Das ist wohl wahr, ABER: wer Kommunikation per eMail und / oder AB anbietet sollte die Nachrichten auch gelegentlich abrufen / abhören und drauf reagieren - alles andere gehört sich einfach nicht!
So ist es, Bernd! Und ein paar Worte extra zur Erklärung sind dann auch nicht verkehrt. Damit bricht sich keiner einen Zacken aus der Krone. Somit ist die Entscheidung nachvollziehbar und man kann sich immer gern ein 2. Mal im Leben begegnen.
Natürlich hat keiner das Recht auf eine ehrliche Erklärung bei einer Absage, und das ist mit Sicherheit in keinem Gesetz zu finden, aber dass man einer Oma über die Strasse hilft, wenn sie Hilfe benötigt, steht auch nirgends festgeschrieben.
Das macht man einfach so - aus Anstand und Respekt!
Hallo zusammen,
ohne jetzt alle 11 Seiten komplett gelesen zu haben möchte ich gerne auch was dazu beitragen. Denn ich kenne diesen Verein und fliege wild mit dem Threadstarter.
Bei besagtem Verein verhält/verhielt es sich folgendermaßen;
Wir (ein Bekannter und ich) sind auf Einladung eines Bekannten dort auf dem Platz aufgeschlagen und haben uns mal unverbindlich vorgestellt sowie reingeschnuppert. Rüdiger hatte schon vorher Kontakt zu dem Verein aufgenommen, unabhängig von uns beiden. Was man uns gleich zu Anfang gesagt hat :"ouuuh, Helifliegen - ganz schlecht...". Zudem hat man uns drauf hingewiesen daß ein Aufnahmestopp bestünde, welcher aber von diversen unbeliebten Mitgliedern erwirkt wurde. Man würde dies aber bei der nächsten Versammlung ändern um wieder Mitglieder aufnehmen zu können. So sind wir dann ein paarmal als Gastflieger dortgewesen und haben uns so vorbildlich wie nur möglich mit unseren Helis verhalten. Der Verein besteht zu 95% aus Fliegern und Seglern, die scheinbar ein Problem mit Helipiloten haben. Warum auch immer, erklären konnte uns das niemand. Mit dem ein oder anderen kamen wir locker ins Gespräch, aber waren doch immer irgendwie "Fremdkörper". Nach einigen Monaten fragten wir erneut an wg. Mitgliedschaft, was man aber ablehnte. Es bestünde ja ein Aufnahmestopp und in der Satzung stehe ohnehin, daß maximal 5 Helipiloten zugelassen sind. Jetzt kam man uns also so. Zwär könnten wir weiterhin als Gastflieger kommen, aber eine Mitgliedschaft wäre nicht drin. Also auch nicht alleine fliegen, auf einem Platz, der direkt auf meinem Arbeitsweg liegt. Macht wenig Sinn. Wenn man rausgefahren ist, war meist keiner da, und wir mußten unverrichteter Dinge wieder abziehen. Sogar 2 Flieger hatten wir uns gekauft, und wenigstens ein bißchen Kooperationsbereitschaft in dieser Richtung zu zeigen.
Wir dachten wir könnten eine Lanze für die Heliflieger brechen, indem wir so defensiv und hilfsbereit allen Neugierigen gegenüber verhielten, und haben uns echt Mühe gegeben. Letztendlich haben wir eingesehen, daß man uns auf besagtem Platz einfach nicht wollte. Permanent wurde uns gesagt der Aufnahmestopp sei nur temporär, und bald erledigt. Nie hat sich was getan. Der Ton und die Argumente uns gegenüber waren am ersten Tage dieselben wie am letzten. Und soll das etwa eine Basis für gute Vereinskameradschaft sein ?!?
Wir haben diesen Verein daraufhin gemieden und keinen weiteren Kontakt mehr gepflegt. Das Ganze ist jetzt ein Jahr her. Jetzt hat Rüdiger wieder eine Anfrage gestellt, welche mit denselben fadenscheinigen Argumenten beantwortet wurde wie damals. Ok, vielleicht ist "frech" hier der falsche Ausdruck. Denn viel treffender müßte es "arrogant" heißen! Man reißt sich ein halbes Jahr den Arsch auf und gibt sich Mühe, nur um dann festzustellen, daß man in den Augen gewisser Personen nicht gut genug ist. Und das nur aus dem einzigen Grund weil man Heli fliegt. Man will ein elitärer Kreis sein und unter sich bleiben. Während unserer Zeit dort haben wir mitbekommen, daß 2-3 neue Mitglieder aufgenommen wurden, die mittlerweile 1 Jahr als Gastflieger dort waren. Offensichtlich muß man erst mindestens ein Jahr dort abhängen um wenigstens die Chance auf eine Mitgliedschaft zu bekommen. Uns wurde das verwehrt. Und was das Thema Satzung angeht - mittlerweile fliegen dort 3mal soviele Helipiloten, wie angeblich in der Satzung als Maximum festgelegt ist. Ich sehe absolut ein, daß eine gewisse Probezeit unabdingbar ist - für beide Seiten. Aber ein halbes Jahr ? Und diese Art der Ablehnung?
In meinen Augen sollte sich ein Verein offener zeigen, und Interessenten nicht gleich von vornherein ablehnen. Aber hier sind wir dann schon beim eigentlichen Problem: der Vereinsmentalität diverser Vorstände. Daheim nix zu melden, aber im Verein ist das eigene Wort gefälligst Gesetz. Ansonsten drohen drakonische Strafen. Wenn man dann an solche eine Person gelangt, welche voll von Vorurteilen ist, passiert genau das, was uns passiert ist.
Was meinen Bekannten und mich angeht, sehen wir uns in unserer Entscheidung wieder bestätigt durch das, was Rüdiger passiert ist; nämlich die, daß wir mit solchen Leuten nichts zu tun haben wollen. Wer uns nach einem halben Jahr immer noch vorverurteilt, zu dem möchten wir weder Kontakt und schon garnicht ein gespieltes kameradschaftliches Verhältnis pflegen. Das ist einerseits schade, weil es auch einige echt tolle Kollegen da gab, welche das Ganze auch nicht nachvollziehen konnten. Andererseits ist es aber nur konsequent und langfristig die richtige Entscheidung.
noch mal ein paar Wort dazu.
Ich bin mehrere Jahre Heli geflogen und dann mehrere Jahre Fläche. Als Flächenflieger haben die Helis schon ein wenig genervt und man ist nur geflogen wenn kein Heli da war. Die Helis flogen auch oft auf der Bahn herum oder standen in der Luft über der Bahn wenn man landen wollte. Viele haben auch Angst vor den drehenden Rotoren.
Jetzt fliege ich seit ein paar Jahren wieder Heli.
Auch wenn ich immer wieder sage das ich nicht alleine fliegen will und aufpasse fliegt nur äußert selten ein Flächenflieger mit einem Heli zusammen.
Bei uns ist das kein Problem.
Aber ich kann Vereine die Helis nicht mögen auch ein wenig verstehen. Sie sollten das dann aber offen sagen.
Ich versteh das auch nicht so ganz. Wenn sich heli Piloten aus Verzweiflung ne Fläche zulegen müssen um vom Vorstand eines Vereins akzeptiert zu werden, aber dennoch immer als "die Heliflieger" begrüsst und angesprochen werden, dann läuft in den köpfen mancher was schief. Alteingesessene Modellflieger tauchen da plötzlich mit helis auf dem Platz auf und das ist dann okay. Aber bloss keinen aufnehmen, der von Anfang an zugibt lieber heli zu fliegen. Offenbar ist Modellflug = Flächenflug. Heli fliegen geht nur optional nach jahrelangem Flächenfliegen. Da lauf ich mit Chris und Rüdiger konform. Muss ich nicht haben. Entweder will man mich wegen meiner Person dabei haben, egal was ich fliege oder garnicht. Alles andere ist diskriminierend.
Es heißt immer, wenn man umzieht und keinen kennt, soll man in einen Verein eintreten. Das probier mal bei den Modellfliegern mit nem heli in der Hand. Die treiben dich mit stöcken nackt durch's Dorf. Vielleicht sollten sich manche mal selbst vor Augen führen dass sich die Zeiten ändern.
Kann ein Verein überhaupt eine Mitgliedschaft verweigern ?
Müssen nicht, wenn überhaupt, triftige Gründe für eine Ablehnung vorliegen ?
Bei uns jedenfalls stimmt der Vorstand zwar über eine Aufnahme ab, aber es heißt dann immer:
" Eigentlich können wir ja keinen ausschließen, Wir sind ja ein Verein"
Und noch ne Kleinigkeit, die uns "böse" Heliflieger von den Flächenfliegern unterscheidet: wir lassen nicht rücksichtslos Schleppschnüre auf dem Feld rumliegen, blockieren nicht 30 Minuten lang den Luftraum etc. . Nach 6 Minuten ist bei uns der Drops gelutscht und der Nächste darf ran. Alles Sachen, die eingentlich Vorteile sind. Wenn wir in besagtem Verein geflogen sind, standen alle staunend da und haben interessiert zugesehen. Da war das Interesse groß. Aber uns fest im Verein haben ? Nein, das war gewissen (leider mitspracheberechtigten) Personen nicht geheuer. Und wir sind zu der Zeit noch fast sowas wie Anfänger gewesen, haben also keine Maulwürfe geköpft...
Mir fällt kein Grund ein warum ein Verein eine Mitgliedschaft nicht verweigern könnte.
Bei unserem Verein besteht im erstem Jahr eine Probemitgliedschaft. D.h. die Mitgliedschaft kann von beiden Parteien zu jeder Zeit ohne Begründung beendet werden.
Ein Aufnahmebegehren ist, juristisch gesehen, ein Antrag auf Abschluss eines Vertrags zwischen dem Verein und dem Aufnahmewilligen - dem späteren Mitglied. Dieser Antrag ist daher nichts anderes, als die Bitte, in den Verein aufgenommen zu werden. Dieser Bitte braucht ein Verein, wie bereits erwähnt, grundsätzlich aber nicht zu entsprechen. Der Bewerber hat auch dann kein Recht, wenn er alle in der Satzung festgelegten Voraussetzungen für den Erwerb der Mitgliedschaft erfüllt oder der Verein noch freie Mitgliederplätze hat. Die Antragsablehnung bedarf auch keiner Begründung, es sei denn, die Satzung sieht das vor. Ebenfalls braucht sich ein Verein nicht zu rechtfertigen.
Kommt einem fast so vor als wollte man einem Club beitreten. Erst hangaround usw bis man dann Full member wird. Aber halt... Wir reden hier von nem stink normalen VEREIN und nicht von einem CLUB.
Kann ein Verein überhaupt eine Mitgliedschaft verweigern ?
Grundsätzlich ja. Es sei denn, in der Satzung steht, dass allein die Beitrittserklärung eines Aufnahmewilligen oder die Erfüllung der Beitrittsbedingungen für den Beitritt genügt. Oder der "Verein" hat eine Monopolstellung, was aber in den seltensten Fällen (zB bei Gewerkschaften, Berufsverbänden etc.) zutrifft.
Müssen nicht, wenn überhaupt, triftige Gründe für eine Ablehnung vorliegen ?
Nein, grundsätzlich nicht. Es sei denn, das steht in der Satzung.
...Mist, der Käptn war wieder mal schneller....
Zuletzt geändert von goemichel; 29.06.2013, 11:18.
was ich nicht so recht verstehe: Heliflieger gibt es doch nicht erst seit ein paar Monaten.
Warum ist das in vielen Vereinen immer noch so extrem exotisch?
Klar, Flächenmodelle gibts schon viel länger, aber die Zeiten ändern sich doch. Vor gar nicht mal so langer Zeit gabs weder Internet, noch e-Mail geschweige denn Mobiltelefone.
Hat doch heute auch (fast) jeder.
Sind die Vereine bzw. deren Vorstände tatsächlich so konservsativ? Ich halte heutzutage Helifliegen nicht für etwas besonders Exotisches.
Devote Bittstellerei, um in einen Verein aufgenommen und bestenfalls geduldet zu werden, kann es doch nicht sein. Haben vielleicht manche Mitglieder bzw. Vorstände Angst, dass ihre Altbackenheit entlarvt werden könnte?
Mensch Leute - gebt Euch einen Ruck - wir Heliflieger wollen Euch doch nix Böses!
Grüße
Rolf
[FONT="Impact"][FONT="Arial Black"]Was bist Du? Macher oder Kritiker?[/FONT][/FONT]
Ich denke wenn ein Verein nicht will, dann will er nicht -> fertig.
Nur muss sich jeder Verein überlegen, ab wann er "überaltert" und ab wann er eine jüngere Generation haben möchte was in meinen Augen meistens automatisch 3D oder Kunstflug Helipiloten mit sich bringt.
Was machen eigentlich die Leute wenn Flächenflieger tourquen dann blockieren die ja auch die Bahn wie ein Heli Anfänger *
Andersrum sollten sich Leute fragen, die Gastflieger Vorort waren und nicht aufgenommen werden warum (im Gegenzug zu anderen Gastfliegern) -> völlig wertfrei von meiner Seite.
Ich bin auch in einem Verein. Nachdem ich ein Jahr Gastflieger dort war, konnte ich einen Antrag auf Aufnahme stellen und die Mitglieder haben abgestimmt, ob ich eintreten darf oder nicht.
Nach einem Jahr Probemitglied wird vom Vorstand entschieden ob ja oder nein.
So ist das bei uns und da kann ich nicht verstehen warum sich da aufgeregt wird. Vereine wollen meist keine Rekord-Mitgliederzahlen sondern Freunde die das gleiche Hobby ausüben -> fertig
Zum Thema Heli und Fläche:
Wir haben zwei Start/Landebahnen Nord/Süd und West/Ost.
Je nach Wind fliegen die Flächenflieger in die eine Richtung und die Helifliger die andere.
Segler sind ganz weit oben und wenn sie runterkommen machen alle Platz.
So braucht man nicht zu warten.
Die einzigste Ausnahme sind Turbinen Jets. Wenn die mit 400 km/h übern Platz donnern ist kein anderer in der Luft.
Warum ist das in vielen Vereinen immer noch so extrem exotisch?
Gott (oder wem immer sei Dank) nicht bei allen: wenn ich die Modelle zusammenrechne, welche im vergangenen Jahr bei uns auf dem Platz aktiv geflogen wurden, machen die Helis gut 40% aus - und immerhin sind es rund 1/3 der Vereinsmitglieder, welche teils ausschliesslich, teils auch Heli fliegen - also bei uns kein Grund zur Beschwerde !
Für Vereine kann sich u.U. aber doch, auch ohne Satzungsbestimmung, eine Aufnahmepflicht ergeben, dann nämlich, wenn die Ablehnung zu einer - im Verhältnis zu bereits aufgenommenen Mitgliedern - sachlich nicht zu rechtfertigenden ungleichen Behandlung und unbilligen Benachteiligung des Bewerbers führt (BGH NJW 1985 S. 1216). Dabei spielen nicht nur die berechtigten Interessen des Bewerbers an der Mitgliedschaft und die Bedeutung der damit verbundenen Rechte und Vorteile eine Rolle; es kommt vielmehr auch auf eine Bewertung und Berücksichtigung der Interessen des Vereins an, die im Einzelfall dahin gehen können, einen Bewerber abzulehnen. Nur wenn die sachliche Berechtigung der Interessen des Vereins nicht nachvollziehbar und die Zurückweisung des Bewerbers unbillig ist, besteht in der Regel ein Anspruch auf Aufnahme. Im Streitfall muss das Gericht diesen Sachverhalt überprüfen. Die Klage ist jedoch erst dann zulässig, wenn der Bewerber den in der Satzung vorgeschriebenen Instanzenweg innerhalb des Vereins ausgeschöpft hat (z.B. Berufung an den Beschwerdeausschuss oder die Mitgliederversammlung). Kommt es zu einem Rechtsstreit kann der Verein die Begründung für die Ablehnung sogar nachholen oder noch weitere Gründe benennen.
Gilt aber wohl auch nur für gemeinnützige Vereine. Ist also für diesen Fall so oder so hinfällig.
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