Grüßle Thomas
Rotorblätter richtig auswuchten
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
eine Unwucht bleibt was sie ist, egal wo und in welchem Heli, darum so gut wie möglich auswuchten. Wie eine Unwucht weiter geleitet oder gedämpft wird, hängt dann schon ein wenig von der Mechanik und anderen Umständen ab. Trotzdem, je besser gewuchtet um so besser das Ergebnis.Zitat von Stormies Beitrag anzeigen
Grüßle Thomas
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Ich prüfe jedes neue Blattpaar auf Unwucht. Ich habe bei ca. 75 % festgestellt, dass sie nach meiner ßberprüfung nicht gleich sind.
Für das Auswuchten sind zwei Schritte erforderlich: Zuerst den Schwerpunkt angleichen, als Zweites die Blätter auf gleiche Masse bringen.
Den Schwerpunkt beider Blätter ermittle ich, indem ich sie auf eine Messerschneide lege und feinfühlig horizontiere (das braucht Geduld!). Habe ich das Gleichgewicht gefunden, bringe ich einen leichten Anriss in den Lack, wo die Messerschneide die Unterstützung bildet. Die Schwerpunktstelle kann ich messen als Abstand zwischen Aufnahmebohrung und Anriss. Wenn Unterschiede zwischen beiden Blättern sind, wird am Blattende des Blattes mit dem inneren Schwerpunkt soviel Folie angeklebt, bis der Schwerpunkt den gleichen Abstand hat wie beim anderen Blatt. Das Horizontieren muss man also u.U. mehrmals machen.
Das Angleichen der Masse erfolgt, indem ich die Blätter auf eine gerade Welle spanne und auf die Ränder zweier Trinkbecher/gläser lege. Die Masse des leichteren Blattes wird erhöht, indem Klebeband um den Schwerpunkt geklebt wird, solange, bis die Blätter beim Auspendeln waagerecht stehen bleiben.
Zugegeben, das kostet Zeit und Geduld. Doch die Ruhe des Helis beim Hochlaufen und beim Abtouren ist ein schönes Erlebnis.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hallo,
habe hochwertige Hauptrotorblätter (550) von einer bekannten Marke vor mir auf dem Tisch liegen. Die haben eine Gewichtsdifferenz von 0,5g. Welche Toleranzen würdet ihr akzeptieren, ohne selber nachzuwuchten? Schwerpunkt und Vorlauf passen perfekt.3x XLPower550/ 5x TT E550FBL/ E550S-Paddel/ Beam(Hatz)SE/ MSH Mini-Protos/ #Graupner#
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
0,5 g Differenz hat du im Sommer nach jedem Fliegen!Zitat von rainerX Beitrag anzeigenDie haben eine Gewichtsdifferenz von 0,5g.
Durch tote Fliegen auf den Blättern....
Manfred
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
konkrete Frage:
ab welcher Gewichtsdifferenz würdet ihr nachwuchten. Würde mir in der Zukunft weiterhelfen.3x XLPower550/ 5x TT E550FBL/ E550S-Paddel/ Beam(Hatz)SE/ MSH Mini-Protos/ #Graupner#
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Das Gewicht hat nicht unbedingt was mit dem Wuchten zu tun.
Ich habe mir einfach Gewindestangen abgelängt auf 10cm.
Diese habe ich in der Bohrmasch. spitz geschliffen.
Ich spanne alle neuen Blätter und Heckblätter mit 2x Muttern damit ein und halte sie zwischen Daumen und Zeigefinger hoch.
Nun siehst du ob ein Blatt weiter runter hängt.
Ist das der Fall, beginne ich zu wuchten.Selber denken schadet nicht ! YouTube
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
so große Differenzen habe ich nicht, "komischerweise" sind bei mir die Rotorblätter relativ gleichmäßig verschmutzt.Zitat von der RC-Hubiflieger Beitrag anzeigen0,5 g Differenz hat du im Sommer nach jedem Fliegen!
Durch tote Fliegen auf den Blättern....
Grüßle Thomas
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
ich wuchte meine Blätter zuerst ziemlich exakt auf das gleiche Gewicht, max. 0,1gr; bei möglichst gleichem Schwerpunkt. Wenn ich dann noch leichte Unwucht erkennen kann wird ein Blatt mit einem kleine Tesa-Streifen ziemlich weit außen beklebt (max. 1cm Länge) und beim nächsten Flug beobachtet ob es besser oder schlechter wird, bei schlechter auf das andere Blatt, so lange, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Dann kann schon mal ein Satz dabei sein der jetzt wirklich super läuft, aber von Blatt zu Blatt ein geringer Gewichtsunterschied besteht. Auch sollte man darauf achten, dass die Blätter immer in den gleichen Blatthalter kommen. Auf diese Weise bekommt man einen so gute Lauf, dass beim auslauf von hohen Drehzahlen bis zu Stillstand keinerlei Schütteln auftritt.Zitat von rainerX Beitrag anzeigenkonkrete Frage:
ab welcher Gewichtsdifferenz würdet ihr nachwuchten. Würde mir in der Zukunft weiterhelfen.
Grüßle Thomas
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Beim Auswuchten von Rotorblättern kommt es nicht nur auf das Gleichgewicht an, sondern auch auf die gleiche Lage des Schwerpunktes. Wenn sich nur auf das Ausmessen des Gewichtsunterschiedes beschränkt wird, so ist es ein statisches Auswuchten. Erst mit der gleichen Lage des Schwerpunktes wird ein dynamisches Auswuchten erreicht. Letzteres ist notwendig um zu verhindern, dass die Rotorblätter unterschiedliche Fliehkräfte erzeugen, welche dann Vibrationen erzeugen würden.
Meine Methode des Auswuchtens hatte ich im Beitrag #198 beschrieben. Beim Auswuchten interessiert mich nicht ein gemessener Gewichtsunterschied. Selbst eine 0,1 Gramm-Anzeige der Waage ist mit Fehler und Messunsicherheit behaftet (im Datenblatt angegeben). Selbst wenn der Gewichtsunterschied tatsächlich Null ist, so ist gar nichts über die Schwerpunktlage bekannt.
Wenn ich mal annehme, dass ein 550er Rotorblatt 120 Gramm schwer ist, und das Rotorblatt aus jeweils 1 Gramm-Gewichtscheiben bestünde, so würde so ein Scheibchen rechnerisch 4,58 mm dick sein (550 mm / 120 gr = 4,58 mm/gr). Bei einer Gewichtsdifferenz von 0,5 Gramm würden die Schwerpunktpositionen beider Blätter um mehr als 2mm differieren, und die Scherpunktlage ist unbekannt! Die könnte sich noch dazu addieren. Für mich unakzeptabel.
Ich sage nicht, dass Du mit solchen Blättern nicht fliegen könntest. Beim Hochlaufen wird es eben einen Drehzahlbereich geben, bei dem der Heli mehr oder weniger durchgeschüttelt wird. Mit Erreichen der Enddrehzahl kehrt "Ruhe" ein. Doch die kann trügerisch sein, denn über das Vibrationsniveau ist nichts bekannt. Ja, es gibt Stabis mit Schwingungsanalyse, doch die hat nicht jeder und die Interpretation ist auch nicht für jeden Piloten einfach. In manchen Videos ist sehr gut zu sehen, wie sich die Helis beim Hochfahren der Drehzahl schütteln. Wenn ich das sehe, bin ich sofort der Meinung, dass die Blätter nicht perfekt ausgewuchtet sind.
Nach meinen eigenen schlechten Erfahrungen mit schlechten neuen Blättern (einmal hat es mir fast einen Heli zerrissen, kaum zu glauben!) prüfe und ggf. wuchte ich immer nach meiner beschriebenen Methode aus. Ich wünsche Dir gutes Gelingen dabei!
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Zitat von rednaxela Beitrag anzeigenIch sage nicht, dass Du mit solchen Blättern nicht fliegen könntest. Beim Hochlaufen wird es eben einen Drehzahlbereich geben, bei dem der Heli mehr oder weniger durchgeschüttelt wird.Da bin ich mal wieder ganz anderer Meinung.Zitat von rednaxela Beitrag anzeigenIn manchen Videos ist sehr gut zu sehen, wie sich die Helis beim Hochfahren der Drehzahl schütteln. Wenn ich das sehe, bin ich sofort der Meinung, dass die Blätter nicht perfekt ausgewuchtet sind.
Beim hochfahren sind die Rotorblätter in den meisten Fällen nicht sauber ausgerichtet also wird es Unwuchten geben. Wenn ich einen Heli mit hoher Drehzahl weich absetze sind die Rotorblätter in der Regel ausgerichtet, jetzt den Motor ausschalten und beobachten, fast bis zum Stillstand, dann ist das für mich aussagekräftiger.
Grüßle Thomas
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Zudem durchläuft man bei vielen Helis beim Hochlaufen einen Resonanzbereich.
Das hat dann nichts mit dem Auswuchten der Rotorblättern zu tun.[FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Ein Resonanzbereich macht sich aber erst bemerkbar, wenn eine Anregung gegeben ist. Dann erst kann ein schwingungsfähiges System in Resonanz geraten.Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigenZudem durchläuft man bei vielen Helis beim Hochlaufen einen Resonanzbereich.
Das hat dann nichts mit dem Auswuchten der Rotorblättern zu tun.
Sind die Blätter richtig gewuchtet, gibt es keine Anregung, wenn nicht sonst noch etwas unwuchtig läuft.Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Ein Resonanzbereich kann auch bei perfekt gewuchteten Rotorblätter entstehen.
Manche Helis haben ihren Resonanzbereich z.B. bei 1300-1500 rpm, was sich durch Wobbeln bemerkbar macht. Andere Helis, wie T Rex 800, 470 oder Banshee haben ihren unterhalb der Flugdrehzahl.
Da ändern auch perfekt gewuchtete Rotorblätter nichts daran
[FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]
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AW: Rotorblätter richtig auswuchten
Hallo,
kann ich Daniel nur zustimmen!
Habe selten einen Heli gesehen der beim Hochfahren nicht irgendwann mal kurz zappelt.
Entweder durch noch nicht ganz ausgerichtete Blätter, oder eben durch den Resonanzbereich den jeder Heli bei irgendeiner Drehzahl hat.
Bei 0:40 sieht man das sogar beim Tareq. Ich vermute mal der fliegt mit sauber ausgewuchteten Blättern.
Tareq Alsaadi 3DX Russia 2017 Goblin Black Thunder crazy Rc helicopter - YouTube
Oder hier bei 1:44
Heli Challenge 2018 Tareq Alsaadi 1 - YouTube
Gruß VolleZuletzt geändert von crazyvolle; 14.12.2020, 20:27.
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