen, Polieren kann schon dazu führen, daß dein System nicht mehr richtig trennt. never change a winning...........!

                              Probier zuerst am Formenrand Neues aus.
                              z.B: neues Wachs-polieren- Lackieren(den Rest aber abdecken)- Harz und Gewebe drauf- Härten, je nach Harzsystem- abziehen- freuen/ärgern

                              Lacke:
                              im Prinzip kannst Du alle Lacke auch Acryllacke aus der Dose verwenden.
                              Warum normal 2K-Lacke? Sind widerstandsfähiger gegen Lösungsmittel/Sprit und dergl.
                              2K Lacke sind härter als Akryl und können dünner-leichter gespritzt werden.

                              Wann auf Lack laminieren?

                              Hochglänzende Lacke haben Silikone, die beim Härten an die Oberfläche wandern.
                              Wenn so ein Lack ausgehärtet ist, geht das Harz damit keine Verbindung mehr ein und der Lack schält sich später ab.
                              Passiert auch manchen Profis, wenn sie zu lange warten.

                              Die beste Zeit direkt auf einen Lack zu laminieren ist, wenn der Lack gerade nicht mehr klebt, aber noch weich ist. Am Formenrand probieren.

                              Wenn Du nicht gleich zum richtigen Zeitpunkt laminieren kannst, einen Nebel mit Füller drauf lackieren, dann kannst Du auch weiterbauen, wenn der Lack durchgehärtet ist. Ist aber unnützes Gewicht.....

                              Bei matten PU-Lacken, sind normal Möbellacke, kannst Du auch bei durchgehärtetem Lack weiter arbeiten. Sind aber weicher wie 2 K Lacke.

                              Die Oberfläche Deiner Bauteile wird mit dieser Art der Lackierung nur so schön wie auch Deine Form glänzt!

                              Dicker lackiert, kannst Du auch die Oberfläcke mit Naßschliff mit 2000er Papier verbessern.

                              Den besten Glanz bekommst Du, wenn Du zuerst eine ganz dünne Schicht falblosen Lack reinmachst, antrocknen lassen und dann die Farbe drauf, wieder antrocknen lassen und dann weiter. Gewicht?!

                              Entscheidend ist das exakte Einhalten der einzelnen Trocken und Härtezeiten um einen guten Verbund zu schaffen.

                              Viel Erfolg weiterhin, Grüße, Georg
                              Suzi Laos, AC 3X,
                              RJX 800, AC 3X
                              Robbe S4, AC 3X

                              Kommentar

                              • coptery
                                coptery

                                #30
                                AW: Rotorblätter selbstgebaut

                                Das mit dem Lackieren ist scheinbar garnich so abwegig. Werde ich mal probieren. Vielen Dank für die Infos.

                                coptery

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X