Mich wundert's, dass so viel darüber diskutiert wird, wie das Ganze zustande kam. Finde das ist einfachste Physik, wie's Hero67 erklärt hat. Kennt man aus seiner Kindheit wenn man von der Schaukel gesprungen ist: mit zu viel Schwung kann man nicht stehen bleiben und kippt nach vorne über. Springt man nun seitlich von der Schaukel und hat Kufen an den Füßen, dann kippt man eben seitlich über Kufen!

Klar, könnte man sagen, dass ein Stabi das verhindern soll, immerhin ist es eine nicht vorgegebene Rollrate. Aber so ein Stabi hat eben auch seine technischen Grenzen.
Mal ein Beispiel:
Im Prinzip ist dieses Einhaken für das Stabi nichts anderes, als wenn der Heli in der Luft ist und es kommt eine Böe. Es ist eine (in beiden Fällen) extern induzierte Drehrate, welche vom Stabi verhindert werden soll. Wenn das Stabi eine Drehrate von (angenommen) 360°/s ermöglicht, es kommt aber auf Roll eine Böe mit 450°/s: Kannst du machen nix! Der Heli rollt mit 90°/s in die Richtung der Böe. Somit denke ich, dass einfach die elektronische und aerodynamische Kapazität des Systems erschöpft war. Der Heli war ja kurz in der Luft und berührt dann wieder mit der Kufe während des seitlichen Driftens den Boden - eine im Millisekunden-Bereich extrem große Zunahme der Rollrate...
Zu dem Thema mit dem zyklischen Ausschlag am Boden:
Das Stabi macht da auch nichts anderes als das, wie es programmiert ist. Warum sollte es auch? Es weiß ja nicht mal, dass es am Boden ist...

Nur ist es nicht ganz so transparent wie bei einem Paddelheli. Bei dem entspricht der Stickausschlag einem bestimmten Servoausschlag. Bei einem FBL gibt man dem Heli eine Soll-Drehrate um die jeweilige Achse vor. Das Stabi vergleicht nur Soll- und Ist-Wert. Somit ergibt sich auch, dass wenn der Heli am Boden steht und man nur zB halben Stickausschlag nach rechts gibt und diesen hält, die Taumelscheibe nach und nach in Vollausschlag fährt. Weil eben Soll-Wert (je nach Expo im Sender und Einstellung am FBL) und Ist-Wert (beim stehenden Heli 0°/s) nicht gleich sind.
Wenn's dann so weit ist, dass der Heli über eine Kufe anfängt zu rollen, ist's bei zu hohem Soll-Wert (Stickausschlag am Sender) evtl. schon zu spät und der Heli kippt komplett um. Macht man das behutsam, so dass man den Stick auf Mittelstellung bringt, bevor er umkippt, dann bleibt er wie festgenagelt auf einer Kufe stehen.
Also ich würde nicht pauschal sagen, dass man am Boden keine Steuereingaben machen soll, aber ist einfach etwas komplexer als beim Paddel. Deshalb die Empfehlung (vor allem für Anfänger, also auch für mich): Ab in die Luft!
Zur wichtigsten Frage des TO:
Das wäre mit einem Paddelheli (denke ich) oder anderen Stabi auch passiert (vielleicht nicht mit einem Stabi im Horizontmodus? - wer weiß). Hatte zunächst ein 3GX aus November 2011 mit dem bekannten Heckdrift-Problem. Habe ich zum Glück auf Kulanz getauscht bekommen gegen ein Modell Mai 2012 mit neuer Platine. Seither gibt's kein Driften mehr. Habe mich mal genauer mit den Einstellparametern der Software beschäftigt und bin nun vollstens zufrieden damit!

Grüße,
Buddy



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